Erbschaftssteuer oder Studiengebühren

Was haben die zwei gemeinsam?
Sie bringen verhältnismässig wenig fürs Budget.
140 Mio die Erbschaftssteuer
124 Mio die Studiengebühren.
Die politische Ungleichbehandlung ist das, was mich so gegen die Abschaffung der Erbschaftssteuer aufbringt.
Gerade weil in Östereich die Vermögenssteuer im Vergleich zum Rest der Industrienationen so gering ausfällt, ists doch bezeichnend, dass das eine sofort abgeschafft werden soll, das andere aber angeblich sein MUSS.
Tatsache ist, dass die Einkommens und Vermögensunterschiede in unserer Gesellschaft massiv zunehmen.
Tatsache ist, das Erbschaften (seien es Häuser, Wohnungen, Aktien, etc.) völlig ungleiche Startbedingungen schaffen.
Tatsache ist dass das Wort Gerechtigkeit als politische Vorgabe immer mehr in den Hintergrund tritt.
Tatsache ist weiters, dass eine gute Ausbildung dann, wenn man nichts zu erben hat, am ehesten Aufstieg und damit Einkommen ermöglicht.
Das wird steuerlich “bestraft”, erben soll völlig aus seiner gesellschaftlichen Verpflichtung entlassen werden.

Eine höhere Vermögenssteuer (statt deren Abschaffung) würde gesellschaftliche Geerchtigkeit zwar nicht herstellen, aber zumindest einen Willen zeigen, etwas dagegen zu tun.
Noch ein Zahlenvergleich: Eine Erbschaftssteuer im europäischen Schnitt wäre rund drei Mal so hoch.
Thema Pflege: Der Staat “erspart” damit, dass ca 40 000 osteuropäische Pflegekräfte unterbezahlt arbeiten ca 350 Mio Euro.
Die “Bagatelle” Erbschaftssteuer, würde das sofort finanzieren könen.

BAWAG-verkauf: ein Fehler

Jetzt will die Gewerkschaft die BAWAG verkaufen.

Zwei Gründe, warum ich das für einen grossen Fehler halte:

1.) Es gibt prinzipiell zwei Arten, wie man eine Bank führen kann: Die eine versucht, reale Investitionen, vom Hausbau über Kindergärten bis zu Unternehmensgründungen zu finanzieren, und aus der Zinsspanne Gewinne zu machen.
Ziel ist die „reale“ Wirtschaft, die Geldwirtschaft stellt „nur“ das mittel zum Zweck da.
Bei der anderen ist Geld die Ausgangspunkt und (angestrebterweise) mehr Geld das Ziel. Und der Weg dahin: Geld in seinen vielfältigen Ausgestaltungen (Fremdwährungen, Aktienoptionen, etc.)
Im wesentlichen sind das fast ausnahmslos Wetten, wobei mache versuchen, mit enormen Mitteleinsatz das Wettergebnis zu beeinflussen.
Genau das hat die BAWAG versucht, durch massive Verkäufe gewisser Titel deren Wert zu drücken, um sie dann verbilligt – mit hohem Geinn zurückzukaufen.
Das ist misslungen.
Warum bin ich gegen einen Verkauf der BAWAG?Weil Banken endlich wieder ihre Hauptaufgabe dain sehen sollen, auf die erste Art ihr Geld zu verdienen, indem sie der realen Wirtschaft „dient“, und reale Investitionen ermöglicht.
Viele Ideen bleiben gerade in Österreich unfinanziert, weil kein Geldgeber (keine Bank) dafür „Vetrauen“ („Kredit“) aufbringt.
Man stelle sich vor, was in Österreich hätte entstehen können, wenn diese 1,3 Mrd Euro in unsere reale Wirtschaft investiert worden wäre.
Und diese Art des Bankgeschäftes darf auch Mut zum Risiko haben, manche investitionen werden trotzdem pleite gehen, andere darum umso mehr abwerfen.
Und gerade eine Gewerkschaft als Eigentümer kann sich (aus naheliegenden Gründen) dafür einsetzen, dass nicht in der reinen „geldwelt“ wettänlich spekuliert wird, sondern die reale Wirtschaft gestärkt wird

Mein 2.) Argument
Mit Banken lässt sich viel Geld verdienen. Dürfen das nur jene, die eben genug Geld haben, um an der Börse zu investieren. Und darf das eine Gewerkschaft nicht, um z.B. die Gewinne aus der BAWAG zum Erreichen ihrer Ziele einzusetzen?
Ich hielte es für fatal, allen Organnisationen, die auch gesellschaftspolitische Ziele haben, aus polit-moralischen Gründen zu verbieten, Eigentümer gewinnbringender Unternehmen zu sein.

