City Maut für New York

Ein konservativer Bürgermeister kündigt eine City Maut für New York an.
Nachrichten aus Österreich:
In welchem Bundesland ist der Zuwachs an SUVs am grössten?
Eh klar, im bergigen Wien (siehe dieswöchiges Profil, leider nicht verlinkt)

20 Replies to “City Maut für New York”

  1. City-Maut-Pionier London diskutiert im Zusamenhang mit seiner extrem erfolgreichen Verkehrsverdünnung im Zentrum eine Sondermaut für SUVs. Bürgermeister Livingstone nennt SUV-Fahrer völlig unverblümt “Trottel” und die Sonderabgabe “Trottel-Steuer”. Was mich am Umstand fasziniert, dass unsere Politiker nie auch nur nachdenken würden über solche Methoden, ist die Tatsache, dass Livingstone gerade mit dieser Art zu den erfolgreichsten Politikern der Insel zählt und selbst die Todfeindschaft von Parteifreund Blaire länger überleben wird als dieser. Wieso glauben unsere Politiker, wiedergewählt werden nur jene, die initiativlos, kleinmütig und konformistisch sind? Hat da wer eine plausible Antwort?

    1. Feindbilder Ja, ja – macht nur die SUV-Fahrer zum Stadtfeind Nr 1. Mit Feindbildern kann man nämlich erfolgreich Politik machen. Hat das nicht jahrelang Jörg Haider (der hat allerdings andere Feindbilder) genial vorgemacht?

    2. Erwin Ringel hatte diese Antwort: Er nannte die ÖsterreicherInnen “krankhaft harmoniesüchtig”.

      Darum bleiben bei uns auch so viele Aufgaben der Politik unerledigt:
      1) Nichtraucherschutz
      2) Hundekot
      3) Überwachung der Einhaltung von Verkehrsregeln (z.B. Anhalten vor Zebrastreifen)
      4) Verpackungspfand
      5) City-Maut
      usw., usf.

      Die verlässlichste Eigenschaft unserer PolitikerInnen ist die Feigheit.
      Und die Polizei muss es ausbaden…

  2. Lieber Hr CC.
    Das ist Populismus.
    Ein SUV in der Großstadt macht durchaus Sinn:
    1. Man fühlt sich sicherer.
    2. Man sitzt höher, hat mehr Überblick.
    3. In der Stadt gibt es weniger Garagen als am Land – daher ist bei Schnee das 4WD-Auto leichter ein- und auszuparken.
    4. Im Urlaub fährt man (mit Anhänger) aufs Land/in die Berge/zum Schnee. Wenn man schon keine Erfahrungen im Gelände hat, dann wenigsten den Allradantrieb.
    5. Es kostet mehr (Städter verdienen mehr)
    6. Es schaut gut aus (Frage des Geschmacks)
    7. Das Image vor der Oper ist unschlagbar. Wenn man schon nicht die neu gebaute Landvilla herzeigen kann.
    8. Am Land fährt man notfalls mit dem Traktor 🙂

    1. 1. Mit SUV’s kann man besser und leichter Fussgänger überfahren.
      2. Radfahrer werden durch breite SUV’s erst recht von der Straße gedrängt.
      3. SUV Fahrer haben ein angeknackstes Selbstwertgefühl
      4. SUV Fahrer können nicht autofahren, wenn diese überall Allradantrieb benötigen.
      5. Es schaut protzig und matchomäßig aus
      6. Vor was fürchtet sich denn ein SUV Fahrer, wenn er sich damit noch “sicherer” fühlt? davor, dass er womöglich von einem Panzer überollt wird ..
      7. Ein SUV ist weniger umweltfreundlich

      @teacher: das ganze ist natürlich auch sehr sehr populistisch!!!

    2. @a.m. Achtung, ich fürchte bei teacher fehlen ein paar Ironie Tags. 😉

      ad 1. Vielleicht reagiert die Modeindustrie darauf mit der Wiederbelebung der Ritterrüstung
      ad 2. Wir sind doch für gleiches Recht für alle: also JEDEM sein SUV. Niemand sollte dazu verdammt sein, sich auf einem Fahrad sitzend abdrängen lassen zu müssen, nur weil er sich aus eigener Kraft kein SUV leisten kann
      ad 3. Und deshalb willst Du Ihnen nun ihre Therapie madig machen?
      ad 4. Jetzt mal ehrlich: Wieviele Autofahrer können das schon?
      ad 5. Kann aber von Vorteil sein, kommt freilich drauf an auf welchen Frauentyp man steht.
      ad 6. Genau. Oder davor, von einer amerikanischen Cruise Missile getroffen zu werden.
      ad 7. So what.

    3. natürlich, hatte auch meine “Ironie Tags” vergessen 😉

      ich glaub ich werd mir ein Pferd zulegen und mit Ritterrüstung durch die Stadt galoppieren. Ein SUV kann so schnell gar nicht sein. Das Pferd überholt jeden in dem Stau.

    4. Ad 1) darum kann man auch in einem SUFF während der Fahrt telefonieren, ohne Angst zu haben, dass man zu Schaden kommen könne.

      Oft beobachtet !

      Die Tussi im Smart, die mir unlängst in der Neulinggasse aus einer Seitengasse
      vors Rad gerollt ist, weil sie anstatt auf die Strasse zu schauen, an ihrem Handy
      herumgefingert hat, wäre mit etwas Pech vom Prinzip “Survival of the Fittest”
      aus dem Genpool eliminiert worden…

    5. SUV-Maut Prinzipiell sollte in einer freien Gesellschaft jeder das Recht haben, mit seinem Geld zu tun, was er möchte – also auch ein protziges, für die Stadt völlig “überqualifiziertes” Auto zu fahren (sozusagen, den Eurofighter für die Stadt).

