sehr sehr enttäuschend

Das versteh ich überhaupt nicht.
Sehr enttäuschend!
Hab sehr viel von ihm gehalten.

Edit:
Lässt mir keine Ruhe. Hab deswegen nachgefragt bei Reinhard Bütikofer (ehem Bundesvoritzender der dt. Grünen, heute Europaparlamentarier)

Frage von mir (via twitter) an Bütikofer:
@bueti : sag, warum macht joschka fischer das: http://tinyurl.com/ljn3gk.

Antwort:
bueti@chorherr Einfacher wäre die Frage, was er wohl sagen würde, warum er´s tut. Evtl.: mein strateg. gutes #Gas gg. Gerds strateg. negatives.

25 Replies to “sehr sehr enttäuschend”

  1. Joschka Danke, CC, für den Beistand…

    Ich hab’s heute eh schon einmal geschrieben:
    Da versucht man in Diskussionen den Leuten irgenwie die “grüne Energiewende” nahe zu bringen und zu erklären, warum es mehr Sinn macht, in die thermische Sanierung in Österreich zu fördern, als die noch mehr fossile Energie zu importieren. Und dann verkauft Joska Fischer, einer der Säulenheiligen der grünen Bewegung in Europa, für ein paar hundert Tausend Euro seine Seele an den CO2-Teufel höchstpersönlich und wird Lobbyist für die Nabucco-Pipeline. Natürlich, die österreichischen Grünen können nix dafür. Aber für Basiswappler, die die grünen Ideen verbreiten wollen, ist es halt einfach fatal… 🙁

    Und selbst beginne ich auch langsam zu zweifeln: Gibt es in der Politik überhaupt noch irgendjemanden, der nicht käuflich ist? Oder kommt es doch immer nur auf die Summe an…?

  2. Der Artikel ist fehlerhaft, weil er schreibt, dass es den zweiten rot-grünen Spitzenpolitiker in die Energiewirtschaft gezogen habe Damit werden Clement, Schlauch, Tacke und auch Müller (letzteres zwar parteilos, aber Minister bei rot-grün) einfach unterschlagen.

  3. war auch völlig fassungslos, wie ich das gehört habe.

    aber großes plus an dich, dass du sowas offensiv ansprichst. die meisten würden sowas wohl lieber unter den teppich kehren.
    ps: falls du noch weiteres erfährst, würde ich mich über ein weiteres update freuen.

  4. Ich bin jetzt nicht gaaanz sooo überrascht. In der Zeitschrift “Visier” http://www.visier.de/ z.B. stand schon vor einigen Jahren zu lesen, dass die DEUTSCHEN Grünen mittels Aktien und Stiftung u.a. an der Tschechischen Waffenfabrik Česká zbrojovka a.s. http://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cesk%C3%A1_Zbrojovka finanziell beteiligt sind. Auch wurde unter rot-grün 2004 der Handel mit toxischen Derivaten legalisiert. Fand ich alles nicht soo nett…
    Für mich macht das einen entscheidenen Unterschied zu den österreichischen Grünen aus. Die internen Meinungsverschiedenheiten, über die sich hierzulande alle so aufregen, empfinde ich als winziges Übel.
    Wir können wirklich froh sein, dass wir UNSERE GRÜNEN haben.

    1. Der entscheidende Unterschied zwischen den deutschen und den österreichischen Grünen liegt darin, dass die deutschen Grünen in den Ländern seit Mitte der 80er Jahre teilweise an der Macht sind/waren und im Bund von 1998-2005. Die österreichischen Grünen hatten schlichtweg noch keine Gelegenheit, sich den Verlockungen des Après-Gouvernment hinzugeben.

      Was den Handel mit “toxischen Derivaten” angeht geht einiges durcheinander. Rot-Grün hat in Deutschland die Mehrheitsbeteiligung an Firmen durch ausländische Investoren (“Heuschrecken”) ermöglicht; über den Handel mit Derivaten hat man sich gar nicht besonders gekümmert (ausser mit einer halbherzigen Reform des Wertpapierhandelsgesetzes), Relevanter war da die Teilnahme am sogenannten Jugoslawien-Krieg 1999, die die Grünen unwählbar machte..