Nach dem Verkauf werden jetzt die Gewinne irgendwo hinfliessen
und die Gewerkschaft ihr Vermögen irgendwie anlegen.

Ich halte das für einen grossen Fehler.

BAWAG: Wohin mit den Gewinnen?

Erst Refco und jetzt die Karibik-verluste.
Das ist ein Megagau; v.a für die Gewerkschaft.
1 Mrd Euro Verlust aus karibischen Spekulationsgeschäften!

Hier hab ich schon einmal einen Kommentar darüber geschrieben, wie wichtig “Kredite” gerade für die vielen urbanen Klein- und Kleinstbetriebe wären, damit sie ihre Ideen umsetzen können.

Über die Kultur dieses (BAWAG etc) Heuschrecken-kapitalismus, und wie es möglich ist, dass es jahrelang nicht auffällt, dass Milliardenverluste aufgehäuft werden, und nachdem es aufgefallen war (im Jahr 2000) die Verantwortlichen weitere Super-engagements mit Superverträgen bekommen, darüber werden wir in den nächsten Wochen zurecht noch vieles hören.

Ich will darauf mein Augenmerk richten:
Jede Wirtschaft braucht Geld, Kredit, Vertrauen, um zu wachsen.
Offensichtlich ist Kapital in Hülle und Fülle vorhanden.
Der neue Generaldirekto Ewald Nowotny erklärt im Radio, der Verlust von rund einer Milliarde Euro sei schon “wertberichtigt”.
Heisst im Klartext: Die BAWAG hat in den letzten 5 Jahren derartig gut verdient, dass diese riesige Summe (200 Mio Euro “Wertberichtigung” jedes Jahr) weggestckt werden konnte.
Die Frage muss gerade bei einer Gewewrkschaftsbank erlaubt sein:
Was hätte man volkswirtschaftlich Sinnvolles mit diesen Gewinnen machen können?

Die wahre Kunst von Politik besteht darin, diese Gewinne in wertschöpfende Bereiche, statt in reine Spekulationsspiralen umzuleiten.

Eines unserer 33 Projekte (zugegeben, die Volumina werden da ziemlich andere sein) mit der SPÖ beschäftigt sich genau damit:

Innovative Finanzierungsinstrumente für Wiener Unternehmen der Creative Industries
Zur Verbesserung der schlechten Ausstattung mit Eigen- und Fremdkapital der Creative Industries in Wien soll anhand einer praxisnahen Erhebung/Machbarkeitsstudie geklärt werden, wie vorhandene bzw. zusätzliche Finanzierungsinstrumente wie etwa Mikrokredite, Garantien und Haftungen oder Beteiligungen zusätzliches nachhaltiges Wachstum in den Wiener Creative Industries bewirken können. Ziel der Erhebung/Machbarkeitsstudie ist, nicht nur eine grundsätzliche Aussage zum Thema zu erhalten, sondern auch konkrete Umsetzungsschritte zu skizzieren. Die ersten Ergebnisse sollen Mitte 2006 vorlegen.

so berichtet man über Wirtschaft

wenn v.a. im ORF über Wirtschaft berichtet wird, setzt unweigerlich Gähnen ein.
Dabei kanns sie so spannend sein die Volkswirtschaft.
Und endlich gibts einen blog, Herdentrieb genannt, der zeigt, wie fesselnd und informativ, wenn auch subjektiv und zum Widerspruch reizend über Wirtschaft geschrieben werden kann.
Sehr empfehlenswert.

REFCO und Wien

425 Mio Euro (man stell sich das in Schilling vor) an eine einzelne Person.
Der Grossteil wird wahrscheinlich weg sein.
Kreditgeber: Die Bank für “Arbeit und Wirtschaft”
Welche “Arbeit”, welche “Wirtschaft” bekam hier Kredit?

