Es ist soweit: Baubeginn Wientalradweg

Und noch ein “Spatenstich”.
Jetzt ist es soweit.
Alle Genehmigungen sind eingeholt:
Baubeginn.
Bald wirds hier nicht so aussehen:

sondern so. Heuer noch!

eine genaue Projektbeschreibung findet ihr in diesem blogpost

Die vielen Kommentaren, Vorschläge und auch die Kritiken habe ich aufmerksam gelesen.
Einige Verbesserungen konnten wir noch einbringen.
Insbesondere gibts jetzt eine durchgängige fugenfreie Oberfläche.

Was nicht möglich war:
Die bauliche Trennung von Fußgängern und Radfahrern.
Warum?
Rechtlich ist dies kein Radweg, sondern eine “Begleitstraße”
Ein vollwertiger Radweg nach Straßenverkehrsordnung hätte u.a. völlig andere (flachere) Rampenneigungen erfordert, so wäre das Projekt signifikant teurer geworden.
Die Kosten sind auch jetzt schon nicht ohne.
Ich halte die jetzige Ausführung mit 4 Metern Breite für einen guten Kompromiss.
Menschen, die ihre Hunde spazierenführen, finden auch im Wienflußbett daneben ausreichend Platz.
Jedenfalls freue ich mich sehr.
Zu Beginn, als wir dieses Projekt ventiliert haben, gabs viel Skepsis und Ablehnung.
Bald wird es befahrbar sein.
Es geht ja doch einiges.

PS:
Wieviel wäre erst möglich, wenn wir aus einer Regierungsposition breit und ja mächtig gestalten könnten?

29 Replies to “Es ist soweit: Baubeginn Wientalradweg”

  1. Danke für den Link zur Projektbeschreibung. Ich dachte bis jetzt schon, dass da wohl so schnel gar nichts mehr weitergehen würde. Umso besser, wenn das nicht der Fall ist 😉

  2. Ich bin irgendwie nicht so recht überzeugt. Einerseits ist’s sehr viel Geld, das mit nicht grad extrem viel Wirkung verbraucht wird. Andererseits ist’s natürlich ein wichtiges Signal, wenn auch endlich mal was Aufwändiges, Teures für Radler gemacht wird (statt immer nur Trennlinien auf Gehsteig zu pinseln und das dann “Radweg” zu nennen).

    Fazit: keine Ahnung. Den Versuch ist’s wohl wert.

  3. Breite? In der Visualisierung schaut der Weg aber nicht sehr breit aus. zB ist der Radfahrer rechts unten ziemlich auf Kollissionskurs mit den beiden Fußgehern am Bildrand. so begrüßenswert das Projekt auch ist, einen zweiten Ringradweg will ich dann doch nicht haben.

  4. Super 🙂 ! Und der Weg geht dann durch von Hietzing bis Auhof? Wie sieht es mit Hochwasser aus (so wie dzt.)? Im Bereich Nähe Hietzing ist ja der Fluss eher in der Mitte, daher ist weniger Platz … wird da das Flussbett baulich verändert?

    1. div Antworten am besten stellt man es sich stadteinwärts vor:
      von Hadersdorf geht der Rradweg schon jetzt bis Hütteldorf.
      Und wird jetzt bis zur Kennedybrücke verlängert.
      Zusätzliche Begrünungsmaßnahmen sind derzeit nicht vorgesehen.
      Das Flußbett wird baulich nicht verändert.
      Hochwasser wird rechzeitig angekündigt (gute Prognosewerte) und der Radweg dann gesperrt.
      Zusätzlich fahren 4 Personen durch, um Sicherheit zu garantieren.
      Verlängerung Richtung Innenstadt?
      Von uns unbedingt erwünscht.
      Ist bloß eine Kosten- und Prioritätsfrage.
      Ab Kennedybrück werden die Wientawändel “senkrecht”, ein Radweg im Flußbett eher unmöglich (Rampen?), deswegen müßte er wie eine Brücke eingehämgt werden.
      Das ist möglich aber sehr teuer.

