auch in Wien steigen die CO2 Emissionen

Die ewige Leier der Wiener SP ist ermüdend: alles in Wien ist super, besonders super ist die Klimapolitik.
Tatsache ist: Seit 1990 sind die Wien zugerechneten Treibhausgase nicht gesunken, sondern um 17,4% gestiegen.
So steht es schwarz auf weiss in einer Studie “Evaluierung der Umsetzung des Klimaschutzprogrammes der Stadt Wien” im Auftrag der Stadt Wien.


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Es zeigt sich: V.a. im Verkehr (und in der Stadtplanung) muss Grundsätzliches anders werden.

“Grüne” Energie ist nicht automatisch “gut”

Die Energiewende (Energieeffizienz und erneuerbare rein – fossile und atomare raus) ist unabdingbar.
Die prinzipielle Richtung ist klar und eigentlich einfach , im Detail verwischen sich die Grenzen zwischen richtig und falsch.
Natürlich ist es sinnvoll, fossile Brenn-und Teribstoffe durch biogene zu ersetzen (z.B. auf jene Flächen, die derzeit gefördet durch die EU brachliegen müssen oder durch “Kuppelprodukte” in der bestehenden Nutzung -zusätzlich zum Getreide wachsen andere Pflanzen, die der Energieproduktion dienen.
Sicherlich nicht sinnvoll ist es, grossflächig Regenwald zu roden, um dann Monokulturen von Palmen zur Ölproduktion (Export) anzubauen, wie in Malaysia, oder diese Entwicklungin Brasilien.
Das ist sicher die falsche Richtung, die auch sicher bald von der Öl- und Atomlobby aufgegriffen wird, um prinzipiell gegen “grüne” Energie zu polemisieren.
Aber so ist Politik: Allzuselten gibts klare “schwarz-weiss” “gut-böse” Fronstellungen, oft muss man fragen “hängt davon ab, ob…”

die Autoindustrie schlägt zurück

Klimaschutz ist Klimapolitik.
Und Politik heisst Kampf.
Wer ist stärker?
Die europäische Politik, die richtigerweise die Autoindustrie (ohnehin zahm mit langen Übergangsfristen) zur Reduktion der CO2 Emissionen zwingen will.
Nachdem freiwillige Vereinbarungen von der Autoindustrie nicht gehalten wurden.
Oder deutsche Autobosse, die jetzt massiv Druck auf “Brüssel” ausüben
Vielleicht widmet sich auch die österr. Öffentlichkeit dieser ziemlich relevanten Auseinandersetzung, statt uns zum 100. Mal mit “Enthüllungen” über Stache&Co zu langweilen.

tödliche Rechtsabbieger-ist das eine Lösung?

Hier hat beim Rechtsabbiegen heute Früh (wieder ein mal) ein Auto einen Radfahrer niedergeführt; glücklicherweise ist nur das Rad ruiniert, das Auto hat paar Kratzer, diesmal wurde niemand verletzt
mit weniger Glück kann man hier sterben.

Radler/innen kennen diese Kreuzung vor dem Volkstheater.
Gefährliche Situationen – Autofahrer erkennen Radler im Rückspiegel nicht – sind der Regelfall.
Und ähnliche Situationen gibts bei ziemlich vielen Kreuzungen in Wien.
Sie wirksamn zu entschärfen, ist nicht ganz einfach.

Trotzdem scheint mir diese Lösung (ich glaube es gibt sie nur einmal in Wien) ausserordentlich hilfreich.
Ort: Ecke Margaretenstrasse/Paulanergasse

Nähert sich ein Radler der Kreuzung beginnen eingebaute Leuchten in der Strasse sehr auffällig zu blinken – sie simulieren quasi die Radroute und signalisieren den Autofahrern Nachrang.
So sieht das Einzelteil aus:

Da ich weiss, dass viele Leser/innen dieses blogs Radler/innen sind meine Frage:
Was haltet Ihr von dieser Massnahme?
Bitte vor Ort anschaun!
Feedback täte mich interessieren,
dann würd ich mich nämlich dafür stark machen, dieses System auf viele “Rechtsabbieger-Kreuzungen” auszudehnen.