V.a., und das sollte uns in diesem Zusammenhang interessieren, wer bekommt keinen Kredit?

Versuchen Sie als Musik-label, als Modedesigner, als Architekturbüro, alsFilmprodozent (nehmen wir all jene her, die als creative industries ihre Wertschöpfung in ihrem Kopf haben) zur Finanzierung einer gut ausgefeilten Geschäftsidee einen Kredit in der Grössenordnung zwischen 50 000 und 200 000 Euro zu bekommen.
Wenn sie nicht nahezu 100% Sicherheiten (Marke: Haus der Oma) vorlegen können, ists extrem schwierig bis unmöglich.

Folge: sehr sehr viel mögliched Wertschöpfung in DER urbanen Wirstchaftsbranche unterbleibt, muss – mangels Finanzierung – unterbleiben.

Ich glaube, dass es wahrscheinlich der Hauptgrund ist, warum die US Wirtschaft stärker wächst. Weil dort Ideen von jungen Leuten (die heute google, apple, amazon heissen) Kreditgeber gefunden haben, die deren Wachstum – und Erfolg erst ermöglicht haben.

Banken sind bei uns konservativ heisst es, brauchen Sicherheiten.
Und jetzt sichtbar: REFCO.
Unsichtbar sehr viele Finanzspekulationen ähnlichen Charakters.

Hier versagt unser Wirtschaftssystem grundlegend.

Die Kredit – aber auch Eigenkapitalfinanzierung zur Realisierung von Geschäftsideen ist vitale Grundvoraussetzung einer florierenden Wirtschaft.

Vielleicht brauchen wir die Neugründung einer kommunalen Bank hab ich in meinen 24 Thesen formuliert.

Wenns nicht gleich eine Bank ist bedarf es jedenfalls Geld-institutionen, die nicht REFCOs aller Art finanzieren, sondern lokale Wertschöpfung.

Wien: 3 x Schlusslicht

Neue Jobs wählen, plakatiert die Wiener SP und meint sich selbst.
Die Job-Bilanz Wiens (verglichen mit den andern Bundesländern) der letzten 10 Jahre ist beschämend.

1.) Nirgendwo in Österreich ist die Arbeitslosigkeit so hoch wie in Wien
(Wien: 9,8% – Ö Schnitt: 7,1%)

2.)Nirgendwo in Österreich ist die Arbeitslosigkeit (1995-04) stärker als in Wien gestiegen (Wien:2,5% – Ö Schnitt:0,5% – Wachstum in Prozentpunkten)

3.)Nirgendwo in Österreich ist die Wirtschaft (gemessen in realer Bruttowertschöpfung) langsamer als in Wien gewachsen
(Wien:1,4% – Ö Schnitt:2,1%),Zeitraum 95-03.

“Gut verwalten” sollte ein bisschen mehr sein, als den Müll ordentlich wegräumen.

It`s education, stupid!

Soetwas würde ich einmal gern von einem österreichischen Bundeskanzler, oder von einer Bildungsministerin hören.
Dann müssten weder Unis noch Schulen ums Geld raufen;
hab aus einer langen und sehr lesenswerten Rede von Gordon Brown, dem britischen Finanzminister paar wenige Sätze herauskopiert, die mir besonders interessant scheinen.

Let me tell you the scale of the global challenge.
In the last eighteen months the doubling of oil prices is just one visible sign of the scale and speed of global economic change: Asia’s manufacturing output now greater than Europe; Asia now consuming 30 per cent of world oil and China almost 10 per cent; once only responsible for 10 per cent of world manufactured exports, Asia and developing countries will soon produce 50 per cent. On its own china already produces 30 per cent of the world’s television sets, 50 per cent of cameras, 70 per cent of photocopiers, even 90 per cent of children’s toys – and perhaps soon 60 per cent of all the world’s clothing.
At no point since the industrial revolution has the restructuring of global economic activity been so dramatic; at no point has there been such a shift in production, Asia moving from the fringes to the centre of the new world economic order; and at no point in our whole history has the speed and scale of technological change been so fast and pervasive.
Think back only to 1997: no digital TV, no DVDs, no video phones, no broadband, virtually no texting. Just eight years ago: only ten per cent people were on the internet and only ten per cent had mobile phones.