    2. @ gregor zu den deutschen grünen kann ich jetzt nichts sagen, da mir die hintergrundinfos fehlen.

      das einschreiten der nato und die beteiligung deutschland halte ich aber schon für gerechtfertigt. schließlich wurde schon zu lange bei all den gräultaten zugesehen. es muss gewisse grenzen geben die nicht überschritten werden dürfen. wenn doch, muss es aber konsequenzen geben, auch wenn die unserer friedliebenden einstellung nicht entsprechen.

      die wahl der mittel und die damit verbunden zivilen opfer, sind durchaus auf alle fälle zu hinterfragen. “säuberungen” dürfen aber auf gar keinen fall zugelassen werden.

  5. Ich verstehe die Enttäuschung in doppelter Hinsicht nicht.

    Erstens, weil Joschka Fischer auch in der Vergangenheit seiner Karriere den Vorrang gegeben hat.

    Und zweitens, verstehe ich nicht, warum Nabucco im Speziellen so schlecht sein soll. Sicher würde man von einem glühenden Grünen eher erwarten, dass er vielleicht weniger lukratives Lobbying für Windkraft und ähnliches betreibt. Aber das kann man von Joschka Fischer nicht erwarten. Und Gas werden wir noch eine ganze Weile brauchen, sehe ich also im Realo-Kontext nicht als verwerflich an.

    Er hätte sich ja auch für Walfang, Robbenjagd oder Braunkohle einsetzen können.

  6. Cool Ist doch ein Erfolg in welche Positionen die Grünen mittlerweile aufrücken!

    Ich bin überzeugt ausser Fischer gibt es noch eine ganze Menge Personen die einen Job machen von dem es ihnen lieber wäre er wäre nicht mehr notwendig.
    Kann man sein Geld mit Erdgas verdienen und trotzdem überzeugt sein, dass das ein Auslaufmodell ist? Ich denke schon.
    Muss man seine politischen Wünsche jederzeit selbst leben, auch wenn der Weg dorthin niemals über einzelnes Vorleben führt sondern nur durch die Gestaltung der Rahmenbedingungen beschritten werden kann? Mir ist dieser Anspruch zu fundamentalistisch.
    Bleibt man glaubwürdig? Für diejenigen, die einen Messias brauchen wohl kaum.

    1. Messias Brauche ich einen Messias?
      Ich denke Nein.
      Aber ich wünsche mir Politiker, die nicht Wasser predigen, dann aber beim Wein zugreifen, wenn sie ihn erst einmal angeboten bekommen. Politiker, die Ziele haben und denen es wichtig ist, diese Ziele tatsächlich umzusetzen – und nicht solche, die auf der Wahlkampfbühne das runterbeten, was ihnen die Spin-Doktoren vorgegeben hat. Kurz, ich erwarte mit Ehrlichkeit und Authentizität. Aber vielleicht ist das auch schon zu viel verlangt…?

    2. Das makellose Vorbild Corvus, für meinen Geschmack verlangst Du da ein bisschen viel. Ich halte es für ganz OK wenn die steirische SPÖ Steuern spart indem sie Vermögen in Stiftungen spart jedoch gleichzeitig für die Beendigung der steuerlichen Stiftungsprivilegien eintritt. Solange das zu unserem Steuersystem gehört ist das nichts Anstössiges dabei – blöd wären die steirischen Sozi wenn sie auf Steuervorteile verzichten während alle ÖVP-nahe Organisationen ihre Reserver steuerschonend in Stiftungen untergebracht haben.

      Ich fahre ja auch nicht jeden Tag mit den schleissigen ÖBB-Verbindungen weil ich der Ansicht bin, der Individualverkehr gehört zum öffentlichen Verkehr umgeschichtet während fast alle anderen in der halben Zeit mit dem Auto an ihr Ziel kommen.

      Zugegeben, es gibt – gerade bei den Grünen – auch andere Beispiele: David Ellensohn möchte die Reichensteuer einführen und zahlt als gut verdienender Stadtrat schon einmal freiwillig in die Vereinskasse des “Vereins für freiwillige Vermögensteuer” ein. Das macht ihn und seinesgleichen sehr glaubwürdig – ich hege aber den Verdacht die wirklich Reichen lachen sich einen Ast.

    3. @One Brick Für meinen Geschmack ist es überhaupt nicht zu viel verlangt.

      Worauf dürfen wir uns als nächstes einstellen? Vielleicht Peter Pilz als EADS-Lobbyist?

    4. @One Brick also bezüglich stiftung gebe ich ihnen vollkommen recht, wobei es natürlich auch moralische grenzen gibt, die man nicht brechen darf, auch wenn sie gesetzlich erlaubt sind (ich denke da an die beinahe-verhetzung von diversen politikern und rassengesetze der ns-zeit etc.).

