Wer fährt Rad in Wien? Die Gebildeten und die Reichen

Wer fährt eigentlich in Wien mit dem Fahrrad?

Dazu interessante Grafiken.

Dies war zu erwarten, es lohnt aber trotzdem, darüber nachzudenken.
Je höher der Bildungsstand, desto (deutlich) höher die Radnutzung.
Besonders ausgeprägt: Akademiker/innen

Quelle dieser Grafiken: MA18, Beiträge zur Stadtentwicklung (K.Czasny, J. Gielge)

Aus folgender Grafik läßt sich zweierlei fragen:
Wieso fahren mehr Männer Rad?
und:
Was ist mit den unter 30-Jährigen los?

Dies jedoch ist überraschend:
Je höher das Einkommen desto (ebenso deutlich) höher die Radnutzung.

Warum ist das so?
Auto hat offenbar noch viel mehr mit Status zu tun, als allgemein vermutet wird.
So bitte es klingt, aber man muß es so aussprechen.
Wer eine gute Bildung hat, oder gut verdient, kann es sich leisten, nicht im Auto sein Ego zu stärken.
Da steht objektive Gewinn des Radelns ( Wohlbefinden, Kosten-Zeitersparnis, kein Ärger beim Parkplazsuchen, etc.) im Vordergrund.
Ist es allzu “political incorrect” diesen Schluß zu ziehen:
Wer arm bzw ungebildet ist, braucht das Auto als Egoersatz.
Oder gibts andere Ursachen.
Und v.a.
Welche Konsequenzen soll die Politik daraus ziehen?

96 Replies to “Wer fährt Rad in Wien? Die Gebildeten und die Reichen”

  1. Wohnort? Akademiker wohnen eher in Innenstadtnähe, daher eignet sich das Rad oft auch besser für bestimmte Wege. Wer auf geförderte Wohnungen zurückgreifen muss, muss oft weiter raus.
    Ich denk, dass bei der U30 Generation der gesundheitliche Aspekt keine so große Rolle spielt.

  2. Vielleicht erklärt sich das über den Umweg des Wohnortes. Wer mehr verdient, wohnt im Speckgürtel oder im Grünen, wo das Radfahren attraktiver ist – oder andererseits innerstädtisch, wo die Wege kürzer sind. Müsste man sich genauer ansehen.

    Allein am Ego sollte es imho nicht liegen – zumal in den präsentierten Zahlen nicht klar ist, ob Herr/Frau Bildungsbürger nicht auch noch ein Auto als Ego-Booster in der Garage stehen hat, während er/sie das Rad nutzt.

  3. Na ja. Die Korrelation zwischen dem Radfahreranteil und der Bildungrechtfertigt noch nicht die Aussage, dass die Leute öfter mit dem Rad fahren, *weil* sie eine bessere Bildung haben.
    Ich würde da mal sagen: wer gut verdient wohnt vielleicht eher in einer radfahrerfreundlichen Gegend.

  4. Das wirklich Überraschende ist … dass die Reichen aufs Rad steigen statt sich vom Chauffeur kutschieren zu lassen. *ggg*

    1. Vlt. werden die Reichen und PolitikerInnen bald Fahrrad fahrende Chaffeure haben? Sprich: Der/Die Reiche sitzt in einem Wagen, das vom Fahrrad fahrenden Chaffeur gezogen wird. Beispiel: Bundeskanzlerin Eva Glawischnig ist auf Staatsbesuch in Berlin. Sie sitzt in ihrem Wagen, der vom Fahrrad fahrenden Chaffeur gezogen wird. Sie wird ins Bundeskanzleramt in Berlin eingefahren. Hinter ihr und vor ihr fahren Polizisten auf dem Fahrrad.

  5. Hier ist der Link zur Studie:
    http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/pdf/b008110.pdf

    Neben den anderen, schon vorgebrachten Einwänden:

    1.) Nicht mit dem Rad zu fahren bedeutet nicht automatisch Auto zu fahren. Öffis und zu Fuß bleiben als Alternativen übrig.

    2.) Es handelt sich um Selbsteinschätzung und das spiegelt häufig eher die Normen und Ideale einer Gesellschaft bzw. eines Milieus wieder, denn die Realität. Menschen lügen bei anonymen Umfragen.

    3.) Den größten Unterschied sehen wir beim Sommerradeln und die Fahrten zu Freizeitanlagen machen den höchsten Radfahranteil aus. Fitness ist eher bei Besserverdienern populär.

    4.) … unter anderem weil Büroarbeit und sonstige gut bezahlte Arbeit selten körperlich anstrengend ist.

    Zuguterletzt ist Ego-Bashing kontrproduktiv, fruchtlos und antihumanistisch. Selbstwertgefühl, Status, Anerkennung usw. spielen für Menschen nun einmal eine wichtige emotionale Rolle. Für Geringverdiener sind Autos aufgrund der Kosten praktisch automatisch ein Statussymbol.

    Der Begriff “Ego-Ersatz” ergibt überhaupt keinen Sinn. Autos sind genauso viel oder wenig “Ego-Ersatz”, wie Theaterbesuche, ausgedehnte und häufige Auslandsaufenthalte, zeitintensiver Sonderlifestyle oder Freitag Taschen.

  6. Um in Wien Rad zu fahren, braucht man 2 Tonnen Selbstbewusstsein, … und die absoluten Underdogs brauchen einen Bayrischen Migranten-Wagen.

    Was ich viel eher thematisieren würde:

    Warum radeln Leute, die längst schon den FührerInnenschein absolviert haben, die über 20, ja über 30 sind, so dermaßen dämlich (mit Ohrstöpseln, Handy am Ohr, bei rot über die Kreuzung, auf dem Gehsteig, mit Karacho an der Hausmauer entlang, drängen sich vor, …), wie man es bestenfalls 5-jährigen Kindern zubilligen würde ?

    Meine persönliche Vermutung: Weil sie als Kind (in dem Alter, wo man alles ausprobiert, auf die Schnauze fällt und die gröbsten Dummheiten danach bleiben lässt) nicht radeln durften, weil es ihre Eltern für zu gefährlich hielten.

  7. Ich bin 25 Jahre. Ich wohne seit 4 Jahren in Wien. Ich habe keine Führerschein und werde ihn wahrscheinlich auch nie machen — wozu??? Man braucht kein Auto! Ich fahre immer mit den Öffis. Warum fahre ich nicht mit dem Fahrrad, obwohl ich gerne würde? Weil ich mich mit den Fahrradwegen überhaupt nicht auskenne. Ich hatte bisher noch nie Zeit, mich mit dem Wiener Fahrradwegenetz auseinanderzusetzen (das ist keine Ausrede, ich hatte wirklich noch nie Zeit). Auf der Straße will ich nicht mit dem Fahrrad fahren — das macht mir Angst. Wenn ich einmal Zeit habe, mich mit dem Fahrradwegnetz auseinanderzusetzen und herausfinde, dass dieses gut ist, werde ich sicherlich bei Schönwetter und wenn es nicht kalt ist, mit dem Fahrrad fahren.

    1. Ich fahre “auf der Straße” seit ich 12 bin Zugegeben, das ist 39 Jahre her, und damals war kaum halb so viel Verkehr.
      Man muss lernen, sich zu behaupten. Selbstbewusst und unübersehbar sein.
      In der Mitte der Fahrspur fahren – und nicht an der Parkspur entlang schleichen, und hoffen, dass keine Tür aufgeht, keiner ausparkt, keiner knapp überholt (weil in der Fahrspur noch Platz zum Vorbeiquetschen ist) !

      Das lernt man nicht auf dem Radweg und schon gar nicht auf dem Gehsteig, den die “Generation Radweg” als Radwegsurrogat betrachtet !

      Also: Du bist physisch im besten Alter, ab ins Wasser !

  8. “Ego stärken” klingt mir auch zu sehr nach Klischee In den Kommentaren gab es bereits ein paar interessante Einwände, weitere zwei Punkte:

    Wer mit dem Geld gerade so auskommt wird sich die Investition in ein brauchbares Rad tendenziell weniger leisten können. Daher ist es schade dass offenbar nur der Radfahr-Anteil ermittelt wurde, nicht der Modal-Split als ganzes. Es wäre zu vermuten dass sich in den unteren Einkommensschichten die Verhältnisse eher zu den öffentlichen Verkehrsmitteln verschieben als zum Auto.

    Neben der Attraktivität des Wohnortes für das Fahrrad sollte man auch den Arbeitsort nicht vergessen. Mit steigenden Einkommen steigt die Wahrscheinlichkeit dass man in einem Büro im Zentrum arbeitet, was das Radfahren attraktiv macht. Um ein anderes Klischeebild zu verwenden: Von der Grossfeldsiedlung zum Industriegebiet Inzersdorf wird wohl kaum jemand mit dem Rad fahren. Und nicht weil er sich um sein Ego sorgen macht.

  9. Wie schon gesagt wurde haben da wohl Wohnort-Bildung/Einkommen Korrelationen durchgeschlagen.

    Unabhaengig von den ergebnissen dieser Studie braucht es mehr Fahrradwege und dort wo es schon welche gibt braucht es oft bessere (sichtbarere) Radwege (Radfahrer werden viel zu oft hinter parkenden Autos versteckt) und bessere Autofahrer.