And this is not, as is sometimes said, a race to bottom with China and India that can be met by protecting our home industries, shutting foreign goods out, and hoping the world will go away.
Because they aspire not to race us to the bottom but to be high skill, high technology economies, China and India are now turning out more engineers, more computer scientists, more university graduates – four million a year, more than the whole of Europe and America combined. And so the answer lies not in protectionism, hoping Asia will go away, but in radically upgrading our skills, science and technology.
….
….Our education system geared to empowering young people with training and skills opportunities for realising their potential they never had before;

And if China and India are turning out four million graduates a year, then we cannot afford to waste the talent of any child, write off the potential of any young person, discard the abilities of any adult.
..
It is because the skills of workers are the new commanding heights of the economy, it is because the skills of working people are now the most critical means of production, it is because increasingly it is the skills of working people that gives companies value and gives nations comparative advantage, that new principles must guide education and training in ensuring good well paying jobs for the future: education should no longer be from five to sixteen but on offer from three to eighteen, every teenager should have the right to further education, and every adult the guarantee of training in basic skills.

Genau so ist es.Drum ist es auch derart verheerend, was unsere Regierung mit dem heimischen Bildungswesen aufführt.

Die ganze Rede kann man z.B. hier nachlesen.

wunderbare Rede von Steve Jobs

diese Rede von tausenden Stanford Student/innen ist berührend und klug
(und in aller gebotenen Bescheidenheit: Meine Thesen 6 und 8 sind hier beispielhaft begründet)
gefunden samt audio (anhören!!)und video file hier

deutsche Übersetzung hier

c.c.

‘You’ve got to find what you love,’
von Steve Jobs

I am honored to be with you today at your commencement from one of the
finest universities in the world. I never graduated from college. Truth
be told, this is the closest I’ve ever gotten to a college graduation.
Today I want to tell you three stories from my life. That’s it. No big
deal. Just three stories.

The first story is about connecting the dots.

I dropped out of Reed College after the first 6 months, but then stayed
around as a drop-in for another 18 months or so before I really quit. So
why did I drop out?

It started before I was born. My biological mother was a young, unwed
college graduate student, and she decided to put me up for adoption. She
felt very strongly that I should be adopted by college graduates, so
everything was all set for me to be adopted at birth by a lawyer and his
wife. Except that when I popped out they decided at the last minute that
they really wanted a girl. So my parents, who were on a waiting list,
got a call in the middle of the night asking: “We have an unexpected
baby boy; do you want him?” They said: “Of course.” My biological mother
later found out that my mother had never graduated from college and that
my father had never graduated from high school. She refused to sign the
final adoption papers. She only relented a few months later when my
parents promised that I would someday go to college.

And 17 years later I did go to college. But I naively chose a college
that was almost as expensive as Stanford, and all of my working-class
parents’ savings were being spent on my college tuition. After six
months, I couldn’t see the value in it. I had no idea what I wanted to
do with my life and no idea how college was going to help me figure it
out. And here I was spending all of the money my parents had saved their
entire life. So I decided to drop out and trust that it would all work
out OK. It was pretty scary at the time, but looking back it was one of
the best decisions I ever made. The minute I dropped out I could stop
taking the required classes that didn’t interest me, and begin dropping
in on the ones that looked interesting.

It wasn’t all romantic. I didn’t have a dorm room, so I slept on the
floor in friends’ rooms, I returned coke bottles for the 5¢ deposits to
buy food with, and I would walk the 7 miles across town every Sunday
night to get one good meal a week at the Hare Krishna temple. I loved
it. And much of what I stumbled into by following my curiosity and
intuition turned out to be priceless later on. Let me give you one
example:

Reed College at that time offered perhaps the best calligraphy
instruction in the country. Throughout the campus every poster, every
label on every drawer, was beautifully hand calligraphed. Because I had
dropped out and didn’t have to take the normal classes, I decided to
take a calligraphy class to learn how to do this. I learned about serif
and san serif typefaces, about varying the amount of space between
different letter combinations, about what makes great typography great.
It was beautiful, historical, artistically subtle in a way that science
can’t capture, and I found it fascinating.