      ABER es ist etwas gänzlich anderes, wenn man aus freien stücken für den erfolg einer sache kämpft, die man jahrelang politisch bekämpft hat. das hat nichts mehr mit messiaswünschen zu tun, sondern das macht einen selbst (und frühere mitstreiter zum teil auch) unglaubwürdig.

      grüne politik richtet sich nicht gegen gas, (nur) weil es ein “auslaufmodell” ist, sondern weil es, ganz vereinfacht gesagt, der menschheit schadet. damit geld verdienen kann man, wenn man “persönliche vorlieben” (=mehr geldverdienen als anderswo, obwohl man mehr als genug hat) höher stellt, als die werte, die man früher vertreten hat. wenn man das tut, muß man sich aber den vorwurf gefallen lassen, daß man möglicherweise auch früher schon nicht aus überzeugung, sondern aus anderen gründen für/gegen etwas gearbeitet hat.

    5. @ameno Du hast natürlich Recht, es gibt schon Abstufungen des Bösen. In meinem Universum gehört Gas zu den wenig Bösen Dingen bzw. ist Gas für uns als umweltschonendste Fossilenergie nicht zu ersetzen (im Gegensatz zu Atomenergie oder Kohlekraftwerken).

      Aus diesem Grund verstehe ich die Aufregung bezüglich Joschka Fischer nicht.

      Es gibt noch einen weiteren Grund, warum meine grüne Welt durch Fischers Jobwahl nicht ins Wanken gerät: diese unbedingte Verknüpfung von Sachanliegen mit Personen ist mir suspekt. Meine Einstellung dem Erdgas gegenüber kann ja nicht davon abhängen wie toll ich Joschka Fischer finde und die von den Grünen propagierte “Energiewende” halte ich für notwendig und glaubwürdig ganz unabhängig davon was irgendein Politiker tut oder welchen Job er nach seiner Politkarriere annimmt.

    6. @corvus “Worauf dürfen wir uns als nächstes einstellen? Vielleicht Peter Pilz als EADS-Lobbyist?”

      Guter Gag – und wenn schon. Dadurch wird mir die EADS keinen Deut sympathischer lediglich PP verliert sein Gesicht.

      Es hinderte mich auch nicht daran anti-EADS-Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Eurofighter sind mit und ohne PP die selbe Geldverschwendung – wenn EADS sogar den Pilz kaufen kann unterstreicht das ja erst recht wie wichtig hier Aufklärung und Kontrolle sind.

  7. türkei-beitritt fischer ist, soweit mir bekannt, starker befürworter des türkei-beitrittes. man kann nabucco und den türkei-beitritt politisch schwer voneinander trennen, auch wenn das in der öffentlichkeit selten so gesehen wird. nabucco wird es ohne den beitritt der türkei kaum geben. daher wohl das engagement.

  8. Wir werden das Gas noch brauchen Ich bin auch dafür, dass man die Erneuerbaren wo rasch wie möglich ausbaut, eines Tages nur Sonnenenergie zur Energieerzeugung braucht. Aber ALLE Studien, von der IEA abwärts, gehen davon aus, dass die fossilen Energieträger noch mindestens 20 Jahre lang dominierend sein werden. Und von denen ist Gas eindeutig das umweltfreundlichste. Daher ja zu Nabucco!

  9. Böses Gas – Gutes Gas Ja so ist das mit den Überfliegern und Lichtgestalten. Sie machen halt was sie meine und nicht das was politiisch gerade als korrekt gehandelt wird, von der Parteiinquisition zugelassen ist oder von der Presse nicht tot gemacht wird. Git das er sich nicht wieder eine Basis stellen muss. Er würde gleich neben em Voggenhuber am Kreuz landen.
    Joschka hats schwer, Er ist der erste Grüne der am Ende der Politlaufbahn angelangt ist und noch ein Leben nach der Politik haben möchte, ein besserklassiges wenn möglich.
    Junge Frauen sollen angeblich recht anspruchsvoll sein und so eine Politkerpension oder ein paar Vergütungen für Vorlesungen machen nicht viel Butter aufs Brot.
    Seid nicht so ansprucksvoll zu den Säulenheiligen. Nicht jeder ist dazu geboren wie Ghandi als “halbnackter Fakir” durchs Leben zu laufen.
    Gönnt ihm doch den Ärger mit den Russen, den Kasachen, den Tadschiken, dem Iran, der Türkei. Lasst ihn ein wenig Enttäuschungen in Östereich (diesen Schlltzohren) in Kroatioen, Serien etc. erleben.
    Vielleicht wird er dann gerne zurückdenken an die Harmonie der Günen Bundeskongresse, die Männerfreundschaft mit Onkel Gerd und die Kameradschaft in der Grünen Spitze und an die Zeit wo man mit ein paar Pflastersteinen noch was bewegen konnte.
    Gib GAS Joschka, ODER ?