    2. sehr teuer Wobei “sehr teuer” wohl ein relativer Begriff ist. Ich bin sicher, dass der Autobahnring um Wien jetzt bereits ein Vielfaches gekostet hat – und zwar schon ohne den Lobau-Tunnel.

  5. Für einen Radweg sind die Rampen zu steil?
    Warum nennt man dann das ganze nicht Mountainbiketeststrecke? Dann bleibt das ganze Fußgeherfrei und die Rampen sind mangels Regelung von der Steilheit auch ok.
    So kann doch die Stadt verklagt werden, wenn jemand beim befahren der steilen Rampen Probleme beim bremsen bekommt und verunfallt.

  6. Oje, das sieht ja wirklich total mies aus, und das bei einer solchen Kulisse…Es wird wird allerhöchste Zeit für eine Sanierung.

  7. “Es geht ja doch einiges.” Nur leider sind die sinnvollen Massnahmen, die das Radfahren attraktiver, sicherer, angenehmer, schneller machen verschwindend gering im Vergleich zu jenem magistratischen Unfug, der es mühsamer, gefährlicher, langsamer macht !

    Ich bin etwa CCs Jahrgang (+1), habe also ab dem 12. Lebensjahr gelernt, mich im Straßenverkehr zu behaupten, mit 14 hatte ich mein erstes 10-Gang – Rad, ab 15-16 bin ich über Gallitzinberg, Exelberg, Flachberg, Riederberg, Tulbinger Kogel, Allhang, Sophienalpe, Schottenhof, Ulmenstraße – also über jede Anhöhe, die sich geboten hat geradelt. Ohne Handy, nur mit 1 Trinkflasche, 2 Schlauchreifen + Pumpe, Bananen und Traubenzucker…

    Und heute sehe ich Erwachsene, die locker doppelt so alt sind wie ich damals,
    die meinen, wenn es keinen Radweg gibt, dann dürfen / müssen sie auf dem Gehsteig fahren.

    Danke liebe ARGUS, danke liebe Stadt Wien und danke auch an die Grünen, dass ihr die Infantilisierung des Radverkehrs vorangetrieben habt, dass die “Generation Radweg” zwar rote Ampeln missachtet, aber sich sonst sklavisch an jedes Gepinsel hält, in Demutshaltung im Schwenkbereich der Autotüren entlangschleimt und dafür auf dem Gehsteig den wilden Mann / die wilde Frau markiert, mit dem unvermeidlichen Handy am Ohr – oder wenigstens mit den weissen Stöpseln drin !

    Danke für das informelle allgemeine Radfahrverbot (ausser auf “Radverkehrsanlagen”), das nicht nur AutofahrerInnen sondern auch RadlerInnen verinnerlicht haben, danke für die zur Vorschrift gewordenen Anfängerfehler (“Mehrzwangstreifen”) und danke für den praktizierten Zynismus, 1m Abstand zu empfehlen, aber 1.2m breite Radstreifen zu markieren (siehe http://www.wien.gv.at/verkehr/radfahren/sicherheit/tipps.html) !

    1. Radwege sind schon durchaus sinnvoll, wenn sie auch sinnvoll angelegt sind.
      noch besser wären Radstraßen, die durch ganz Wien führen und so ein wahrer Boom für das Radfahren etabliert werden kann. der 1.Bezirk bis zum Ring gehört zusätzlich dann noch Autofrei.

    2. Gibts halt kaum Wenn ich versuch, mir zu überlegen, wos gute Radwege gibt, denk ich an Hofjagdstraße oder Neulinggasse. Aber Moment: dort gibts ja gar keine Radwege. Das sind einfach nur etwas ruhigere Straßen. Gerade so ruhig, dass man noch Vorrang oder Rechtsregel bei den Kreuzungen hat, oder es kaum Kreuzungen gibt.

