Fahrrad “Sprüche” erwünscht

update 1. Juli.
danke für die vielen sehr guten Vorschläge.
Ich hab jetzt einmal (vorerst) drei ausgesucht:
Dieses gefällt mir persönlich am besten:

aber auch die zwei finde ich hervorragend:

bitte weitertexten!
thanxx!!
c.

(Nicht nur) im Sommer sind T-shirts praktisch.
Dieses hab ich bereits, und trage es gerne (nicht nur, aber auch bei TV Interviews)

Jetzt möcht ich meine einschlägige Gardarobe erweitern
und sammle Vorschläge für Sujets, damit wir sie herstellen lassen.
Dieses z.B. wäre eine (bissl ironische) Idee und eine Antwort auf die aktuelle Diskussion.


Was meint Ihr?

Meine Bitte an Euch: Habt Ihr weitere Vorschläge, die dem Radverkehr die gebührende Ehre “auf der Brust” erweisen?
Bin gespannt.

Stadt Wien sucht eine/n Radverkehrs-Beauftragte/n

Endlich ist es soweit:
Interessent/innen bitte nachdenken und bewerben.

Die Stadt Wien hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil im Zeitraum 2011 bis 2015 von derzeit 5% auf 10 % zu erhöhen. Zu den strukturellen Maßnahmen zählt die Einrichtung einer Radagentur, die in der Magistratsabteilung 28, Straßenverwaltung und Straßenbau angesiedelt werden soll.

Die Magistratsabteilung 28 sucht

eine/einen

Radverkehrs-Beauftragte/n

Sie mögen RadfahrerInnen, sind kommunikativ, verfügen über Berufserfahrung im Bereich des Projektmanagements und sind an einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung in Wien interessiert. Sie haben Erfahrung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und „Radfahren in Wien“ ist für Sie eine Selbstverständlichkeit. Die Zukunft des Radverkehrs in Wien ist Ihnen wichtig und Sie wollen maßgeblich Einfluss auf den Radverkehr in Wien nehmen. Sie bieten das nötige „know-how“ und sind sicher, dass Sie den hohen Ansprüchen dieses Jobs entsprechen.

Ihre Aufgaben:

• Zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit für den Radverkehr bei der Wiener Bevölkerung
• Anlaufstelle für alle Radfahrorganisationen (Kommunikations- und Verbindungsstelle)
• Organisation von Infos und Events zum Thema Radverkehr – Aktivitäten zur Weiterentwicklung der Fahrradkultur in Wien
• Sammlung und Entwicklung von Ideen und Konzepten zur Erhöhung und Verbesserung des Radverkehrs
• Schnittstelle zwischen Magistrat und Radfahrcommunity
• Networking mit den PR-Stellen aller betroffenen Einrichtungen
• Aufbau von Partnerschaften mit Unternehmen, sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen

hier der link zur Bewerbung

“Aufsteigen mit 3 Fünfern” Anatomie eines Supergau

Es ist ein Supergau der Kommunikation.
Und ausserdem ein Totalversagen beinahe aller Medien.
Dabei gehts um einen Kernbereich der Gesellschaft und betrifft unmittelbar sehr viele.
Die Zukunft der Schule.
Genauer:
Die Zukunft der Oberstufe in höheren Schulen.
Noch genauer:
Die modulare Oberstufe.
Vertrottelterweise läuft es in der Öffentlichkeit als: “Aufsteigen mit 3 Fünfern”.
Aber der Reihe nach:

