politische Prostitution

anders kann ich es nicht bezeichnen.
Kurzfassung des Stücks:
(Langfassung hier)
ORF wünscht sich mehr Geld (Gebührenrefundierung)
VP dagegen.
Also folgt Geld gegen Person.
Erwin Pröll wünscht sich Grasl.
Dessen Qualifikation: Journalist im legendären Landesstudio NÖ
Jetzt wird er Finanzdirektor(!) des ORF.
Mit Sprungbrett auf den Chefsessel.
Dafür stimmt VP plötzlich 160 Mio zu.
So läufts in Österreich.
Und ich will und werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir uns an derart skandalöse Vorgänge nicht gewöhnen.

PS:
Alle Universitäten zusammen erhalten 34 Mio
damit ein Pröllmann Chef werden darf, gibts ratzfatz 160.
ORF Zentrale besetzen?

10 Replies to “politische Prostitution”

  1. Falsch. Das ist eigentlich eine Beleidigung für das älteste Gewerbe, von dem der Staat auch Steuern kassiert und gegen das unter Gewährleistung der Freiwilligkeit aller Beteiligten eigentlich nichts vorgebracht werden kann.

    Das hingegen ist zumindest moralisch eine Form von Amtsmissbrauch. Und ich werde mich auch nicht daran gewöhnen. Schwacher Trost: der ORF wird trotzdem pleite gehen, bzw unter Draufgabe von 500 Mill. an RTL oder so verschenkt werden.

    1. ohne sparkurs geht der ORf drauf; ja. aber sonst nicht.

      der ORF hat ein ganz gutes Programm auch anzubieten. Einzig, die Eigenproduktionen könnten mehr sein (auch Filme). Nur dann wirds eben teurer, und das Geld hat der ORF dann wieder nicht.

  2. stimmt, aber… keine frage, die packelei ist eine armutszeugnis der politikkultur sondergleichen.
    auch dass die einzige frau in der direktion dafür gehen muss, und zugleich eine frauenquote beschlossen wird, zeigt, wie beliebig und zugleich bescheuert das alles läuft.
    prinzipiell halte ich die refundierung der orf-gebühren aber für richtig. damit wird ua das rso und die filmfförderung vorerst am leben gehalten.
    die matten 34 mio aus dem aktuellen budget des wissenschaftsministers sind mE nicht vergleichbar mit den 160 mio bis 2013 (+50mio/2010 + 50/2011 + 30/12 + 30/13). insofern kann man die orf zentrale besetzen aus welchen gründen auch immer, aber die refundierung scheint mir der falsche grund.
    was nix dran ändert, dass der orf wohl komplett net aufgestellt werden müsste.

    1. Die Refundierung an sich ist wirklich in Ordnung. Der ORF soll Gebühren bekommen für die Leute, die Fernsehen. Der ORF ist nicht dazu da, um sozial ausgleichend zu wirken, und dann auf die Gebühren zu verzichten.

      Viel mehr wurmt mich, dass (soweit ich das mitbekommen hab) noch immer nicht klipp und klar festgelegt wurde, dass Internetanschlüsse keine Rundfunkanschlüsse sind. Ich hab keinen Fernseher, und will auch keinen. Die GIS verliert vor Gericht (http://www.heise.de/newsticker/meldung/GIS-verliert-Wiener-Internetnutzer-muss-keine-Rundfunkgebuehren-zahlen-206574.html), schreibt aber weiterhin auf der Website, dass sie für Internetanschlüsse Rundfunkgebühren einheben will (http://www.orf-gis.at/index.php?kategorie=news&artikel=14439).

      Wenn sie sicher sein wollen, dass nicht-Kunden das Programm nicht nutzen, sollen sies halt mit User/Passwort-Kombinationen schützen.

    2. @Wolfgang “Eine Gebührenpflicht hinsichtlich TV-Programme würde nur dann zum Tragen kommen, wenn der Computer durch den Einbau einer TV-Karte oder durch die Verwendung eines DVB-T USB-Sticks zu einem Fernsehempfangsgerät erweitert wird”

      Ich habe keinen Fernseher, wohl aber Computer mit Internet. Fersehrgebühr zahle ich keine, und dass das korrekt ist, wurde mir auf Nachfrage beim GIS auch nochmals bestätigt.

    3. Und zahlst du Radiogebühr? Laut GIS musst du das, laut dem Artikel bei Heise nicht.
      Aber Rechtssicherheit wird in Österreich leider kleingeschrieben.

  3. Meiner Meinung nach wäre das Sinnvollste eine Film- und TV-Steuer einzuführen, die ein jeder zu bezahlen hat (wie das sozial gerecht gestaltet wird ist eine andere Frage). Mit diesem Geld soll ORF und Filmwirtschaft (mit-)finanziert werden. Dieses Geld gibt’s dann und sonst nix. Dann hat zumindest die Packelei ums liebe Geld ein Ende.

  4. Die eigentliche Ursache für das Bugetloch des ORF’s ist ja die gescheiterte Programmplanung vom Wrabez. Und als der bestellt würde wart ihr Grünis doch ganz toll für ihn – hauptsächlich weil die Schwarzen gehen ihn waren.

    Und der eigentliche Skandal ist, dass der ORF mit dem mehrfachen Buget im verleich zu den Privaten, denselben Schrott produziert.

    1. die Privaten von Österreich kann man vergessen, nicht einmal annähernd von gleicher Qualität wie der ORF. z.B. Universum gibts nur beim ORF
      und die Filme, die die privaten spielen, schon uralt, tausend mal schon abgespielt worden. Die Privaten können sich aktuelle Filme auch nicht leisten.
      Und dann nervt die Werbung nur. Bei so vielen Werbepausen schaltet man gleich ab.

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