  10. an cyote: Ich habe keinen Führerschein. Deshalb kenne ich die Regeln des Verkehrs nur mangelhaft. Deshalb fahre ich auch nicht mit dem Fahrrad auf der Straße. Ich bin ja nicht lebensmüde. Ich habe momentan keine Zeit, den Führerschein zu machen. Sage nicht, dass das eine Ausrede ist. Wie du sicher weißt, sind zwei Dinge auf der Welt sehr begrenzt: Zeit und Geld. Man muss sich seine Zeit und sein Geld einteilen. Man hat nicht für alles Zeit und Geld — auch nicht für alles, was für die Welt gut ist.

    1. Ein Führerschein impliziert noch lange nicht die Kenntnis der Verkehrsregeln. Merkt man als Radfahrer jeden Tag – einmal wird einem der Vorrang genommen, dann wieder zu knapp überholt und steht das Auto, dann doch am besten auf einer Radfahranlage.

    2. Ich hatte mit 12 auch keinen Führerschein… fuhr mit 15, 16, 17, 18 nach der Schule Spritztouren bis 80 km – über alle Steigungen, die zwischen Kahlenberg und Wiental zu finden waren.
      Solo. Mit 2 Ersatzreifen, Rahmenpumpe, ein paar Bananen, Dextro Energen, 1 Trinkflasche.
      Handy gab es damals nicht.

      Und ich lebe und fahre immer noch – hab mich mit dem Rad nie ernstlich verletzt.
      Werden ca. 150 000 – 200 000 km sein.

      Das, was du zum Radfahren “auf der Straße” wissen musst, das kann dir meine 13-jährige Tochter auch sagen.

  11. studie ich würde mal bei den jungen frauen den zusammenhang dresscode und radbenutzung ins gefecht werfen – mit high heels oder Frauenzeugs radelt es sich nur beschränkt gut – ui, jetzt steh ich sicher tief im Fettnapf. Aber im Ernst – ich bin, als ich in Wien gewohnt habe, öfters aus Kleidungs-Gründen nicht mit dem Radl gefahren.
    aber im Ernst – viele Frauen kaufen am Weg von oder zur Arbeit noch ein oder bringen die Kinder in Schule oder Kindergarten, das geht auch nicht immer mit dem rad. Klar das klingt nach Klischee, aber leider ist das noch sehr oft eher für Männer als für Frauen Alltag.
    und zum Winter: der beissende wiener eiswind machts auch oft nicht ganz leicht.

    1. Also Einkaufen sollte kein Problem sein. Rucksack und fertig. Ich geh dann aber auch lieber zu Fuß.
      Aber das mit dem Dresscode stimmt schon. Die Alltagsradler-Frauen, die ich so kenne, lassen sich ihre Füße nicht von High-Heels ruinieren.

    2. Ich bin mir relativ sicher keine Frau zu sein … bringe meine (mittlere) Tochter in den Kindergarten – per Rad (wir radeln beide, früher fuhr sie mit Laufrad oder Scooter),
      fahre am Samstag zum Markt Biofutter einkaufen (Packtaschen).
      Und ich fahre auch in die Arbeit mit dem Rad – im Radoutfit (wir haben eine Dusche & Umkleide & Fahrradabstellraum).

      Ach ja: Es soll Leute geben, die deswegen mit dem Auto fahren, weil sie “gesackelt” arbeiten müssen. Und deshalb muss auch die Klimaanlage laufen, damit sie im Sakko nicht schwitzen.
      Mal ehrlich: Hat eine Menschheit, die ihre Prioritäten nicht ordnen kann, überhaupt eine Daseinsberechtigung ?

      PS: War es nicht – Anfang des 20. Jahrhunderts – das Fahrrad, das es Frauen erstmals gestattet hat, Hosen zu tragen ?

  12. umso mehr ich nachdenke umso weniger verstehe ich die einkommensgrafik. was soll das haushaltsnettoeinkommen (also das gesamteinkommen des haushalts in dem ich lebe, oder?) uns in dem zusammenhang bitte erzählen? vielleicht zB, dass halbwüchsige, die in familien leben, deren haushaltsnettoeinkommen etwas über dem haushaltsnettoeinkommen von singlehaushalten liegt öftermal mit dem rad fahren? dass sich mehrkindfamilien keine autos leisten können? dass das eine auto für den weg in die arbeit verwendet wird und der zuhausebleibende elternteil mit dem fahrrad einkaufen fahren muss? fragen über fragen.

    ich fürchte, der zusammenhang ist bei licht betrachtet völlig unbrauchbar…

  13. Die GEBILDETEN und REICHEN sollen nach Möglichkeit auch mal Rad fahren lernen.
    Ich, ungebildet – dafür reiche Eltern – weiß jetzt warum ich in Wien nicht mit dem Rad fahre.
    Danke dafür Herr C.

  14. 123 Schön und gut die GRafiken, aber eine Grafik fehlt hier … wie siehts mit der Autonutzung aus?

    Es is leicht zu sagen “ey, dumme menschen fahren auto, Kluge fahren Rad” oder “Haushalte mit wenig geld fahren weniger Rad als Haushalte mit mehr einkommen” ..

    Ist euch evtl in den Sinn gekommen das zB die Haushalte mit dem Nettoeinkommen bis 800 Euro auch kein Auto haben? Das die sich zB weder Rad noch auto leisten können? Wo ist die Statistik dazu wieviele von den Reichen und Klugen radlern AUCH auto fahren?

    Grade die Leute mit einkommengrenzen jenseits der 3000 Euro haben kein Problem sowohl Rad als auch Auto zu fahren.

    NUr so dahingestellt ist diese Statistik blanke Verhetzung!

    Mfg

    1. Es liegt im Wesen der Jugend, … dass man den Kontakt zu ihr verliert !
      (Nennt sich Pubertät)
      Ihre Eltern können Ihnen das sicher bestätigen.

      PS: Die Stützräder sollte man eigentlich schon mit 4 Jahren nicht mehr brauchen.

  15. Es ehrt die Kommentarschreiber hier… …dass sie sämtlich die politisch korrekte Position einnehmen und das Nicht-Radeln der “Armen” auf Faktoren wie Wohnort, Arbeitsort usw. zurückführen.

    Aber, auch wenn wir’s nicht wahr haben wollen und wenn’s unerhört klingt: es ist nun mal tatsächlich so, dass “arme” und “ungebildete” Menschen sich auch (AUCH! also unter anderem!) aus Image-Gründen nicht aufs Rad setzen.

    Ich bin viel mit dem Rad unterwegs, und habe mit allen möglichen Leuten zu tun. Und so Blödheiten wie “Kannst dir kein Auto leisten?” hör ich NUR von “armen” Menschen. Genauso wie ich den Eindruck habe, dass bei “armen” Leuten das Auto als Statussymbol viel viel wichtiger ist (ja, auch bei den “Reichen” gibt es viele, die das Auto als Statussymbol brauchen, Jaguar-Fahrer und Konsorten. Aber dermaßen mehrheitsfähig ist so eine Einstellung bei den “Reichen” sicher nicht.) Besonders bei jungen Menschen ist das eklatant: kein Student würde sich ein Auto zum Angeben kaufen – während das bei Lehrlingen gang und gäbe ist. Abwertende Bezeichnungen wie “Sandlertaxi” fürs Fahrrad habe ich immer nur von “armen” Leuten gehört.

    Fazit: ob ihr’s hören wollt oder nicht – “arme” Menschen meiden auch deshalb das Rad, weil sie Angst haben, sie könnten dadurch “arm” erscheinen.

    Problem ist das aber trotzdem keins, meine ich. So wie viele andere Sachen, z.B. Mitarbeit des Mannes in Haushalt und Kindererziehung, erst in der gebildeten “Elite” einsetzen und dann nach und nach mehrheitsfähig werden, wird das Gleiche beim Radeln passieren. Wenn die “Armen” realisieren, dass die “Reichen” das Auto gar nicht mehr als Statussymbol verwenden, wird es auch für sie selbst uninteressant. Und wenn’s in Österreich dann auch mal so weit ist, dass Manager, Politiker, TV-Stars usw. ganz selbstverständlich das Radl als Alltag-Verkehrsmittel verwenden (und nicht nur für Sonntagsfotos aufs Rad steigen), dann werden auch die “Armen” ganz selbstverständlich Rad fahren.

    1. Interessant schon die Sprachkategorien: “arm” vs. “reich”. Früher sprach man noch munter von Proletariat und Bourgeoisie. Tempi passati.

      Ich würde auch einiges so interpretieren wie Grutu, ohne die Fakten näher zu kennen als es der Beitrag oben erlaubt. Mit der Ausnahme, dass ich annehme, die “Armen” benutzen ihr Auto ganz autonom als Statussymbol. Es ist ihnen Wurscht was die *Reichen” machen. Davon haben sie eh keine Ahnung. Es sind die Autobauer und ihre Medien, die “Auto-Emocion” und derlei Scheiß den “Armen” aufdrängen. Und die zeigen halt noch Emotionen. Versucht mal den “Armen” das Fahrradfahren mit einem Statusgewinn (“wie die Reichen, blabla) schmackhaft zu machen. Da gibt’s Haue. Und der Golf wird gleich nochmal getunt.

      Also gar nix “selbstverständlich Rad fahren”. Das ist das Letzte, was das Proletariat tun wird.

  16. Fahrradfahrer brauchen dringend eigene Highwaystraßen durch ganz Wien.
    Man nimmt dazu am besten Nebenfahrbahnen und macht die Durchfahrt nur mehr für Radfahrer, öffentlichen Verkehr, Einsatzkraftfahrzeuge, Lieferverkehr und Anrainer mit Auto zugänglich. + Eine 30er Zone durch diese Straßen. +Parkplätze reduzieren oder streichen, wenn notwendig. So reduziert sich der Verkehr in diesen Straßen massiv, und der Radfahrer hat seinen Highway.
    Zusätzlich müsste man Schrägparkplätze entfernen, da sie nur Gefahren bergen.