Ich schreibe auch deswegen drüber, weil ich mir anmasse, mich da ein wenig auszukennen.
Die walz , an deren Entwicklung ich mitwirken darf hat diese “modulare Oberstufe” seit ihrer Gründung.
Wie funktioniert dies:
Um zur Matura antreten zu dürfen, müssen in allen (allen!!) Fächern die notwendigen Zulassungsprüfungen positiv absolviert sein.
Wir an der walz machen das folgendermassen:
Wir bündeln, jeweils pro Fach den Lernstoff von 2 Schuljahren, es wird geblockt vorbereitet, dann treten die Jugendlichen bei einem externen Prüfer an.
Mal Englisch oder Mathematik, dann wieder Musik oder Philosophie, wie es eben der Lehrplan vorsieht, bzw welche zeitliche Taktung wir bevorzugen.
So werden dutzende Prüfungen (“Module”) abgelegt.
Was passiert, wenn eine Prüfung negativ beurteilt wird.?
Dann wird diese einfach nachgeholt.
Man kenn dieses System ganz selbstverständlich von Universitäten.
Fehlt nur ein wenig Vorbereitung, tritt man paar Wochen später an.
Fehlt es an Grundsätzlichem, kann man sie auch ein halbes oder gar ganzes Jahr später nachholen.
Viele Extra-Lehrstunden sind dafür nicht so notwendig. Geht es doch v.a. darum selbst zu lernen, bzw selbst lernen zu lernen.
Unterstützung gibt es von Lehreren aber auch anderen Schülern, je nachdem, was eben fehlt.
In diesem System gibt es, ausser in extremen Ausnahmefällen (z.B. längerdauernde Krankheit) kein Sitzenbleiben.
Jugendliche bleiben im Klassenverband, von Theater bis zu Exkursionen, Projekten oder eben weiteren Prüfungen wird gemeinsam weitergelernt.
Allenfalls im Jahr vor der Matura muss bei manchen eine längere Vorbereitungszeit eingelegt werden.
Aber nicht nur wir in der walz machen das.
Mehr als 20 öffentliche Schulen praktizieren dieses Modell schon jahrelang.
Mit grossem Erfolg.
Nun ging es darum, dieses kluge und bewährte System auf die ganze Schullandschaft auszudehnen.
Es bedarf der Unfähigkeit der regierenden Koalition und der Ignoranz sowie der Faulheit und Ignoranz weiter Teile der veröffentlichten Meinung, um diese Reform völlig zu vergurken und (wissentlich? oder aus Dummheit?) falsch zu informieren.
Man hätte diese modulare Oberstufe nämlich so ankündigen können:
“Mit Pinsch-keine Matura”
oder
“Selbstbestimmt und positiv alle Prüfungen bis zur Matura absolvieren”
oder man hätte sich von einem der sündteuren Spindoktoren einen guten Begriff suchen lassen.
Statt dessen: “Aufsteigen auch mit drei Nichtgenügend”
Damit wird einer unwissenden, ressentimentgeladenen, an Aufklärung nur in geringem Maße intereressieren Öffentlichkeit suggeriert:
Faule und Dumme werden belohnt, und kommen mit einer Reihe von Nichtgenügend zur Matura.
VP Obmann Spindelegger ist zwar Vizekanzler dürfte aber auch keine drei Minuten zur Information verwendet haben, denn jetzt bläst er die Reform ab, weil sie “dem Leistungsgedanken” widerspreche.
Dabei ist genau das Gegenteil der Fall!
Nochmals zum Mitschreiben: Modulare Oberstufe heisst: Nur wer in allen Modulen (Fächern) eine positive Prüfung abgelegt hat, darf zur Matura antreten.
Vielleicht liest diese Zeilen auch der eine oder die andere Journalist/in und überdenkt die Bereichterstattung.
Oder man geht in eine der 20 Schulen und berichtet, wie es dort läuft.
Aber so genau wollen wir ja nicht hinschaun. Es könnte ja meine bequeme vorgefasste Meinung verändern.
Irgendwie ists zum aus der Haut fahren, wie verheert unsere politische und mediale Kultur ist.

Erlösen wir Griechenland- aber richtig

Die “Griechenland-Krise” treibt mich um.
Hab meine Gedanken dazu in einem Standardkommentar zusammengefasst:

Erlösen wir Griechenland-aber richtig!

