Gesamtschule, wars das dann?

Bildungsfragen treiben mich um.
Hab einen längerer Kommentar für die Presse geschrieben.
Und um nicht nur auf eigene Artikel zu verweisen:
Das scheint eine Erzählung aus eine anderen Welt.
Interessant dabei: In einem westlichen Industrieland gelingt es, das Bildungswesen,
die Einstellungen von Politikern und von grossen Teilen der Bevölkerung
kurz die Bildungskultur grundsätzlich zu verändern.
Warum sollte es bei uns nicht funktionieren?

Oligarchen oder Kleptokraten?

Ein russischer Multimilliardär kauft sich in die STRABAG ein.
Ein Oligarch sei er, wird geschrieben.
Oligarch?
Herrschaft der wenigen? Ist das nicht unglaublich verharmlosend?
Wie sind diese Männer zu dem ungeheuren Vermögen gekommen?
Als nach Zusammenbruch der UdSSR Staatsvermögen “privatisiert” wurde, waren einige wenige schneller, geschickter, hatten die besseren politischen Kontakte, oder auch die besseren Leibwächter.
Einige nehmen sich Volksvermögen.
Aus Afrika kennen wir das.
Diebstahl nennt man das eigentlich.
Diebstahl an Vermögen, das vorher allen gehört hat.
In Russland lebt die Mehrheit in bitterer Armut.
Einige wenige haben sich das allgemeine Vermögen angeeignet.Und gleich auch die Medien dazu.

Wer gute Kontakte zum Kreml hat wird unterstützt.
Wer aufmuckt, landet im Gefängnis.
Ologarchie?
Nein, Kleptokratie, Herrschaft der Plünderer wäre angebrachter und präziser.

Kdolsky und die Gesamtschule


Quelle: heute
Während der ministerielle Pausenclown Andrea Kdolsky(im Nebenberuf Gesundheitsministerin) uns wahlweise mit grüner Pappnase oder Mulatschak tanzend aus allen Gazetten entgegenspringt, scheint in Wien wirklich eine sehr weitreichende Entscheidung gefallen zu sein.
Vizebürgermeisterin Laska kündigte an, ab 2009 nahezu flächendeckend die Gesamtschule einführen zu wollen.
Das wird spannend, denn sehr viele Fragen sind offen (bei der Gemeinderatssitzung am Freitag werden wir sie stellen)
1.) Eigentlich ist Laska dafür nicht zuständig. Um die Gesamtschule flächendeckend einzuführen bedarf es einer Gesetzesänderung auf Bundesebene (ob da die VP mitgeht?)
2.) Oder man machts als Schulversuch (was zwar rechtlich “hatscht”, denn flächendeckend ist so etwas schwer argumentierbar) aber es ginge (wenn es das Ministerium duldet).
Jedoch: Dann müssen jeweils 2/3 der Lehrer/innen, der Elternvertreter und der Schüler/innen zustimmen, und zwar in jeder einzelnen Schule.
Angesichts des jetzt schon laut artikulierten Widerstands von AHS-Lehrergewerkschaft und AHS Eltern wird das mühsam bis unmöglich.
3.) Wie schaut die Übergangsfrist aus. Was machen jene Schüler/innen, die z.B. jeweils die 2. oder 3. Klasse AHS bzw Hauptschule besuchen.

Oder handelt es sich bei oben zitierten Vorschlag bloss um ein unabgesprochenes “brainstorming”?

Nachtrag 6 Stunden später : Scheint alles wie das Horberger Schiessen auszugehen.
Die Wiener Stadtschulratspräsidentin meint dazu: Geht sich bis 2009 nie aus. Soviel zur Wiener SPÖ:

Fragen über Fragen.
Ich bin gespannt, wie das weitergeht.Wir werden diese Fragen
(und viele mehr dazu) in den nächsten Tagen stellen.
Und sicher auch Wege finden, dies öffentlich zu machen.
Auch wenn inzwischen Kdolsky sicher ein ganz lustiger neuer Spass einfällt.

on kühtai – off line

hallo,
bin für tage mit walzisten im kühtai unterwegs und aller voraussicht nach offline.
bitte um verständis, dass es diese woche ruhiger wird meinerseits.
rühr mich spätestens anfang kommender woche wieder.
gruesse
c.

grosser EU Preis für unser Projekt

Oft hab ich hier über unsere sarch Projekte berichtet.
Wir laden Architekturfakultäten ein, in townships von Johannesburg (SA) Sozialeinrichtungen zu planen und auch zu bauen.
Und jetzt hat eines unserer Projekte einen der weltweit grössten Umweltpreise, den Energy globe award in der Kategorie Jugend gewonnen.

Der Standard hat heute Montag einen schönen Artikel dazu gebracht.

Gratulation an alle Linzer Kolleg/innen.

so wirds ausschauen

der Klimareport der UNO in Kürze.
Diese Grafik fasst zusammen, was sich in den verschiedensten Weltregionen verändern wird.
Die Welt wird also nicht untergehen, die Lebensbedingungen sehr vieler Menschen werden sich aber deutlich verschlechtern.

von der Kunst des Erziehens

nachfolgendes lesenswertes Gespräch hab ich in der Zeit gefunden.
Da sprechen zwei interessante Persönlichkeiten, Daniel Cohn-Bendit (den ich hier wohl nicht vorstellen muss) und Bernhard Bueb (langjähriger Direktor der sehr konservativen Internatsschule “Salem”, und Autor des Buches “Lob der Disziplin”) über Relevantes, das in unserer Schul-und Bildungsdiskussion zu kurz kommt: Über die Rolle von Autoritäten, die Auswirkungen von 68, Ziele der Schule im allgemeinen und auch sonst einiges Grundsätzliches.
Interessant zu lesen.
Und einmal mehr der Beleg, warum in Zeiten allgemein rückläufiger Zeitungsleser/innen, jene Blätter, die ihren Leser/innen Substanz zumuten, ihre Auflage deutlich steigern können.