    Das wäre auch in Wien machbar und würde den Radverkehr massiv fördern.

    1. Rad-Highways an neuen Trassen anlegen z.B. an Eisenbahntrassen, U-Bahntrassen, Autobahntrassen, an Brücken anhängen.

      Warum gibt es an der oberirdischen U2-Trasse in Transdanubien keinen angehängten Rad-Highway ? Haben die Grünen das Thema vorgebracht ?

    2. wir brauchen KEIEN Highways… da jeder “normal” Radfahrer JEDE Straße benützen kann. So einfach ist das ….

  17. Gefährlich Autofahren als Egoersatz (was soll das Wort Egoersatz genau bedeuten?) — Eine sehr gefährliche Argumentation, wie ich finde. Es kommt ja wohl sehr stark darauf an, wo man wohnt, würde ich sagen. Natürlich kann ich, wenn ich im 5. Bezirk wohne, locker auf die TU per Fahrrad fahren. Nicht mehr ganz so toll ist die zB. Ausgangssituation vom 19. in den 11.

    Die Wiener Radnetzpolitik ist lächerlich. Man rühmt sich bei 500m langen Radstreifen gegen Einbahnen, die dann im Nirvana enden.
    Verwechseln Sie bitte Autofahren als Egoersatz nicht mit Autofahren aus Bequemlichkeit. Wer wirklich schon mal in Radfahrerfreundlichen Gegenden war (Kopenhagen zB.!) kann nachvollziehen, dass die Wiener lieber ins Auto steigen. Ganz einfach.

  18. Ist es allzu “political incorrect” diesen Schluß zu ziehen ?
    ja.

    ich mein, wie abgehoben kann ma eigentlich sein?

    so, ich setz mich jetzt in meinen aufgemotzten honda und fahr innenbezirk-bobos erschrecken.

  19. gefragt – geantwortet – reaktion? CC bitte auch auf die vielen kommentare eingehen. wurde neulich öfters genannt, dass feedback auf kommentare sehr wünschenswert wäre, um den blog lebendig und interessant zu halten.

    1. @gefragt-geantwortet Jetzt muß-möchte ich paar Zeilen dazu verwenden, was ich persönlich mit diesem Blog leisten kann, und was nicht.
      Oft werde ich gefragt: “Sag, wie machst Du das alles zeitlich, noch dazu mit Deinem blog”.
      Meine Antwort. Mein Blog geht deswegen leicht zusätzlich, weil es nur paar Stunden pro Woche sind.
      Da stell ich Ideen/Projekte zur Diskussion, und bekomm extrem viel feedback.
      Ergo:
      Ich lese mit großem Interesse alle Kommentare.
      Nahezu alle bringen mich zum Nachdenken, mache verändern auch meine Position.
      Was aber v.a. zeitlich nicht geht:
      Breit und in der notwendigen Ausführlichkeit auf die Kommentare individuell zu antworten.
      Denn flapsig kurz wäre unangemessen, und in der notwendigen Ausführlichkeit geht es einfach zeitlich nicht.
      Das würde den Zeitaufwand vervielfachen.
      Drum mache ich es, wenn es mir wirklich notwendig erscheint (zum Beispiel jetzt), und bitte auch um Verständnis.
      Trotzdem: Ein bissl öfter wär schon gut-und das werd ich auch machen, die Zeit muß sein.
      Worum es mir geht.
      Hier soll die Kommunikation in den Kommentaren nicht primär zwischen einzlnen postern und mir laufen, sondern auch eine Diskussion unter Euch.
      Und ehrlich ein weiteres Mal geschrieben:
      Bin auch im 5. Jahr ganz begeistert vom Niveau der Debatte.
      Und weiss auch, daß Eure Postings sehr breit gelesen werden.
      Von sehr vielen Menschen.
      So und jetzt zu meinem obigen Posting.
      Ja der Titel und meine These ist frech, gewagt, und provokant.
      Jder Wahlkampfstratege hätt mir abgeraten.
      Ich hätte das im Fernsehn, oder bei einem Interview auch so nie gesagt.
      Trotzdem:
      Ich möchte mit einer gewissen Geisteskälte auch Zusammenhänge denken dürfen – und hier zur Diskussion und auch zum Widerspruch bereitstellen, um etwas zu lernen.
      Dafür hab ich diesen blog!
      Und wenn mich jetzt manche für versnobt, abgehoben, präpotent, odergar nicht wählbar halten, dann ist das ein Preis, der zu zahlen ist.
      Was für mich lebendige Demokratie heisst:
      Zusammenhänge denken, auch wenn sie nicht ins Schema passen.
      Und da war der Zusamenhang zwischen Einkommen und Radnutzung einer, der mir auffiel, und wo ich wissen wollte: Warum?
      Waran leigt das.
      Was mich überrascht hat, wie sehr auch hier in “web 2.0” mache Reaktionen ganz ähnlich sind, wie auch sonst in der Politik.

      Was dazu führt, daß man nur in ideologischen Schützengräben sitzt und keinen Schritt weiterkommt.
      Warum der berechtigte und notwendige Widerspruch gleich mit dem Gestus der Empörung, und auch persönlichen Angiffen (ich halt das schon aus) geführt werden muß, das vesrteh ich nicht. (siehe dieses von Herrn Knapp: http://thomasknapp.at/warum-ich-nicht-gruen-waehle/

      OK, ist halt so, wird mich aber nicht dazu bringen, ab sofort eine Schere im Kopf in Betrieb zu nehmen

      Nur ein Satz zum Posting von Herrn Knapp.
      Warum jemand, der auf seinem Blog seit langem immer weider erklärt, daß die SPÖ “seine” Partei sei (was ja total OK ist), ausgerechnet jetzt auf mein Radlerposting mit diesem Titel “Warum ich nicht grün wähle” reagieren muß, ist genauso seriös, als wurde ich jetzt – bei aller Kritik an den Grünen – mit ebensolcher Empörung titeln.”Warum ich jetzt nicht SPÖ wähle”.
      Und das muß jetzt sein:
      Die Zustimmung der SPÖ zu diesen Fremdengesetzen, die zu den schärfsten und inhumansten in ganz Europa zählen, wiegt in meinem politischen Wertekanon bissl schwerer, als eine zugespitzte These, die zur Diskussion gestllt wurde.
      Lesenswert zu diesem Anlaßfall ist auch das:
      http://guensberg.wordpress.com/2010/07/05/die-kultur-des-politischen-bloggens-gelten-die-gleichen-masstabe-wie-bei-klassischen-medien/

      Man sieht: Antworten auf postings sind (von mir) nicht so leicht kurz zu halten.
      Aber: Sie werden jetzt öfter kommen.
      Und: danke fürs Einforden!

  20. was man nicht vergessen darf: auch ein rad kann ein status symbol sein. mit einem 200€ teuren klapprad in der arbeit aufzutauchen kommt weniger gut als mit dem 4000€ teuren super carbon bike.

    bezüglich der mann/frau-schere meine theorie: männern ist es entweder wurscht ob sie verschwitzt in die arbeit kommen oder sie sehen es fast als ein bisschen “heroisch” an während frauen da ein wenig feinfühliger/gschamiger sind.

  21. Ich denke das hat alles nichts mit Status zu tun. Nur weil man öfter Fahrrad fährt, heisst das noch lange nicht, dass man nicht trotzdem ein Auto besitzt. Die Studie, dass gebildete Leute über 30 weniger wahrscheinlich ein Auto BESITZEN (nicht nutzen) sind Sie uns noch schuldig. Außerdem spielt der Wohnort, wie schon mehrfach erwähnt eine wichitge Rolle.

  22. junge Rad fahrende ad “Was ist mit den unter 30-Jährigen los?”

    Dazu muss ich sagen, dass in meinem eigenen Bekanntenkreis aufgefallen ist,
    a) viele Wiener Rad fahren in Wien für zu gefährlich, unmöglich, langsam und unbequem halten während
    b) die meisten meiner zugezogenen Freunde (Frauen vom Land, die meisten) gern und viel Rad fahren, weil sicher, schnell und billig.

    Ich glaub daher, dass viel Bequemlichkeit und Angewohnheit zu tun. Wer ein super öffentliches Verkehrsnetz hat, wenn er aufwächst (oder immer mit dem Auto zur Schule chauffiert wird), probiert das Fahrrad nach der Kindheit gar nicht mehr aus. Fährt weiter öffentlich, oder steigt auf das “schnelle” und “bequeme” Auto um.

    1. Die Folgen des Gehsteigraubes … Radfahren lernt man ab etwa 4 Jahren, das war bei mir in den frühen 60er – Jahren. Bei den heute 30-jährigen wäre das etwa ab Mitte der 1980er.

      Und wo kann / darf ein Kind Radfahren ? In den Wohnanlagen ist es verboten (wie so ziemlich alles, was Kinder tun), die Straßen gehören den Autos, folglich bleibt: Der Gehsteig (und der Park, sofern nicht zum Hundeklo zweckentfremdet) !

