Der Pellets-Schweinezyklus

Die Medien waren in den letzten Monaten voll mit Meldungen über drastische Preissteigerungen bei pellets.
Jetzt hat (von denselben Medien kaum berichtet) ein drastischer Preisverfall eingesetzt.
Vielleicht sollten wir das bekannte Phänomen des Schweinezyklus in Pelletszyklus unbenennen.
Was ist passiert.
In den letzten zwei Jahren erlebten Pelltes und Pelletsöfen, v.a. durch die drastischen Ölpreissteigerungen unglaubliche Zuwachsraten.
Pelltes, ein eher jungen Produkt wurde kurzfristig knapp, und die Produzenten und Händler schraubten die Preise drastisch in die Höhe.
Zusätzlich, weil Nachfrage und dann auch Preise derart stiegen, wurden Millionen investiert um europaweit – auch in Österreich – zusätzliche Erzeugungs-Kapazitäten zu schaffen.
Das ist passiert, und es dauert eben nur ein knappes Jahr, bis bei einem grossen Sägewerk die Investitionen installiert sind, um Späne zu Pellets zu verarbeitet .
Die hohen gestiegenen Pelltespreise im letzten Jahr liessen daraufhin den Absatz von Öfen in Österreich total einbrechen, zusätzlich gibts einen warmen Winter und jetzt beträchtliche Überkapazitäten (auf Jahre).
Die Preise werden also bis auf weiteres tief bleiben.
Trotzdem ist der Imageschaden beträchtlich.
Denn in den Köpfen der Menschen sind Pellets jetzt “teuer” .
That`s capitalism, stupid.

Rothneusiedl-Volksbefragung jetzt!

Gestern (Dienstag) abend waren mehr als 200 Menschen bei einer Bürgerversammlung der Grünen zu Stronachs Rothneusiedl-Projekt.
Jetzt ist die Zeit gekommen , mit Engagement und Ausdauer diesen städteplanerischen, wirtschaftlichen und ökologischen Unsinn zu verhindern.
Deswegen verlangen wir eine Volksbefragung.
Nicht Stronach oder Häupl, sondern die Bewohner/innen Favoritens sollen entscheiden, ob sie dieses riesige Einkaufszenrum wollen.
Die Stadtverfassunng zeigt uns den Weg:
Wienweit können (nach §102a der Stadtverfassung) 5% der Wahlberechtigten eine Volksbefragung beschliessen.
Es besteht auch die Möglichkeit auf Bezirksebene Volksbefragungen durchzuführen. Diese muss der Gemeinderat beschliessen (“wenn die Angelegenheit ausschliesslich oder im überwiegend für die Bevölkerung des Gebietes von Bedeutung ist”).
Wir meinen: Was für ganz Wien recht ist (5% können es erzwingen) muss für Favoriten billig sein.
Wir wollen jetzt rd 5900 (5% der Favoritner Wahlberechtigten) Unterschriften sammeln, um eine Volksbefragung durchzusetzen.
Die Fragestellung haben wir bewusst neutral gewählt:

Soll in Rothneusiedl das Magna-Einkaufszentrum gebaut werden?

Wie bei Expo und Staustufe Wien, beides wurde bei einer Volksbefragung entschieden, soll die Favoritner Bevölkerung mit JA oder NEIN entscheiden, wie es in Rothneusiedl weitergeht.

hier die Unterschriftenliste
(bitte weitergeben-mailen-und weitersagen)

rothneusiedl_uliste_gruene (pdf)

Neues aus Rothneusiedl

Heute Debatte im Gemeinderat über den Optionenvertrages der Stadt Wien mit Magna über das EKZ und das Stadion.
Weil ich weiss, dass viele Leser/innen dieses blogs an diesem Thema sehr interessiert sind, möchte ich ein hochinteressantes Protokoll der MA 18 zur Kenntnis bringen.
Es zeigt, was Magna will, ein riesiges Einkaufszentrum (mindestens 60000 m2 mit Ausbauoption auf 120 000m2)
zum Vergleich: 120 000 m2 ist mehr, als die Favoritenstrasse, die Simmeringer Hauptstr. und die Meidlinger Hauptstr. an Geschäftsflächen zusammen haben.
Durch die erwarteten Gewinne aus diesem Riesen EKZ soll ein Stadion mitfinanziert werden.
Das Protokoll zeigt, wie verheerend das für die Nahversorgung wäre, und dass erst um teures Steuergeld Verkehrsinfastruktur – Strassen wie die A24 (Verbindung zwischen Tangente und S1)sowie die U-Bahnverlängerung errichtet werden müssten.
Nach Lektüre dieses Protokolls und der Details dieses Optionenvertrags bin ich sehr optimistisch, dass dieses die Stadtstruktur gefährdendes Projekt nicht errichtet werden kann.
Wir bleiben an diesem Thema dran.
Hier das Protokoll:
ekz (pdf)