None of this had even a hope of any practical application in my life.
But ten years later, when we were designing the first Macintosh
computer, it all came back to me. And we designed it all into the Mac.
It was the first computer with beautiful typography. If I had never
dropped in on that single course in college, the Mac would have never
had multiple typefaces or proportionally spaced fonts. And since Windows
just copied the Mac, its likely that no personal computer would have
them. If I had never dropped out, I would have never dropped in on this
calligraphy class, and personal computers might not have the wonderful
typography that they do. Of course it was impossible to connect the dots
looking forward when I was in college. But it was very, very clear
looking backwards ten years later.

Again, you can’t connect the dots looking forward; you can only connect
them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow
connect in your future. You have to trust in something — your gut,
destiny, life, karma, whatever. This approach has never let me down, and
it has made all the difference in my life.

My second story is about love and loss.

I was lucky — I found what I loved to do early in life. Woz and I
started Apple in my parents garage when I was 20. We worked hard, and in
10 years Apple had grown from just the two of us in a garage into a $2
billion company with over 4000 employees. We had just released our
finest creation — the Macintosh — a year earlier, and I had just turned
30. And then I got fired. How can you get fired from a company you
started? Well, as Apple grew we hired someone who I thought was very
talented to run the company with me, and for the first year or so things
went well. But then our visions of the future began to diverge and
eventually we had a falling out. When we did, our Board of Directors
sided with him. So at 30 I was out. And very publicly out. What had been
the focus of my entire adult life was gone, and it was devastating.

I really didn’t know what to do for a few months. I felt that I had let
the previous generation of entrepreneurs down – that I had dropped the
baton as it was being passed to me. I met with David Packard and Bob
Noyce and tried to apologize for screwing up so badly. I was a very
public failure, and I even thought about running away from the valley.
But something slowly began to dawn on me — I still loved what I did. The
turn of events at Apple had not changed that one bit. I had been
rejected, but I was still in love. And so I decided to start over.

I didn’t see it then, but it turned out that getting fired from Apple
was the best thing that could have ever happened to me. The heaviness of
being successful was replaced by the lightness of being a beginner
again, less sure about everything. It freed me to enter one of the most
creative periods of my life.

During the next five years, I started a company named NeXT, another
company named Pixar, and fell in love with an amazing woman who would
become my wife. Pixar went on to create the worlds first computer
animated feature film, Toy Story, and is now the most successful
animation studio in the world. In a remarkable turn of events, Apple
bought NeXT, I retuned to Apple, and the technology we developed at NeXT
is at the heart of Apple’s current renaissance. And Laurene and I have a
wonderful family together.

I’m pretty sure none of this would have happened if I hadn’t been fired
from Apple. It was awful tasting medicine, but I guess the patient
needed it. Sometimes life hits you in the head with a brick. Don’t lose
faith. I’m convinced that the only thing that kept me going was that I
loved what I did. You’ve got to find what you love. And that is as true
for your work as it is for your lovers. Your work is going to fill a
large part of your life, and the only way to be truly satisfied is to do
what you believe is great work. And the only way to do great work is to
love what you do. If you haven’t found it yet, keep looking. Don’t
settle. As with all matters of the heart, you’ll know when you find it.
And, like any great relationship, it just gets better and better as the
years roll on. So keep looking until you find it. Don’t settle.

My third story is about death.

When I was 17, I read a quote that went something like: “If you live
each day as if it was your last, someday you’ll most certainly be
right.” It made an impression on me, and since then, for the past 33
years, I have looked in the mirror every morning and asked myself: “If
today were the last day of my life, would I want to do what I am about
to do today?” And whenever the answer has been “No” for too many days in
a row, I know I need to change something.

Remembering that I’ll be dead soon is the most important tool I’ve ever
encountered to help me make the big choices in life. Because almost
everything — all external expectations, all pride, all fear of
embarrassment or failure – these things just fall away in the face of
death, leaving only what is truly important. Remembering that you are
going to die is the best way I know to avoid the trap of thinking you
have something to lose. You are already naked. There is no reason not to
follow your heart.