      Und genau hier hat der massivste Lebensraum – Raub in Wien statt gefunden:
      Gehsteige wurden zunehmend verparkt, teils illegal und nachträglich legalisiert.
      Besonders seit der Ära Svihalek (“Schrägparkoffensive”) wurden Gehsteige auch baulich verschmälert. Allen Lippenbekentnissen zum Klimaschutz zum Trotz geht das Umwandeln von Gehsteig in Parkraum weiter voran, Gehsteige werden bis unter 2m Restbreite verschmälert – KLIP und Masterplan Verkehr zum Trotz.

      Ich hatte als Kind noch jede Menge Platz auf dem Gehsteig, konnte im Volksschulalter autonom um die Häuserblöcke der Umgebung kreisen, ab 12 mit der Graziella (3-Gang – Klapprad) die Johann-Staud – Straße bezwingen und ab 14 mit dem Rennrad das Umland von Wien erkunden.

      Ich hatte als Halbwüchsiger mehr Raderfahrung und Verkehrsreife als die meisten “unter 30 – jährigen”, die ich heute sehe.
      Übrigens: Dort, wo zu meiner Zeit der gut genutzte Fahrradabstellplatz des BG16 Maroltingergasse war, parkt jetzt ein Wohnmobil (in den “Pflichtstellplatz” der Schulwartwohnung umgewandelt ?).

      Ich vermisse auch von den Grünen jegliches Eintreten für den Verkehrslebensraum der Kinder – nein, ein 1,20m breiter Mehrzwangstreifen auf einer Hauptstraße ist kein Platz, auf dem ein 4-jähriges Kind Radfahren kann !

    2. Ich kann coyote nur ausdrücklich und laut zustimmen, besonders

      “Und wo kann / darf ein Kind Radfahren ? In den Wohnanlagen ist es verboten (wie so ziemlich alles, was Kinder tun), die Straßen gehören den Autos, folglich bleibt: Der Gehsteig (und der Park, sofern nicht zum Hundeklo zweckentfremdet)!”

      Wien ist durchsetzt von Verboten, ich merke das jetzt wieder besonders stark, weil ich Kinder im betroffenen Alter habe. Und besonders stimme ich auch zu

      “Ich vermisse auch von den Grünen jegliches Eintreten für den Verkehrslebensraum der Kinder – nein, ein 1,20m breiter Mehrzwangstreifen auf einer Hauptstraße ist kein Platz, auf dem ein 4-jähriges Kind Radfahren kann!”

      “Radpolitik” ist dort wo sie existiert nach meiner Wahrnehmung reine Erwachsenenpolitik.

      Möchte das noch um einen weiteres Beispiel ergänzen, ich wohne nahe dem Donaukanal im 20. Man sollte meinen, das sei eh recht ideal. Ist es aber nicht, es ist lebensgefährlich mit relativ kleinen Kindern (unter 8), weil der Streifen von erwachsenen Radfahrern, Inlineskatern und Läufern völlig besetzt ist. Wenn ein Kind mit Rad dort eine unsichere Bewegung macht oder umdrehen will, wird es niedergemäht.

    3. Überall dort wo Erwachsene Radfahren ist es für Kinder “lebensgefährlich”. Diese “Kopf runter, Jan Ulrich Verschnitte” sind eben an Kinder nicht gewöhnt und glauben, daß die Kinder (vor lauter Ehrfurcht?) sofort auf die Seite springen.

      Ob das die “Reichen und Gebildeten” kennzeichnet, die der Herr Chorherr kennt, weiß ich aber nicht 😉

    4. Die Jan Ulrich Verschnitte die ca. halb so schnell fahren, wie die Schuhmacher-Verschnitte, würden meistens eh gern auf der Straße fahren. Dann hätten Leute, die es gemütlicher angehen wollen, auf dem Radweg (wenns denn ein richtiger ist) auch ihre Ruhe.
      Es gibt durchaus Orte, wo man mit Kindern radfahren kann, Donauinsel, Prater, Liesingradweg usw.

      Die allgemeine Kinderunfreundlichkeit in Wien ist aber auch ein großer Grund für die Stadtflucht. Für Landmenschen siehts meistens so aus: Kindheit am Land oder in der Kleinstadt, Studium und erste Arbeitsjahre in der Großstadt, sobald eigene Kinder da sind entweder Nobelbezirk oder wieder raus aufs Land. Auch wenns nicht optimal ist, aber verstehen kann ichs.

    5. Die “Jan Ulrich Verschnitte” kenne ich vor allem von der Donauinsel, leider. Prater und Liesingradweg kenne ich nicht, nicht mein Revier 😉 Dafür die Donauinsel und den Donauradweg, dort treten die eben in Massen auf 🙁 Da denke ich oft über die Nummerschilder für Radfahrer nach, dort kann ich diese Forderung verstehen.

  23. Naja… Es tut mir leid, aber die Dir scheinbar zwingende Schlußfolgeurng, die mit ihrer political incorrectness kokettiert, scheint mir nicht nur irrig (die Schlußfolgerung läßt sich aus den Angaben nicht direkt ableiten; Fragen zu den Motiven – auch der Autofahrer – wären da hilfreicher), sondern typisch für einen Dünkel, den die Besser Verdienenden und “Gebildeten” recht gern an den Tag legen. Vermutlich kommt der Rückschluß auf die Mentalität der geinger Gebildeten sogar nur dann in den Sinn, wenn man bereits vorab ein Urteil über diese gefällt hat.

    Der Grund meines Einwands: ich kenne die Wiener Situation zwar nicht und kann nur meine Berliner Beobachtungen übertragen; allerdings zeigen diese, daß Radfahrer grundsätzlich die rücksichtslosesten Verkehrsteilnehmer sind udn Fußgänger weitaus stärker gefährden als Autofahrer. Daß auch trotz vorhandener, gut ausgebauter Radwege prinzipiell auf dem Bürgersteig gerast wird, Fußgänger ohne zu Klingeln nur mit einer Handbreit Abstand von hinten passiert werden etc. gehört beinahe zum Alltag, und potentiell lebensbedrohlichen Situationen bin ich mehr als nur einmal nur mit Glück entgangen. Die Radfahrer selbst treten jeder Kritik – und auch Fußgängern und Benutzern der Öffentlichen – dabei prinzipiell mit dem Gestus gegenüber, die besseren Menschen und daher zu allem berechtigt zu sein, und behandeln andere Verkehrsteilnehmer mit beben jener Verachtung, die bei den sich gern für tolerant und aufgeklärt haltenden Schichten üblich ist. Auch die Beobachtung dieses sehr aristokratenhaften Dünkels bei vielen anderen Gelegenheiten trägt dazu bei, daß mir die Schlußfolgerung eher so mitiviert scheint (zur Info: ja, ich verfüge über akademische Bildung, nein, ich fahre nicht Rad, sondern Bus und Bahn, und zu guter Letzt: ich unterhalre mich mit anderen Gebildeten *und* mit “Proleten”, was vielleicht eine andere Sichtweise bedingt 😉

    Dessen unbenommen: die von anderen Kommentatoren vorgetragenen, sehr schalichen Einwände scheinen mir durchaus näher an der Realität zu liegen.

    1. Das Gehsteigradeln muss man halt abdrehn. Die Leute sind aber die gleichen unfreundlichen Kotzbrocken, egal welches Verkehrsmittel sie benutzen. Pro Gehsteigradler gibts zumindest in Wien drei Radwegspazierer.

    2. …gibt’s da Unterschiede zwischen Wien und Berlin. Radwegspazieren würde ich hier schon aufgrund der Lebensgefahr nicht empfehlen. 😉

      Wobei das Verhalten der Radler weniger mein Kritikpunkt ist als der Umstand, daß Nicht-Radfahrern quasi als zwingender, sich aufdrängender Schluß aus der Studie (die dazu ja gar nichts hergibt) ein minderwertigkeitskomplexbedingter Persönlichkeitsdefekt aufgrund ihres niedrigen sozialen Status unterstellt wird, quasi nach dem Motto: arm = blöd = Macke. Man könnte ja auch andere mögliche Schlußfolgerungen bedenken: so ergibt sich aus der Studie ebenfalls nicht unmittelbar, ob die wohlhabenden mit den gebildeten, und die weniger wohlhabenden mit den ungebildeten Befragten deckungsgleich sind; man könnte – wenn man wollte – aber durchaus auch kritisch anmerken, daß offenbar Bildungschancen immer noch viel zu sehr vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Auch dies ließe sich – selbst wenn es zutrifft – anhand dieser konkreten Studie nicht unmittelbar belegen; für Rückschlüsse auf Charakterdefizite oder Persönlichkeitsdefekte von Personen mit niedrigem sozialen Status gilt das aber ebenso (nur kann man bei letzterer Deutung der Studie kokett mit dem Fähnchen der politischen Unkorrektheit wedeln). Überdies sind solche psychologischen Schnellschüsse aus der Hüfte in beide Richtungen möglich: da Radfahren in der autoverseuchten Großstadt ja gefährlich ist, könnte man mit ebenso viel Recht behaupten, Radfahrer suchten bewußt das Risiko oder benötigten für ihr Ego die Pose des gefährdeten Märtyrers (um Mißverständnisse zu vermeiden: meiner eigenen Meinung nach gehören Fahrzeuge, die von fossilen Brennstoffen angetrieben werden, eher heute als morgen durch umweltfreundlichere und weniger zur Raserei ermutigende Vehikel ersetzt).

  24. Das Auto ein Statussymbol? Wenn die “Reichen” mit dem Rad unterwegs sind, wie kann dann das Auto ein “Statussysmbol” sein? Wenn es ein Symbol wäre, dann doch nur mehr ein “arme Leute Symbol”. Schau her, ich bin arm, ich muß mit dem Auto fahren.