      Was mich an der ganzen Sache noch interessieren würde: Gibts eigentlich eine “Begleitwegbenützungspflicht”? Wenn nicht, dann braucht man eh nicht auf dem Highway Stop’n’Go spielen. (Wobei ich auch wieder glaub, dass sich die Spazierengeher und Fahrradpendler zeitlich wenig in die Quere kommen. Eher Spazierengeher und Freizeitradler)

      Achja, @cc: “Menschen, die ihre Hunde spazierenführen, finden auch im Wienflußbett daneben ausreichend Platz.”
      Dazu kann ich nur sagen: Video auf der Gruenen-Website ansehen, vom Spatenstich, von Sekunde 32 bis 35.

  8. Two tracks needed please:) I think its always useful to separate pedestrians from cyclists.I once crashed my bike becuuse of a pedestrian who was walking in the wrong lane.I think it could be a good idea to make rules of the road for pedestrians and cycles more clear to the public so people know what to do.

  9. Danke für den Link zur Projektbeschreibung. Ich dachte bis jetzt schon, dass da wohl so schnel gar nichts mehr weitergehen würde. Umso besser, wenn das nicht der Fall ist 😉

  10. Ich bin irgendwie nicht so recht überzeugt. Einerseits ist’s sehr viel Geld, das mit nicht grad extrem viel Wirkung verbraucht wird. Andererseits ist’s natürlich ein wichtiges Signal, wenn auch endlich mal was Aufwändiges, Teures für Radler gemacht wird (statt immer nur Trennlinien auf Gehsteig zu pinseln und das dann “Radweg” zu nennen).

    Fazit: keine Ahnung. Den Versuch ist’s wohl wert.

  11. Recht und Wirklichkeit Recht und Wirklichkeit

    Da wird ein Radweg gebaut, aber man darf ihn nicht so nennen, weil dann die Rampen zu steil sind. Wird dort dann stehen “Radfahrer absteigen!”?

    Ich werde wohl nie verstehen, wie unser Rechtssystem funktioniert und wieso das alles so sein muss.

  12. Breite? In der Visualisierung schaut der Weg aber nicht sehr breit aus. zB ist der Radfahrer rechts unten ziemlich auf Kollissionskurs mit den beiden Fußgehern am Bildrand. so begrüßenswert das Projekt auch ist, einen zweiten Ringradweg will ich dann doch nicht haben.

  13. Super 🙂 ! Und der Weg geht dann durch von Hietzing bis Auhof? Wie sieht es mit Hochwasser aus (so wie dzt.)? Im Bereich Nähe Hietzing ist ja der Fluss eher in der Mitte, daher ist weniger Platz … wird da das Flussbett baulich verändert?

    1. div Antworten am besten stellt man es sich stadteinwärts vor:
      von Hadersdorf geht der Rradweg schon jetzt bis Hütteldorf.
      Und wird jetzt bis zur Kennedybrücke verlängert.
      Zusätzliche Begrünungsmaßnahmen sind derzeit nicht vorgesehen.
      Das Flußbett wird baulich nicht verändert.
      Hochwasser wird rechzeitig angekündigt (gute Prognosewerte) und der Radweg dann gesperrt.
      Zusätzlich fahren 4 Personen durch, um Sicherheit zu garantieren.
      Verlängerung Richtung Innenstadt?
      Von uns unbedingt erwünscht.
      Ist bloß eine Kosten- und Prioritätsfrage.
      Ab Kennedybrück werden die Wientawändel “senkrecht”, ein Radweg im Flußbett eher unmöglich (Rampen?), deswegen müßte er wie eine Brücke eingehämgt werden.
      Das ist möglich aber sehr teuer.

    2. sehr teuer Wobei “sehr teuer” wohl ein relativer Begriff ist. Ich bin sicher, dass der Autobahnring um Wien jetzt bereits ein Vielfaches gekostet hat – und zwar schon ohne den Lobau-Tunnel.

  14. Für einen Radweg sind die Rampen zu steil?
    Warum nennt man dann das ganze nicht Mountainbiketeststrecke? Dann bleibt das ganze Fußgeherfrei und die Rampen sind mangels Regelung von der Steilheit auch ok.
    So kann doch die Stadt verklagt werden, wenn jemand beim befahren der steilen Rampen Probleme beim bremsen bekommt und verunfallt.