  10. Porschefahrer Joschka Überrascht hat mich das auch, verwundert nicht. Wer sich in Berlin ein wenig auskennt weiss, das Joschka seit Jahren bekennender Porschefahrer ist.

    1. Pius hat auch einen Der Porsche-Fahrer Fischer schockt mich jetzt nicht so. Der Mann ist im Ruhestand, hochbezahlter Konsulent und Lobbiest, erfüllt sich einen Bubentraum.

      Schockierender im Hinblick auf grüne Glaubwürdigkeit finde ich das funkelnagelneue 130.000-Euro Porsche-Cabrio von Pius Strobl. Der ist Unternehmenssprecher des ORF, einer Firma mit einem 100-Millionen-Defizit, die kurz vor einer Entlassungswelle und der Wasser bis zum Hals steht. Strobl, ehemaliger Spitzenfunktionär der Partei, Top-Berater von Glawischnig und langjähriger grüner ORF-Aufsichsrat ist eine wethin sichtbare Symbolfigur für die Grünen.

      Sein Schönwetter-Porsche und sein Schlechtwetter-BMW-SUV sind nicht nur eine Umweltgeschmacklosigkeit. Sie sind in der aktuellen ORF-Situation ein Zeichen extremer sozialer Unintelligenz, wie sie sich leider bei einigen grünen Top-Leuten jüngst häufen.Man könnte sogar sagen: Die Grünen stünden mit ein klein wenig mehr Sozialintelligenz um geschätzte 35% besser da.

    2. Personenkult interessant, aber ich unterstütze die Grüne Partei ja nicht weil ich Pius Strobl für einen klassen Kerl halte, sondern weil mir das politische Programm mehr zusagt als das anderer Parteien. Wenn der Strobl als Vorbild grüner Konzepte absemmelt beschädigt das vielleicht den Strobl – aber doch nicht das grüne Konzept. Warum sollten dann die Grünen weniger gewählt werden, weil ein ex-Grüner nicht mehr von den Konzepten überzeugt ist?

      Woher kommt dieses Verlangen nach einer persönlichen Inkarnation des politischen Programms, wieso ist den Wählern die Person des Politikers wichtiger als sein Programm?

      Das Befürfnis nach persönlicher Identifikation mit dem eigenen Programm kann ich bei den aktuell kandidierenden Personen ja noch verstehen – dass diese Bindung auch noch “posthum” nach Ende der Politkarriere wirkt ist doch vollkommen irrational.

      An die rauchenden Ärzte haben wir uns ja auch gewöhnt – wenn man die fragt sind sie auch für den Nichtraucherschutz und erschwerten Zugang zu Rauchwaren.

    3. Der kleine Unterschied Joschka und Pius fahren Porsche, Schascha fährt Alfa. Gut, soll sein. Niemand erwartet unbefleckte Lichtgestalten in der Politik. Diese Herren werden allerdings auch nicht von der Auto- oder Mineralölindustrie dafür bezahlt, Lobbying für den Individualverkehr und fossile Energieträger zu betreiben.

      Joschka erhält dagegen eine offenbar nicht gerige Summe dafür, Stimmung für eine Gaspipeline zu machen, die zumindest von den Grünen in Deutschland und in Österreich als völlig falsches energiepolitisches Signal angesehen wird. Und *das* ist der Unterschied.

      Wohl niemand würde sich daran stossen, wenn Joschka Fischer sein trautes Heim mit einer Gastherme beheizt, und nicht mit einem Pelletofen. Ein hoch dotierter Lobbyingvertrag mit Gaskonzernen hat aber eine völlig andere Dimension und eine völlig andere Signalwirkung.

    4. @Personenkult Widerspruch !

      “interessant, aber ich unterstütze die Grüne Partei ja nicht weil ich Pius Strobl für einen klassen Kerl halte, sondern weil mir das politische Programm mehr zusagt als das anderer Parteien.”