    Oder zieht da wer die falschen Schlüsse aus unvollständigen Angaben?
    Z.B.:
    – Anteil der Befragten die für mindestens 1 Wegezweck hauptsächlich das Fahrrad benützen. – Wieviel “Wegezwecke” haben denn die? Für einen das Fahrrad und die anderen 10?

    Welche Konsequenzen die Politik daraus ziehen soll? Vielleicht einmal ganz einfach eine gründliche “IstZustandErhebung? Dann einmal die Frage stellen, was der Bürger eigentlich braucht?

  25. Tolle Studie, vorallem sehr aussagekräftig. Typisch Chorherr = Leute an der Nase herumführen ….. Warum sind den in Josefstadt die meisten SUV zugelassen? Da fährt es sich dann leicht mit dem Rad wenn man keine weiten Wege hat.

  26. Tolle Studie, vorallem sehr aussagekräftig. Typisch Chorherr = Leute an der Nase herumführen ….. Warum sind den in Josefstadt die meisten SUV zugelassen? Da fährt es sich dann leicht mit dem Rad wenn man keine weiten Wege hat.

  27. Wohnort? Akademiker wohnen eher in Innenstadtnähe, daher eignet sich das Rad oft auch besser für bestimmte Wege. Wer auf geförderte Wohnungen zurückgreifen muss, muss oft weiter raus.
    Ich denk, dass bei der U30 Generation der gesundheitliche Aspekt keine so große Rolle spielt.

  28. Vielleicht erklärt sich das über den Umweg des Wohnortes. Wer mehr verdient, wohnt im Speckgürtel oder im Grünen, wo das Radfahren attraktiver ist – oder andererseits innerstädtisch, wo die Wege kürzer sind. Müsste man sich genauer ansehen.

    Allein am Ego sollte es imho nicht liegen – zumal in den präsentierten Zahlen nicht klar ist, ob Herr/Frau Bildungsbürger nicht auch noch ein Auto als Ego-Booster in der Garage stehen hat, während er/sie das Rad nutzt.

  29. Na ja. Die Korrelation zwischen dem Radfahreranteil und der Bildungrechtfertigt noch nicht die Aussage, dass die Leute öfter mit dem Rad fahren, *weil* sie eine bessere Bildung haben.
    Ich würde da mal sagen: wer gut verdient wohnt vielleicht eher in einer radfahrerfreundlichen Gegend.

  30. Das wirklich Überraschende ist … dass die Reichen aufs Rad steigen statt sich vom Chauffeur kutschieren zu lassen. *ggg*

    1. Vlt. werden die Reichen und PolitikerInnen bald Fahrrad fahrende Chaffeure haben? Sprich: Der/Die Reiche sitzt in einem Wagen, das vom Fahrrad fahrenden Chaffeur gezogen wird. Beispiel: Bundeskanzlerin Eva Glawischnig ist auf Staatsbesuch in Berlin. Sie sitzt in ihrem Wagen, der vom Fahrrad fahrenden Chaffeur gezogen wird. Sie wird ins Bundeskanzleramt in Berlin eingefahren. Hinter ihr und vor ihr fahren Polizisten auf dem Fahrrad.

  31. Hier ist der Link zur Studie:
    http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/pdf/b008110.pdf

    Neben den anderen, schon vorgebrachten Einwänden:

    1.) Nicht mit dem Rad zu fahren bedeutet nicht automatisch Auto zu fahren. Öffis und zu Fuß bleiben als Alternativen übrig.

    2.) Es handelt sich um Selbsteinschätzung und das spiegelt häufig eher die Normen und Ideale einer Gesellschaft bzw. eines Milieus wieder, denn die Realität. Menschen lügen bei anonymen Umfragen.

    3.) Den größten Unterschied sehen wir beim Sommerradeln und die Fahrten zu Freizeitanlagen machen den höchsten Radfahranteil aus. Fitness ist eher bei Besserverdienern populär.

    4.) … unter anderem weil Büroarbeit und sonstige gut bezahlte Arbeit selten körperlich anstrengend ist.

    Zuguterletzt ist Ego-Bashing kontrproduktiv, fruchtlos und antihumanistisch. Selbstwertgefühl, Status, Anerkennung usw. spielen für Menschen nun einmal eine wichtige emotionale Rolle. Für Geringverdiener sind Autos aufgrund der Kosten praktisch automatisch ein Statussymbol.

    Der Begriff “Ego-Ersatz” ergibt überhaupt keinen Sinn. Autos sind genauso viel oder wenig “Ego-Ersatz”, wie Theaterbesuche, ausgedehnte und häufige Auslandsaufenthalte, zeitintensiver Sonderlifestyle oder Freitag Taschen.

  32. Um in Wien Rad zu fahren, braucht man 2 Tonnen Selbstbewusstsein, … und die absoluten Underdogs brauchen einen Bayrischen Migranten-Wagen.

    Was ich viel eher thematisieren würde:

    Warum radeln Leute, die längst schon den FührerInnenschein absolviert haben, die über 20, ja über 30 sind, so dermaßen dämlich (mit Ohrstöpseln, Handy am Ohr, bei rot über die Kreuzung, auf dem Gehsteig, mit Karacho an der Hausmauer entlang, drängen sich vor, …), wie man es bestenfalls 5-jährigen Kindern zubilligen würde ?

    Meine persönliche Vermutung: Weil sie als Kind (in dem Alter, wo man alles ausprobiert, auf die Schnauze fällt und die gröbsten Dummheiten danach bleiben lässt) nicht radeln durften, weil es ihre Eltern für zu gefährlich hielten.

  33. Ich bin 25 Jahre. Ich wohne seit 4 Jahren in Wien. Ich habe keine Führerschein und werde ihn wahrscheinlich auch nie machen — wozu??? Man braucht kein Auto! Ich fahre immer mit den Öffis. Warum fahre ich nicht mit dem Fahrrad, obwohl ich gerne würde? Weil ich mich mit den Fahrradwegen überhaupt nicht auskenne. Ich hatte bisher noch nie Zeit, mich mit dem Wiener Fahrradwegenetz auseinanderzusetzen (das ist keine Ausrede, ich hatte wirklich noch nie Zeit). Auf der Straße will ich nicht mit dem Fahrrad fahren — das macht mir Angst. Wenn ich einmal Zeit habe, mich mit dem Fahrradwegnetz auseinanderzusetzen und herausfinde, dass dieses gut ist, werde ich sicherlich bei Schönwetter und wenn es nicht kalt ist, mit dem Fahrrad fahren.

    1. Ich fahre “auf der Straße” seit ich 12 bin Zugegeben, das ist 39 Jahre her, und damals war kaum halb so viel Verkehr.
      Man muss lernen, sich zu behaupten. Selbstbewusst und unübersehbar sein.
      In der Mitte der Fahrspur fahren – und nicht an der Parkspur entlang schleichen, und hoffen, dass keine Tür aufgeht, keiner ausparkt, keiner knapp überholt (weil in der Fahrspur noch Platz zum Vorbeiquetschen ist) !

      Das lernt man nicht auf dem Radweg und schon gar nicht auf dem Gehsteig, den die “Generation Radweg” als Radwegsurrogat betrachtet !

      Also: Du bist physisch im besten Alter, ab ins Wasser !

  34. “Ego stärken” klingt mir auch zu sehr nach Klischee In den Kommentaren gab es bereits ein paar interessante Einwände, weitere zwei Punkte:

    Wer mit dem Geld gerade so auskommt wird sich die Investition in ein brauchbares Rad tendenziell weniger leisten können. Daher ist es schade dass offenbar nur der Radfahr-Anteil ermittelt wurde, nicht der Modal-Split als ganzes. Es wäre zu vermuten dass sich in den unteren Einkommensschichten die Verhältnisse eher zu den öffentlichen Verkehrsmitteln verschieben als zum Auto.

    Neben der Attraktivität des Wohnortes für das Fahrrad sollte man auch den Arbeitsort nicht vergessen. Mit steigenden Einkommen steigt die Wahrscheinlichkeit dass man in einem Büro im Zentrum arbeitet, was das Radfahren attraktiv macht. Um ein anderes Klischeebild zu verwenden: Von der Grossfeldsiedlung zum Industriegebiet Inzersdorf wird wohl kaum jemand mit dem Rad fahren. Und nicht weil er sich um sein Ego sorgen macht.

  35. Wie schon gesagt wurde haben da wohl Wohnort-Bildung/Einkommen Korrelationen durchgeschlagen.

    Unabhaengig von den ergebnissen dieser Studie braucht es mehr Fahrradwege und dort wo es schon welche gibt braucht es oft bessere (sichtbarere) Radwege (Radfahrer werden viel zu oft hinter parkenden Autos versteckt) und bessere Autofahrer.

  36. an cyote: Ich habe keinen Führerschein. Deshalb kenne ich die Regeln des Verkehrs nur mangelhaft. Deshalb fahre ich auch nicht mit dem Fahrrad auf der Straße. Ich bin ja nicht lebensmüde. Ich habe momentan keine Zeit, den Führerschein zu machen. Sage nicht, dass das eine Ausrede ist. Wie du sicher weißt, sind zwei Dinge auf der Welt sehr begrenzt: Zeit und Geld. Man muss sich seine Zeit und sein Geld einteilen. Man hat nicht für alles Zeit und Geld — auch nicht für alles, was für die Welt gut ist.