About a year ago I was diagnosed with cancer. I had a scan at 7:30 in
the morning, and it clearly showed a tumor on my pancreas. I didn’t even
know what a pancreas was. The doctors told me this was almost certainly
a type of cancer that is incurable, and that I should expect to live no
longer than three to six months. My doctor advised me to go home and get
my affairs in order, which is doctor’s code for prepare to die. It means
to try to tell your kids everything you thought you’d have the next 10
years to tell them in just a few months. It means to make sure
everything is buttoned up so that it will be as easy as possible for
your family. It means to say your goodbyes.

I lived with that diagnosis all day. Later that evening I had a biopsy,
where they stuck an endoscope down my throat, through my stomach and
into my intestines, put a needle into my pancreas and got a few cells
from the tumor. I was sedated, but my wife, who was there, told me that
when they viewed the cells under a microscope the doctors started crying
because it turned out to be a very rare form of pancreatic cancer that
is curable with surgery. I had the surgery and I’m fine now.

This was the closest I’ve been to facing death, and I hope its the
closest I get for a few more decades. Having lived through it, I can now
say this to you with a bit more certainty than when death was a useful
but purely intellectual concept:

No one wants to die. Even people who want to go to heaven don’t want to
die to get there. And yet death is the destination we all share. No one
has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very
likely the single best invention of Life. It is Life’s change agent. It
clears out the old to make way for the new. Right now the new is you,
but someday not too long from now, you will gradually become the old and
be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.

Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life.
Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other
people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out
your own inner voice. And most important, have the courage to follow
your heart and intuition. They somehow already know what you truly want
to become. Everything else is secondary.

When I was young, there was an amazing publication called The Whole
Earth Catalog, which was one of the bibles of my generation. It was
created by a fellow named Stewart Brand not far from here in Menlo Park,
and he brought it to life with his poetic touch. This was in the late
1960’s, before personal computers and desktop publishing, so it was all
made with typewriters, scissors, and polaroid cameras. It was sort of
like Google in paperback form, 35 years before Google came along: it was
idealistic, and overflowing with neat tools and great notions.

Stewart and his team put out several issues of The Whole Earth Catalog,
and then when it had run its course, they put out a final issue. It was
the mid-1970s, and I was your age. On the back cover of their final
issue was a photograph of an early morning country road, the kind you
might find yourself hitchhiking on if you were so adventurous. Beneath
it were the words: “Stay Hungry. Stay Foolish.” It was their farewell
message as they signed off. Stay Hungry. Stay Foolish. And I have always
wished that for myself. And now, as you graduate to begin anew, I wish
that for you.

Stay Hungry. Stay Foolish.

Thank you all very much.

Österreich – weit hinten

Am Mittwoch setzen sich die Alpbacher Reformgespräche mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung, der europäischen Wirtschaft und dem sog. “Lissabon Prozess” auseinander.Ich habe die Ehre, dabei mit Gusenbauer, Leitl, dem
Präsidenten des Gewerkschaftsbundes und anderen zu disdkutieren.
EIne gute Gelegenheit, einige Graphiken aus Richard Floridas und Irene Tinaglis Studie “Europe in the Creative Age” aus 2004 europe_in_the_creative_age_2004 (pdf) heranzuziehen.

Die folgenden beiden Beispiele zeigen: Österreich hinkt nach, was den Ausbau DER wichtigsten ökonomischen Sparte, der”Creative class”, betrifft.

Wir haben zuwenige Studierende, zuwenig Menschen, die in diesem Bereich
arbeiten, zuwenig Patente, zuwenig Forschung, kurz: zu wenig von allem, was eine “creative economy” braucht.
Und diese Grafiken zeigen auch: Es sind kaum die grossen Länder, die
hervorragend dastehen, sondern Länder in der Größe Österreichs, die dominieren: Schweden, Finnland, oder der Aufholer Irland.


Und was hier für ganze Länder beschrieben ist, trifft v.a. auch Wien zu.
Nur, wenn in diesen Bereich des “Wissens” investiert wird und die drei Ts (talent, technology, tolerance) ernstgenommen werden, dann hat die Politik ihre
Aufgabe erfüllt.

Weitere Informationen zu Richard Florida finden sie auf der creative class Website.