  15. Oje, das sieht ja wirklich total mies aus, und das bei einer solchen Kulisse…Es wird wird allerhöchste Zeit für eine Sanierung.

  16. “Es geht ja doch einiges.” Nur leider sind die sinnvollen Massnahmen, die das Radfahren attraktiver, sicherer, angenehmer, schneller machen verschwindend gering im Vergleich zu jenem magistratischen Unfug, der es mühsamer, gefährlicher, langsamer macht !

    Ich bin etwa CCs Jahrgang (+1), habe also ab dem 12. Lebensjahr gelernt, mich im Straßenverkehr zu behaupten, mit 14 hatte ich mein erstes 10-Gang – Rad, ab 15-16 bin ich über Gallitzinberg, Exelberg, Flachberg, Riederberg, Tulbinger Kogel, Allhang, Sophienalpe, Schottenhof, Ulmenstraße – also über jede Anhöhe, die sich geboten hat geradelt. Ohne Handy, nur mit 1 Trinkflasche, 2 Schlauchreifen + Pumpe, Bananen und Traubenzucker…

    Und heute sehe ich Erwachsene, die locker doppelt so alt sind wie ich damals,
    die meinen, wenn es keinen Radweg gibt, dann dürfen / müssen sie auf dem Gehsteig fahren.

    Danke liebe ARGUS, danke liebe Stadt Wien und danke auch an die Grünen, dass ihr die Infantilisierung des Radverkehrs vorangetrieben habt, dass die “Generation Radweg” zwar rote Ampeln missachtet, aber sich sonst sklavisch an jedes Gepinsel hält, in Demutshaltung im Schwenkbereich der Autotüren entlangschleimt und dafür auf dem Gehsteig den wilden Mann / die wilde Frau markiert, mit dem unvermeidlichen Handy am Ohr – oder wenigstens mit den weissen Stöpseln drin !

    Danke für das informelle allgemeine Radfahrverbot (ausser auf “Radverkehrsanlagen”), das nicht nur AutofahrerInnen sondern auch RadlerInnen verinnerlicht haben, danke für die zur Vorschrift gewordenen Anfängerfehler (“Mehrzwangstreifen”) und danke für den praktizierten Zynismus, 1m Abstand zu empfehlen, aber 1.2m breite Radstreifen zu markieren (siehe http://www.wien.gv.at/verkehr/radfahren/sicherheit/tipps.html) !

    1. Radwege sind schon durchaus sinnvoll, wenn sie auch sinnvoll angelegt sind.
      noch besser wären Radstraßen, die durch ganz Wien führen und so ein wahrer Boom für das Radfahren etabliert werden kann. der 1.Bezirk bis zum Ring gehört zusätzlich dann noch Autofrei.

    2. Gibts halt kaum Wenn ich versuch, mir zu überlegen, wos gute Radwege gibt, denk ich an Hofjagdstraße oder Neulinggasse. Aber Moment: dort gibts ja gar keine Radwege. Das sind einfach nur etwas ruhigere Straßen. Gerade so ruhig, dass man noch Vorrang oder Rechtsregel bei den Kreuzungen hat, oder es kaum Kreuzungen gibt.

      Was mich an der ganzen Sache noch interessieren würde: Gibts eigentlich eine “Begleitwegbenützungspflicht”? Wenn nicht, dann braucht man eh nicht auf dem Highway Stop’n’Go spielen. (Wobei ich auch wieder glaub, dass sich die Spazierengeher und Fahrradpendler zeitlich wenig in die Quere kommen. Eher Spazierengeher und Freizeitradler)

      Achja, @cc: “Menschen, die ihre Hunde spazierenführen, finden auch im Wienflußbett daneben ausreichend Platz.”
      Dazu kann ich nur sagen: Video auf der Gruenen-Website ansehen, vom Spatenstich, von Sekunde 32 bis 35.

  17. Two tracks needed please:) I think its always useful to separate pedestrians from cyclists.I once crashed my bike becuuse of a pedestrian who was walking in the wrong lane.I think it could be a good idea to make rules of the road for pedestrians and cycles more clear to the public so people know what to do.

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