    1. Ein Führerschein impliziert noch lange nicht die Kenntnis der Verkehrsregeln. Merkt man als Radfahrer jeden Tag – einmal wird einem der Vorrang genommen, dann wieder zu knapp überholt und steht das Auto, dann doch am besten auf einer Radfahranlage.

    2. Ich hatte mit 12 auch keinen Führerschein… fuhr mit 15, 16, 17, 18 nach der Schule Spritztouren bis 80 km – über alle Steigungen, die zwischen Kahlenberg und Wiental zu finden waren.
      Solo. Mit 2 Ersatzreifen, Rahmenpumpe, ein paar Bananen, Dextro Energen, 1 Trinkflasche.
      Handy gab es damals nicht.

      Und ich lebe und fahre immer noch – hab mich mit dem Rad nie ernstlich verletzt.
      Werden ca. 150 000 – 200 000 km sein.

      Das, was du zum Radfahren “auf der Straße” wissen musst, das kann dir meine 13-jährige Tochter auch sagen.

  37. studie ich würde mal bei den jungen frauen den zusammenhang dresscode und radbenutzung ins gefecht werfen – mit high heels oder Frauenzeugs radelt es sich nur beschränkt gut – ui, jetzt steh ich sicher tief im Fettnapf. Aber im Ernst – ich bin, als ich in Wien gewohnt habe, öfters aus Kleidungs-Gründen nicht mit dem Radl gefahren.
    aber im Ernst – viele Frauen kaufen am Weg von oder zur Arbeit noch ein oder bringen die Kinder in Schule oder Kindergarten, das geht auch nicht immer mit dem rad. Klar das klingt nach Klischee, aber leider ist das noch sehr oft eher für Männer als für Frauen Alltag.
    und zum Winter: der beissende wiener eiswind machts auch oft nicht ganz leicht.

    1. Also Einkaufen sollte kein Problem sein. Rucksack und fertig. Ich geh dann aber auch lieber zu Fuß.
      Aber das mit dem Dresscode stimmt schon. Die Alltagsradler-Frauen, die ich so kenne, lassen sich ihre Füße nicht von High-Heels ruinieren.

    2. Ich bin mir relativ sicher keine Frau zu sein … bringe meine (mittlere) Tochter in den Kindergarten – per Rad (wir radeln beide, früher fuhr sie mit Laufrad oder Scooter),
      fahre am Samstag zum Markt Biofutter einkaufen (Packtaschen).
      Und ich fahre auch in die Arbeit mit dem Rad – im Radoutfit (wir haben eine Dusche & Umkleide & Fahrradabstellraum).

      Ach ja: Es soll Leute geben, die deswegen mit dem Auto fahren, weil sie “gesackelt” arbeiten müssen. Und deshalb muss auch die Klimaanlage laufen, damit sie im Sakko nicht schwitzen.
      Mal ehrlich: Hat eine Menschheit, die ihre Prioritäten nicht ordnen kann, überhaupt eine Daseinsberechtigung ?

      PS: War es nicht – Anfang des 20. Jahrhunderts – das Fahrrad, das es Frauen erstmals gestattet hat, Hosen zu tragen ?

  38. umso mehr ich nachdenke umso weniger verstehe ich die einkommensgrafik. was soll das haushaltsnettoeinkommen (also das gesamteinkommen des haushalts in dem ich lebe, oder?) uns in dem zusammenhang bitte erzählen? vielleicht zB, dass halbwüchsige, die in familien leben, deren haushaltsnettoeinkommen etwas über dem haushaltsnettoeinkommen von singlehaushalten liegt öftermal mit dem rad fahren? dass sich mehrkindfamilien keine autos leisten können? dass das eine auto für den weg in die arbeit verwendet wird und der zuhausebleibende elternteil mit dem fahrrad einkaufen fahren muss? fragen über fragen.

    ich fürchte, der zusammenhang ist bei licht betrachtet völlig unbrauchbar…

  39. Die GEBILDETEN und REICHEN sollen nach Möglichkeit auch mal Rad fahren lernen.
    Ich, ungebildet – dafür reiche Eltern – weiß jetzt warum ich in Wien nicht mit dem Rad fahre.
    Danke dafür Herr C.

  40. 123 Schön und gut die GRafiken, aber eine Grafik fehlt hier … wie siehts mit der Autonutzung aus?

    Es is leicht zu sagen “ey, dumme menschen fahren auto, Kluge fahren Rad” oder “Haushalte mit wenig geld fahren weniger Rad als Haushalte mit mehr einkommen” ..

    Ist euch evtl in den Sinn gekommen das zB die Haushalte mit dem Nettoeinkommen bis 800 Euro auch kein Auto haben? Das die sich zB weder Rad noch auto leisten können? Wo ist die Statistik dazu wieviele von den Reichen und Klugen radlern AUCH auto fahren?

    Grade die Leute mit einkommengrenzen jenseits der 3000 Euro haben kein Problem sowohl Rad als auch Auto zu fahren.

    NUr so dahingestellt ist diese Statistik blanke Verhetzung!

    Mfg

    1. Es liegt im Wesen der Jugend, … dass man den Kontakt zu ihr verliert !
      (Nennt sich Pubertät)
      Ihre Eltern können Ihnen das sicher bestätigen.

      PS: Die Stützräder sollte man eigentlich schon mit 4 Jahren nicht mehr brauchen.

  41. Es ehrt die Kommentarschreiber hier… …dass sie sämtlich die politisch korrekte Position einnehmen und das Nicht-Radeln der “Armen” auf Faktoren wie Wohnort, Arbeitsort usw. zurückführen.

    Aber, auch wenn wir’s nicht wahr haben wollen und wenn’s unerhört klingt: es ist nun mal tatsächlich so, dass “arme” und “ungebildete” Menschen sich auch (AUCH! also unter anderem!) aus Image-Gründen nicht aufs Rad setzen.

    Ich bin viel mit dem Rad unterwegs, und habe mit allen möglichen Leuten zu tun. Und so Blödheiten wie “Kannst dir kein Auto leisten?” hör ich NUR von “armen” Menschen. Genauso wie ich den Eindruck habe, dass bei “armen” Leuten das Auto als Statussymbol viel viel wichtiger ist (ja, auch bei den “Reichen” gibt es viele, die das Auto als Statussymbol brauchen, Jaguar-Fahrer und Konsorten. Aber dermaßen mehrheitsfähig ist so eine Einstellung bei den “Reichen” sicher nicht.) Besonders bei jungen Menschen ist das eklatant: kein Student würde sich ein Auto zum Angeben kaufen – während das bei Lehrlingen gang und gäbe ist. Abwertende Bezeichnungen wie “Sandlertaxi” fürs Fahrrad habe ich immer nur von “armen” Leuten gehört.

    Fazit: ob ihr’s hören wollt oder nicht – “arme” Menschen meiden auch deshalb das Rad, weil sie Angst haben, sie könnten dadurch “arm” erscheinen.

    Problem ist das aber trotzdem keins, meine ich. So wie viele andere Sachen, z.B. Mitarbeit des Mannes in Haushalt und Kindererziehung, erst in der gebildeten “Elite” einsetzen und dann nach und nach mehrheitsfähig werden, wird das Gleiche beim Radeln passieren. Wenn die “Armen” realisieren, dass die “Reichen” das Auto gar nicht mehr als Statussymbol verwenden, wird es auch für sie selbst uninteressant. Und wenn’s in Österreich dann auch mal so weit ist, dass Manager, Politiker, TV-Stars usw. ganz selbstverständlich das Radl als Alltag-Verkehrsmittel verwenden (und nicht nur für Sonntagsfotos aufs Rad steigen), dann werden auch die “Armen” ganz selbstverständlich Rad fahren.

    1. Interessant schon die Sprachkategorien: “arm” vs. “reich”. Früher sprach man noch munter von Proletariat und Bourgeoisie. Tempi passati.

      Ich würde auch einiges so interpretieren wie Grutu, ohne die Fakten näher zu kennen als es der Beitrag oben erlaubt. Mit der Ausnahme, dass ich annehme, die “Armen” benutzen ihr Auto ganz autonom als Statussymbol. Es ist ihnen Wurscht was die *Reichen” machen. Davon haben sie eh keine Ahnung. Es sind die Autobauer und ihre Medien, die “Auto-Emocion” und derlei Scheiß den “Armen” aufdrängen. Und die zeigen halt noch Emotionen. Versucht mal den “Armen” das Fahrradfahren mit einem Statusgewinn (“wie die Reichen, blabla) schmackhaft zu machen. Da gibt’s Haue. Und der Golf wird gleich nochmal getunt.

      Also gar nix “selbstverständlich Rad fahren”. Das ist das Letzte, was das Proletariat tun wird.

  42. Fahrradfahrer brauchen dringend eigene Highwaystraßen durch ganz Wien.
    Man nimmt dazu am besten Nebenfahrbahnen und macht die Durchfahrt nur mehr für Radfahrer, öffentlichen Verkehr, Einsatzkraftfahrzeuge, Lieferverkehr und Anrainer mit Auto zugänglich. + Eine 30er Zone durch diese Straßen. +Parkplätze reduzieren oder streichen, wenn notwendig. So reduziert sich der Verkehr in diesen Straßen massiv, und der Radfahrer hat seinen Highway.
    Zusätzlich müsste man Schrägparkplätze entfernen, da sie nur Gefahren bergen.

    Das wäre auch in Wien machbar und würde den Radverkehr massiv fördern.