      Problematisch wird es allerdings dann, wenn der pure Egoismus (ich glaube nicht, dass die diesbezüglichen Argumente von Teacher ironisch gemeint waren) und die Rücksichtslosigkeit von SUV-Fahrern auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer gehen.

      – der passive Unfallschutz (Fußgänger, Radfahrer, schwächere Autos) ist bei Panzer-SUVs katastrophal
      – die Übersichtlichkeit des Fahrers ist ein Nachteil für Fußgänger/Radfahrer, diese sehen nicht mehr drüber
      – der höhere Platzverbrauch reduziert Bewegungsfreiheit und Lebensqualität der übrigen Menschen
      – vom Bezinverbrauch will ich erst gar nicht anfangen

      Also: City-Maut für Wien (zw. Gürtel und Donaukanal), hohe Abgaben für ein 2. od. 3.-Auto pro Haushalt, Abgaben gestaffelt nach Verbrauch und FZ-Größe.

    6. wettrüsten Das Umsatteln auf SUVs aus Sicherheitsgründen lässt sich spieltheoretisch ähnlich herleiten wie das globale Wettrüsten (siehe hierzu auch die Anmerkung am Ende der Wikipedia-Seite).

      Der Grund sich einen SUV zuzulegen ist eben nicht weil man per se ein solches Auto benötigt, sondern bloss der, dass das eigene alte Auto in Relation zu den anderen SUVs so viel unsicherer ist, wenn es zu einem Zusammenstoss kommt (weil man schlichtweg zusammen gefahren wird). Und daher muss man auch auf einen SUV umsteigen. Solange bis dann eben jemand mit dem Hummer vorgefahren kommt.

      teuflischer teufelskreis.

  3. Eine City Maut sollte auch in Wien kommen, aber für ganz Wien. Noch besser: für ganz Österreich eine Straßenbenützungsentgelt einführen.

    Als Öffi-Benützer zahle ich ja auch dafür, dass ich die Infrastruktur der Öffis benützen darf.

  4. Zuwanderung verstärkt Verkehr Da die Grünen sich sehr für Zuwanderung einsetzen, sollten sie sich auch nicht wundern, wenn in Wien immer mehr Autos herumfahren oder die Gegend verstellen.
    Da diese eher wenig verdienenden Zuwanderer auch noch Autos haben, die technisch eher nicht auf dem neuesten Stand sein dürften, wird der Schadstoffausstoß eher steigen als sinken. Das selbe gilt auch für die Heizungen.
    Auch nach England und speziell London sind seit der EU-Erweiterung ca. 1 Million Polen ausgewandert, davon dürften sich auch einige Autos gekauft haben.
    Aber das darf bei den Grünen normalerweise nicht erwähnt werden, denn das klingt doch rassistisch, oder irre ich mich da?
    Wenn wir in den letzten Jahrzehnten 20% mehr Bevölkerung dazubekommen haben, wird es enger und es wird mehr hinausgeblasen!
    Oder sollen alle auf den öffentlichen Verkehr umsteigen, damit mehr Leute in Wien Platz haben?

    1. Ich gehe jetzt… … einfach immer defaultmässig davon aus, dass die Ironietags fehlen. Ist der eigenen Psychohygiene recht förderlich! 🙂

    2. Der BMW des Türken… … der mich letzten Freitag in der Landstraßer Hauptstrasse zwischen Schlachthausgasse und Schimmelgasse 2 mal mit 10cm Abstand überholt und
      absichtlich geschnitten hat, weil er es nicht ertragen konnte, 200m hinter einem
      Radler zu fahren (und dort ein per se unbenützbarer Mehrzwangstreifen
      gepinselt ist, in den überflüssiger Weise auch noch Schrägparker hineinragen),
      war technisch auf dem neuesten Stand.

    3. zuwanderer benützen aber auch zu einem größeren anteil die öffentlichen verkehrsmittel. daher sind sie ja eigentlich umweltfreundlicher 😉
      dass mit der zunahme der bevölkerung die umweltprobleme ansteigen ist ja allgemein bekannt. ganz unabhängig ob zuwanderer oder “ureinwohner”. dem muss man aber halt mittels guter umweltpolitik entgegenwirken.

    4. Zuwanderer nehmen auch ihre Gewohnheiten mit und somit importiert ein Land (sofern nicht wirklich aktive Integrationspolitik stattfindet) mit den Zuwanderern auch z.B. deren
      hygienisches, soziales und Umweltbewusstsein.

      Der Film “Black Mic-Mac” behandelt dieses Thema sehr amüsant.

      Weniger amüsant ist hingegen der 15. Bezirk, z.B. wenn man sich den Spielplatz auf der Schmelz am Sonntagnachmittag anschaut.

      Unlängst sah ich einen Zugewanderten an der Ecke Märzstraße / Pouthongasse, 2m neben einem Mistkübel stehend, wie er sein Tschickpackl ausschälte und die Folie einfach auf den Boden fallen liess.

      Aber Zuwanderer und Frauen darf man ja als Grüner nicht kritisieren…

  5. SUVs Also bitte…mein Kompakt-SUV ist spritsparender als die meisten Autos die in der Stadt herumgurken (6l Diesel mit Filter), zudem mit vielmehr Sicherheitsfeatures ausgestattet. Der 4WD schaltet sich automatisch nur dann zu, wenn notwendig. Alternative für Familie wäre ein noch viel größerer VAN.

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