      Und wer, bitteschön, soll das politische Programm umsetzen ?
      Menschen !
      Programme sind Papier, weiter nichts. Und Papier ist zum Auswischen (courtesy Roda Roda) ! Man sehe sich nur “Wiener Verkehrskonzept”, “KLIP”, “Masterplan Verkehr 2003” an…
      Versucht einmal die “2m Mindestgehsteigbreite” z.B. in Ottakring einzuklagen !
      Kann man Parteiprogramme einklagen ?

      Es sind Menschen, die sie umsetzen – oder eben nicht !
      Es sind Menschen, denen man es glauben und zutrauen können muß !
      Und das kann man nur dann, wenn ihr Leben kongruent zu dem Programm ist, das sie umsetzen zu wollen vorgeben.

      “Warum sollten dann die Grünen weniger gewählt werden, weil ein ex-Grüner nicht mehr von den Konzepten überzeugt ist?”

      Genau deshalb ! Weil man sich die Frage stellen muß: “Wann hat er sich geirrt ?
      Vorher oder nachher ?” Und das hat viele weitere Fragen zur Folge, bis sich der ganze Pullover auflöst.

      “Woher kommt dieses Verlangen nach einer persönlichen Inkarnation des politischen Programms, wieso ist den Wählern die Person des Politikers wichtiger als sein Programm?”

      Weil wir im wirklichen Leben sitzen und nicht im Theater !
      Soll ich den Unterschied erklären ?
      Das, was uns ein Schauspieler auf der Bühne vorgaukelt, bleibt auf die Zeit der Vorführung beschränkt und hat keine Auswirkung auf unsere realen Lebensbedingungen !

      Und ich habe ein Problem mit rauchenden Gesundheitssprechern – denen dann, wenn es um die Einführung von Rauchverboten geht, die eigene Zigarette näher steht als die Gesundheit aller !
      Und ich habe ein Problem mit einer grünen Bundessprecherin, der die politische Karriere wichtiger ist als ihr Kind !

    5. @coyote # “Wann hat er sich geirrt ? Vorher oder nachher ?” Und das hat viele weitere Fragen zur Folge, bis sich der ganze Pullover auflöst.

      Diese Sichtweise von Politik hatte ich mit messianischem Anspruch gemeint. Obwohl so mancher nicht nur im Zusammenhang mit Fussball von Religion spricht (http://martin.schimak.at/2009/05/gruene-kirche-meine-gewissensbekenntnisse/) sind das doch total übertriebene Ansprüche.

      Ein Ex-Politiker kann tun und lassen was er will – es ändert doch nichts an der Schutzwürdigkeit der Hainburger Au ob der Nenning ein paar Jahre später Verbund-Vorstand wird.

      # “Und ich habe ein Problem mit rauchenden Gesundheitssprechern – denen dann, wenn es um die Einführung von Rauchverboten geht, die eigene Zigarette näher steht als die Gesundheit aller !”

      Der Zusammenhang den Du herstellst ist ja kein zwingender. Ich finde Gesundheitssprecher ganz OK die sich für die Senkung der Raucherquote einsetzen – auch wenn sie selbst rauchen und sich mit Rauchverboten selbst sanktionieren: das hebt doch eher die Glaubwürdigkeit.

      # “Und ich habe ein Problem mit einer grünen Bundessprecherin, der die politische Karriere wichtiger ist als ihr Kind !”

      Du solltest Dir den Anspruch mit allem bis ins letzte Detail einverstanden zu sein abgewöhnen – das wirst Du nie erreichen. Offenbar gibt es viele Frauen denen der feministische Karriere-Anspruch derart wichtig ist, dass sie auf die Karenz verzichten. Die sehen in EG eine glaubwürdige Vertreterin ihrer politischen Anliegen.

      Das musst Du nich tmögen, aber Du solltest es tolerieren.

    6. @One Brick Widerspruch !

      “Das musst Du nich tmögen, aber Du solltest es tolerieren.”

      Was ich WÄHLEN soll, das muss mich überzeugen,
      “tolerieren”, das muss ich die anderen !

      Vielleicht gibt es viele Männer, die in einem Porsche – Fahrer einen glaubwürdigen Vertreter ihrer politischen Anliegen sehen, nur:

      Was hat das bei den GRÜNEN zu suchen ?

      “Wir sind nicht für alle da!” hieß einmal ein selten geglückter Slogan (ich glaub 1994 war es).

      Auf dem Weg in die Beliebigkeit…

    7. Nja im Prinzip ist das schon ein Hammer. Da untergräbt Fischer im Nachhinein total seine Glaubhaftigkeit. Wobei er die bei mir sowieso schon verloren hat.

      Insofern haut mich das auch nicht mehr vom Sessel.

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