    1. Rad-Highways an neuen Trassen anlegen z.B. an Eisenbahntrassen, U-Bahntrassen, Autobahntrassen, an Brücken anhängen.

      Warum gibt es an der oberirdischen U2-Trasse in Transdanubien keinen angehängten Rad-Highway ? Haben die Grünen das Thema vorgebracht ?

  43. Gefährlich Autofahren als Egoersatz (was soll das Wort Egoersatz genau bedeuten?) — Eine sehr gefährliche Argumentation, wie ich finde. Es kommt ja wohl sehr stark darauf an, wo man wohnt, würde ich sagen. Natürlich kann ich, wenn ich im 5. Bezirk wohne, locker auf die TU per Fahrrad fahren. Nicht mehr ganz so toll ist die zB. Ausgangssituation vom 19. in den 11.

    Die Wiener Radnetzpolitik ist lächerlich. Man rühmt sich bei 500m langen Radstreifen gegen Einbahnen, die dann im Nirvana enden.
    Verwechseln Sie bitte Autofahren als Egoersatz nicht mit Autofahren aus Bequemlichkeit. Wer wirklich schon mal in Radfahrerfreundlichen Gegenden war (Kopenhagen zB.!) kann nachvollziehen, dass die Wiener lieber ins Auto steigen. Ganz einfach.

  44. Ist es allzu “political incorrect” diesen Schluß zu ziehen ?
    ja.

    ich mein, wie abgehoben kann ma eigentlich sein?

    so, ich setz mich jetzt in meinen aufgemotzten honda und fahr innenbezirk-bobos erschrecken.

  45. gefragt – geantwortet – reaktion? CC bitte auch auf die vielen kommentare eingehen. wurde neulich öfters genannt, dass feedback auf kommentare sehr wünschenswert wäre, um den blog lebendig und interessant zu halten.

    1. @gefragt-geantwortet Jetzt muß-möchte ich paar Zeilen dazu verwenden, was ich persönlich mit diesem Blog leisten kann, und was nicht.
      Oft werde ich gefragt: “Sag, wie machst Du das alles zeitlich, noch dazu mit Deinem blog”.
      Meine Antwort. Mein Blog geht deswegen leicht zusätzlich, weil es nur paar Stunden pro Woche sind.
      Da stell ich Ideen/Projekte zur Diskussion, und bekomm extrem viel feedback.
      Ergo:
      Ich lese mit großem Interesse alle Kommentare.
      Nahezu alle bringen mich zum Nachdenken, mache verändern auch meine Position.
      Was aber v.a. zeitlich nicht geht:
      Breit und in der notwendigen Ausführlichkeit auf die Kommentare individuell zu antworten.
      Denn flapsig kurz wäre unangemessen, und in der notwendigen Ausführlichkeit geht es einfach zeitlich nicht.
      Das würde den Zeitaufwand vervielfachen.
      Drum mache ich es, wenn es mir wirklich notwendig erscheint (zum Beispiel jetzt), und bitte auch um Verständnis.
      Trotzdem: Ein bissl öfter wär schon gut-und das werd ich auch machen, die Zeit muß sein.
      Worum es mir geht.
      Hier soll die Kommunikation in den Kommentaren nicht primär zwischen einzlnen postern und mir laufen, sondern auch eine Diskussion unter Euch.
      Und ehrlich ein weiteres Mal geschrieben:
      Bin auch im 5. Jahr ganz begeistert vom Niveau der Debatte.
      Und weiss auch, daß Eure Postings sehr breit gelesen werden.
      Von sehr vielen Menschen.
      So und jetzt zu meinem obigen Posting.
      Ja der Titel und meine These ist frech, gewagt, und provokant.
      Jder Wahlkampfstratege hätt mir abgeraten.
      Ich hätte das im Fernsehn, oder bei einem Interview auch so nie gesagt.
      Trotzdem:
      Ich möchte mit einer gewissen Geisteskälte auch Zusammenhänge denken dürfen – und hier zur Diskussion und auch zum Widerspruch bereitstellen, um etwas zu lernen.
      Dafür hab ich diesen blog!
      Und wenn mich jetzt manche für versnobt, abgehoben, präpotent, odergar nicht wählbar halten, dann ist das ein Preis, der zu zahlen ist.
      Was für mich lebendige Demokratie heisst:
      Zusammenhänge denken, auch wenn sie nicht ins Schema passen.
      Und da war der Zusamenhang zwischen Einkommen und Radnutzung einer, der mir auffiel, und wo ich wissen wollte: Warum?
      Waran leigt das.
      Was mich überrascht hat, wie sehr auch hier in “web 2.0” mache Reaktionen ganz ähnlich sind, wie auch sonst in der Politik.

      Was dazu führt, daß man nur in ideologischen Schützengräben sitzt und keinen Schritt weiterkommt.
      Warum der berechtigte und notwendige Widerspruch gleich mit dem Gestus der Empörung, und auch persönlichen Angiffen (ich halt das schon aus) geführt werden muß, das vesrteh ich nicht. (siehe dieses von Herrn Knapp: http://thomasknapp.at/warum-ich-nicht-gruen-waehle/

      OK, ist halt so, wird mich aber nicht dazu bringen, ab sofort eine Schere im Kopf in Betrieb zu nehmen

      Nur ein Satz zum Posting von Herrn Knapp.
      Warum jemand, der auf seinem Blog seit langem immer weider erklärt, daß die SPÖ “seine” Partei sei (was ja total OK ist), ausgerechnet jetzt auf mein Radlerposting mit diesem Titel “Warum ich nicht grün wähle” reagieren muß, ist genauso seriös, als wurde ich jetzt – bei aller Kritik an den Grünen – mit ebensolcher Empörung titeln.”Warum ich jetzt nicht SPÖ wähle”.
      Und das muß jetzt sein:
      Die Zustimmung der SPÖ zu diesen Fremdengesetzen, die zu den schärfsten und inhumansten in ganz Europa zählen, wiegt in meinem politischen Wertekanon bissl schwerer, als eine zugespitzte These, die zur Diskussion gestllt wurde.
      Lesenswert zu diesem Anlaßfall ist auch das:
      http://guensberg.wordpress.com/2010/07/05/die-kultur-des-politischen-bloggens-gelten-die-gleichen-masstabe-wie-bei-klassischen-medien/

      Man sieht: Antworten auf postings sind (von mir) nicht so leicht kurz zu halten.
      Aber: Sie werden jetzt öfter kommen.
      Und: danke fürs Einforden!

  46. was man nicht vergessen darf: auch ein rad kann ein status symbol sein. mit einem 200€ teuren klapprad in der arbeit aufzutauchen kommt weniger gut als mit dem 4000€ teuren super carbon bike.

    bezüglich der mann/frau-schere meine theorie: männern ist es entweder wurscht ob sie verschwitzt in die arbeit kommen oder sie sehen es fast als ein bisschen “heroisch” an während frauen da ein wenig feinfühliger/gschamiger sind.

  47. Ich denke das hat alles nichts mit Status zu tun. Nur weil man öfter Fahrrad fährt, heisst das noch lange nicht, dass man nicht trotzdem ein Auto besitzt. Die Studie, dass gebildete Leute über 30 weniger wahrscheinlich ein Auto BESITZEN (nicht nutzen) sind Sie uns noch schuldig. Außerdem spielt der Wohnort, wie schon mehrfach erwähnt eine wichitge Rolle.

  48. junge Rad fahrende ad “Was ist mit den unter 30-Jährigen los?”

    Dazu muss ich sagen, dass in meinem eigenen Bekanntenkreis aufgefallen ist,
    a) viele Wiener Rad fahren in Wien für zu gefährlich, unmöglich, langsam und unbequem halten während
    b) die meisten meiner zugezogenen Freunde (Frauen vom Land, die meisten) gern und viel Rad fahren, weil sicher, schnell und billig.

    Ich glaub daher, dass viel Bequemlichkeit und Angewohnheit zu tun. Wer ein super öffentliches Verkehrsnetz hat, wenn er aufwächst (oder immer mit dem Auto zur Schule chauffiert wird), probiert das Fahrrad nach der Kindheit gar nicht mehr aus. Fährt weiter öffentlich, oder steigt auf das “schnelle” und “bequeme” Auto um.

    1. Die Folgen des Gehsteigraubes … Radfahren lernt man ab etwa 4 Jahren, das war bei mir in den frühen 60er – Jahren. Bei den heute 30-jährigen wäre das etwa ab Mitte der 1980er.

      Und wo kann / darf ein Kind Radfahren ? In den Wohnanlagen ist es verboten (wie so ziemlich alles, was Kinder tun), die Straßen gehören den Autos, folglich bleibt: Der Gehsteig (und der Park, sofern nicht zum Hundeklo zweckentfremdet) !

      Und genau hier hat der massivste Lebensraum – Raub in Wien statt gefunden:
      Gehsteige wurden zunehmend verparkt, teils illegal und nachträglich legalisiert.
      Besonders seit der Ära Svihalek (“Schrägparkoffensive”) wurden Gehsteige auch baulich verschmälert. Allen Lippenbekentnissen zum Klimaschutz zum Trotz geht das Umwandeln von Gehsteig in Parkraum weiter voran, Gehsteige werden bis unter 2m Restbreite verschmälert – KLIP und Masterplan Verkehr zum Trotz.

      Ich hatte als Kind noch jede Menge Platz auf dem Gehsteig, konnte im Volksschulalter autonom um die Häuserblöcke der Umgebung kreisen, ab 12 mit der Graziella (3-Gang – Klapprad) die Johann-Staud – Straße bezwingen und ab 14 mit dem Rennrad das Umland von Wien erkunden.