In der Geschäftswelt ist es ein ganz normaler Vorgang. Kommt ein Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten, haben die Gläubiger zwei Möglichkeiten. Entweder sie stimmen einem “Ausgleich” zu, verzichten also auf einen Teil ihrer Forderungen und hoffen, dass sich durch den Schuldennachlass das Unternehmen wieder erholt. So bekommen sie wenigstens einen Teil ihres Geldes zurück. Oder sie bleiben hart, bis das Unternehmen ganz zusammenbricht, und verlieren so all ihre Kredite.
Deswegen wird der erste Weg häufig gegangen.
Übertragen wir diese Strategie auf Griechenland.
Und hören wir endlich auf, der Bevölkerung Sand in die Augen zu streun.
Jeder, der sich auch nur ein wenig in der Finanzwelt auskennt weiss: Griechenland wird seine gewaltige Schuldenlast niemals zurückzahlen können.
Da helfen die brutalsten Sparprogramme nichts, welche die griechische Bevölkerung jetzt erleiden muß: Drastische Pensions- und Gehaltskürzungen, Steuererhöhungen, Hinaufsetzen des Pensionsantrittsalters, Privatisierungen, ein öffentlicher Investitionsstop.
Diese würgen die Wirtschaftsentwicklung ab, mindern Steuereinnahmen und erhöhen Staatsausgaben durch eine Explosion der Zahl der Arbeitslosen..
Denn was sind die sogenannten europäischen Hilfspakete?
Sie sind weitere Kredite, für welche weitere Zinsen zu zahlen sind, um bisherige Kredite zurückzuzahlen.
Genauer: Diese Hilfspakete helfen den Griechen gar nichts. Das Geld bleibt ja nicht dort, sondern fliesst sofort zurück. Diese Zahlungen sind ausschliesslich im Interesse v.a. europäischer Kreditgeber, deutscher, französischer auch österreichischer Banken, welche Griechenland Geld geborgt haben.
Zur Erinnerung: Der Zinssatz für griechische Staatsanleihen liegt schon sehr lange über jenem für Deutschland oder Österreich. Weil eben schon lange erkannt wurde, dass griechische Staatsanleihen ein höheres Risiko bergen.
Und dafür sollen wir, europäische Steuerzahler immer weiter zahlen?
Damit Geldanlagen an risikobehaftete Länder ein sicheres Geschäft sein sollen?
Warum nicht einfach so (ich weiss, ganz einfach ist es nicht, aber die Grundrichtung wäre notwendig)
Jene Geldgeber, die Griechenland Geld geborgt haben, in Kenntnis der Tatsache, dass es ein höheres Risiko darstellt verhandeln einen Ausgleich.
Einen Schuldennachlass von wahrscheinlich 50%.
Jetzt höre ich schon das Geschrei: Ja, aber die armen Banken in Deutschland, in Frankreich in Österreich, die gehen doch dann pleite.
Schauen wir genauer hin und überlegen wir folgende Strategie.
1. Die Spareinlagen sind staatlich gesichert
2. Um deutliche Abschreibungen (Verluste) aus griechischen Krediten zu verkraften, dafür muß zuerst das Eigenkapital der Bank “bluten”, das sind einmal die Einlagen der Aktionäre dieser Bank.
3. Reicht das nicht, kommen die Anleihen dran, welche alle Banken ausgegeben haben. Ja das heisst Verluste für jene, die diesen Banken Geld geborgt haben.
4. Und reicht das zum Abdecken der Verluste auch nicht, dann könnten diese Banken, will man sie nicht pleite gehen lassen vom Staat “aufgefangen” , d.h. verstaatlicht werden. Dazu müßte das Eigenkapital aufgestockt werden, der Staat würde Anteile erwerben. So haben es die USA mit GM sowie einigen Banken gemacht. Läuft das Geschäft gut (was ja im Bankbusiness vorkommen soll) , können diese Anteile nach ein paar Jahren gewinnbringend wieder verkauft werden.
Genau so lief es in den USA.

Was derzeit die Diskussion lähmt und auch unglaublich nervt ist diese absurde, falsche Lagerbildung.
Bist du ein guter Europäer, dann musst Du für weitere “Hilfspakete” sein.
Bist Du ein rechter Nationalist, dann skandierst Du “unser Geld für uns`re Leut”, beschimpfst die Griechen (Arbeitsmoral, etc.) und lehnst “Hilfspakete” ab.

Ich beziehe eine dritte Position.
Ich möchte die Griechen so rasch als möglich von einer niemals rückzahlbaren Schuldenlast befreien.
Ich möchte jene zur (finanziellen) Verantwortung ziehen, welche in Kenntnis des erhöhten Risikos geglaubt haben, höhere Renditen zu erzielen, da sie geglaubt haben,am Ende haftet ohnehin der Steuerzahler.
Die Griechen sollen den Lohn ihrer Konsolidierungbemühungen selbst erhalten.
Und ich möchte nicht, dass öffentlich Mittel über den Umweg “Griechenland” wieder auf den Konten spekulativ handelnder Geldgeber landen.

Schuldennachlass (“Ausgleich”) ist eine Errungenschaft, die einen Neubeginn ermöglicht.
Schuldennachlass zieht jene zur Verantwortung, die “spekuliert” haben.

Meine EU nennt diese Dinge beim Namen, und versucht erstmals etwas, was noch nie da war.

The Earth Is Full

Lesetip!!

“How many people lie on their death bed and say, ‘I wish I had worked harder or built more shareholder value,’ and how many say, ‘I wish I had gone to more ballgames, read more books to my kids, taken more walks?’ To do that, you need a growth model based on giving people more time to enjoy life, but with less stuff.”