      Ich hatte als Halbwüchsiger mehr Raderfahrung und Verkehrsreife als die meisten “unter 30 – jährigen”, die ich heute sehe.
      Übrigens: Dort, wo zu meiner Zeit der gut genutzte Fahrradabstellplatz des BG16 Maroltingergasse war, parkt jetzt ein Wohnmobil (in den “Pflichtstellplatz” der Schulwartwohnung umgewandelt ?).

      Ich vermisse auch von den Grünen jegliches Eintreten für den Verkehrslebensraum der Kinder – nein, ein 1,20m breiter Mehrzwangstreifen auf einer Hauptstraße ist kein Platz, auf dem ein 4-jähriges Kind Radfahren kann !

    2. Ich kann coyote nur ausdrücklich und laut zustimmen, besonders

      “Und wo kann / darf ein Kind Radfahren ? In den Wohnanlagen ist es verboten (wie so ziemlich alles, was Kinder tun), die Straßen gehören den Autos, folglich bleibt: Der Gehsteig (und der Park, sofern nicht zum Hundeklo zweckentfremdet)!”

      Wien ist durchsetzt von Verboten, ich merke das jetzt wieder besonders stark, weil ich Kinder im betroffenen Alter habe. Und besonders stimme ich auch zu

      “Ich vermisse auch von den Grünen jegliches Eintreten für den Verkehrslebensraum der Kinder – nein, ein 1,20m breiter Mehrzwangstreifen auf einer Hauptstraße ist kein Platz, auf dem ein 4-jähriges Kind Radfahren kann!”

      “Radpolitik” ist dort wo sie existiert nach meiner Wahrnehmung reine Erwachsenenpolitik.

      Möchte das noch um einen weiteres Beispiel ergänzen, ich wohne nahe dem Donaukanal im 20. Man sollte meinen, das sei eh recht ideal. Ist es aber nicht, es ist lebensgefährlich mit relativ kleinen Kindern (unter 8), weil der Streifen von erwachsenen Radfahrern, Inlineskatern und Läufern völlig besetzt ist. Wenn ein Kind mit Rad dort eine unsichere Bewegung macht oder umdrehen will, wird es niedergemäht.

    3. Überall dort wo Erwachsene Radfahren ist es für Kinder “lebensgefährlich”. Diese “Kopf runter, Jan Ulrich Verschnitte” sind eben an Kinder nicht gewöhnt und glauben, daß die Kinder (vor lauter Ehrfurcht?) sofort auf die Seite springen.

      Ob das die “Reichen und Gebildeten” kennzeichnet, die der Herr Chorherr kennt, weiß ich aber nicht 😉

    4. Die Jan Ulrich Verschnitte die ca. halb so schnell fahren, wie die Schuhmacher-Verschnitte, würden meistens eh gern auf der Straße fahren. Dann hätten Leute, die es gemütlicher angehen wollen, auf dem Radweg (wenns denn ein richtiger ist) auch ihre Ruhe.
      Es gibt durchaus Orte, wo man mit Kindern radfahren kann, Donauinsel, Prater, Liesingradweg usw.

      Die allgemeine Kinderunfreundlichkeit in Wien ist aber auch ein großer Grund für die Stadtflucht. Für Landmenschen siehts meistens so aus: Kindheit am Land oder in der Kleinstadt, Studium und erste Arbeitsjahre in der Großstadt, sobald eigene Kinder da sind entweder Nobelbezirk oder wieder raus aufs Land. Auch wenns nicht optimal ist, aber verstehen kann ichs.

    5. Die “Jan Ulrich Verschnitte” kenne ich vor allem von der Donauinsel, leider. Prater und Liesingradweg kenne ich nicht, nicht mein Revier 😉 Dafür die Donauinsel und den Donauradweg, dort treten die eben in Massen auf 🙁 Da denke ich oft über die Nummerschilder für Radfahrer nach, dort kann ich diese Forderung verstehen.

  49. Naja… Es tut mir leid, aber die Dir scheinbar zwingende Schlußfolgeurng, die mit ihrer political incorrectness kokettiert, scheint mir nicht nur irrig (die Schlußfolgerung läßt sich aus den Angaben nicht direkt ableiten; Fragen zu den Motiven – auch der Autofahrer – wären da hilfreicher), sondern typisch für einen Dünkel, den die Besser Verdienenden und “Gebildeten” recht gern an den Tag legen. Vermutlich kommt der Rückschluß auf die Mentalität der geinger Gebildeten sogar nur dann in den Sinn, wenn man bereits vorab ein Urteil über diese gefällt hat.

    Der Grund meines Einwands: ich kenne die Wiener Situation zwar nicht und kann nur meine Berliner Beobachtungen übertragen; allerdings zeigen diese, daß Radfahrer grundsätzlich die rücksichtslosesten Verkehrsteilnehmer sind udn Fußgänger weitaus stärker gefährden als Autofahrer. Daß auch trotz vorhandener, gut ausgebauter Radwege prinzipiell auf dem Bürgersteig gerast wird, Fußgänger ohne zu Klingeln nur mit einer Handbreit Abstand von hinten passiert werden etc. gehört beinahe zum Alltag, und potentiell lebensbedrohlichen Situationen bin ich mehr als nur einmal nur mit Glück entgangen. Die Radfahrer selbst treten jeder Kritik – und auch Fußgängern und Benutzern der Öffentlichen – dabei prinzipiell mit dem Gestus gegenüber, die besseren Menschen und daher zu allem berechtigt zu sein, und behandeln andere Verkehrsteilnehmer mit beben jener Verachtung, die bei den sich gern für tolerant und aufgeklärt haltenden Schichten üblich ist. Auch die Beobachtung dieses sehr aristokratenhaften Dünkels bei vielen anderen Gelegenheiten trägt dazu bei, daß mir die Schlußfolgerung eher so mitiviert scheint (zur Info: ja, ich verfüge über akademische Bildung, nein, ich fahre nicht Rad, sondern Bus und Bahn, und zu guter Letzt: ich unterhalre mich mit anderen Gebildeten *und* mit “Proleten”, was vielleicht eine andere Sichtweise bedingt 😉

    Dessen unbenommen: die von anderen Kommentatoren vorgetragenen, sehr schalichen Einwände scheinen mir durchaus näher an der Realität zu liegen.

    1. Das Gehsteigradeln muss man halt abdrehn. Die Leute sind aber die gleichen unfreundlichen Kotzbrocken, egal welches Verkehrsmittel sie benutzen. Pro Gehsteigradler gibts zumindest in Wien drei Radwegspazierer.

    2. …gibt’s da Unterschiede zwischen Wien und Berlin. Radwegspazieren würde ich hier schon aufgrund der Lebensgefahr nicht empfehlen. 😉

      Wobei das Verhalten der Radler weniger mein Kritikpunkt ist als der Umstand, daß Nicht-Radfahrern quasi als zwingender, sich aufdrängender Schluß aus der Studie (die dazu ja gar nichts hergibt) ein minderwertigkeitskomplexbedingter Persönlichkeitsdefekt aufgrund ihres niedrigen sozialen Status unterstellt wird, quasi nach dem Motto: arm = blöd = Macke. Man könnte ja auch andere mögliche Schlußfolgerungen bedenken: so ergibt sich aus der Studie ebenfalls nicht unmittelbar, ob die wohlhabenden mit den gebildeten, und die weniger wohlhabenden mit den ungebildeten Befragten deckungsgleich sind; man könnte – wenn man wollte – aber durchaus auch kritisch anmerken, daß offenbar Bildungschancen immer noch viel zu sehr vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Auch dies ließe sich – selbst wenn es zutrifft – anhand dieser konkreten Studie nicht unmittelbar belegen; für Rückschlüsse auf Charakterdefizite oder Persönlichkeitsdefekte von Personen mit niedrigem sozialen Status gilt das aber ebenso (nur kann man bei letzterer Deutung der Studie kokett mit dem Fähnchen der politischen Unkorrektheit wedeln). Überdies sind solche psychologischen Schnellschüsse aus der Hüfte in beide Richtungen möglich: da Radfahren in der autoverseuchten Großstadt ja gefährlich ist, könnte man mit ebenso viel Recht behaupten, Radfahrer suchten bewußt das Risiko oder benötigten für ihr Ego die Pose des gefährdeten Märtyrers (um Mißverständnisse zu vermeiden: meiner eigenen Meinung nach gehören Fahrzeuge, die von fossilen Brennstoffen angetrieben werden, eher heute als morgen durch umweltfreundlichere und weniger zur Raserei ermutigende Vehikel ersetzt).

  50. Das Auto ein Statussymbol? Wenn die “Reichen” mit dem Rad unterwegs sind, wie kann dann das Auto ein “Statussysmbol” sein? Wenn es ein Symbol wäre, dann doch nur mehr ein “arme Leute Symbol”. Schau her, ich bin arm, ich muß mit dem Auto fahren.

    Oder zieht da wer die falschen Schlüsse aus unvollständigen Angaben?
    Z.B.:
    – Anteil der Befragten die für mindestens 1 Wegezweck hauptsächlich das Fahrrad benützen. – Wieviel “Wegezwecke” haben denn die? Für einen das Fahrrad und die anderen 10?

    Welche Konsequenzen die Politik daraus ziehen soll? Vielleicht einmal ganz einfach eine gründliche “IstZustandErhebung? Dann einmal die Frage stellen, was der Bürger eigentlich braucht?

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