Seine Bücher bleiben

Ryszard Kapuscinski ist gestorben. Letztes Jahr hatte ich noch die Gelegenheit, diesen ganz grossen Autor bei einem Vortrag in Wien zu erleben.
zwei seiner Bücher möchte ich hier besonders hervorheben:
Afrikanisches Fieber. (Hier spürt man regelrecht, was es heisst Malaria zu bekommen)Für mich das beste Buch über Afrika
sowie
König der Könige – eine Parabel der Macht
Ja, eine Parabel der Macht; ein politisches, historisches und auch literarisches Meisterwerk

Wo können in Wien Unis gebaut werden

Weil hier mit diesem blog die Wiener Stadtplanung oft heftig kritisiert wird, heute einmal ein Lob und die Veröffentlichung interessanter Ergebnisse.
Wenn Wiener Universitäten wachsen wollen, wo gibt es in Wien ausreichend verfügbare Flächen für neue Standorte, und wie sind diese zu bewerten.
10 Standorte wurden untersucht, eingehende Gespräche mit den Universitäten geführt, die Ergebnisse eröffnen die Chance einer rationalen Diskussion.

1.) Interessant die nach oben revidierte Bevölkerungsprognose.
Derzeit wächst Wien stärker, als alle erwartet haben:


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2.) Das sind die Flächen, welche die Wiener Universitäten derzeit benutzen, und das zeigt auch den erwarteten Bedarf:


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3.) Und das ist die Bewertung aller untersuchten 10 Standorte nach verschiedenen Kriterien.


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Wer sich alle Folien anschauen möchte, z.B. die teils völlig unterschiedlichen Bewertungsprioritäten von Studierenden und Professoren, beilage_1_20060123-stek28-steka44-top1-uni-sto-konzept (pdf).

Eine selten erzählte Geschichte

des Wienerbergs.
Hier eine Kostprobe eines neuen Buches.
Autor: der mutige Reinhard Seiß.
Mutig deswegen, weil er spätestens nach diesem Buch sicher sein kann, vom Wiener Rathaus, das alles, nur keine Kritik verträgt, keine Aufträge mehr zu bekommen.
Sein Buch wir am 30.1. präsentiert.
Ort: bene, Wien1, Renngasse 6,
Beginn: 18.30
Thema der Podiumsdiskussion:
Stadtentwicklung als Spiegel der demokratischen Kultur.

Jeder, der ein bisschen verstehen will, wie Stadtentwicklung (nicht nur) in Wien funktioniert, sei dieses Buch und diese Veranstaltung wärmstens empfohlen.

und wieviel Strom verbrauchen Sie?

Der Orkan zeigt:
Das heisst Klimawandel.
Das heisst: “Wetterextreme” häufen sich.
Und nur wenn der Energieverbrauch SINKT, reduziert sich der CO2 Ausstoss.
Beim Stromverbrauch bemerke ich immer:
Kaum jemand hat eine Ahnung.
Kaum jemand weiss, wieviel er/sie verbraucht.
und die wenigsten wissen, ob ihr Stromverbrauch jetzt besonders hoch, oder niedrig ist.
Deshalb mein Vorschlag, der sehr rasch realisiert sein kann.
Strom-Versorger bitte informiert Eure Kunden-denn Eure Stromrechnung ist völlig unverständlich!
So sollte es in Zukunft funktionieren.
Und am besten gleich nachschauen, wie man selber liegt.



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und zusätzlich zur meist völlig unleserlichen Stromrechnung erhält man folgenden Brief:

Betr.: Ihre Jahresstromabrechnung 2007

Sehr geehrter Herr Busch!

Anbei erlauben wir uns, Ihnen Ihre Jahresabrechnung für den verbrauchten Strom zukommen zu lassen.

Herr Busch, Ihr Haushalt hatte im vergangenen Jahr einen Stromverbrauch von

1.300 kWh

Die Kilowattstunde (kwH) ist die Messeinheit für Ihren Stromverbrauch. Gemessen am Durchschnitt der Wiener Haushalte liegen Sie damit in der Kategorie: B (gut). Nur zur Orientierung: der durchschnittliche Stromverbrauch eines Wiener Haushalts liegt bei 2.200 kWh/Jahr.

Damit haben Sie einen vergleichsweise geringen Stromverbrauch und tragen wesentlich zum Klimaschutz bei. Bitte berücksichtigen Sie, dass diese Tabelle nur eine Orientierung ist und natürlich der Verbrauch von der Größe und BewohnerInnen Zahl ihres Haushaltes abhängt.

Zur Erläuterung: Für ihre individuelle Berechnung dient folgende Orientierung: Unser Beispiel bezieht sich auf einen Zweipersonen Haushalt. Für jede weitere Personen rechnen Sie 300 kWh als Verbrauchswert hinzu. In Einpersonen-Haushalten ziehen Sie bitte die 300 kWh ab.
Wenn Sie mit einem Elektroherd kochen, müssen Sie in ihrer Berechnung von einem ca. um 300 kWh höheren Stromverbrauch ausgehen.

Zur Information: Wir wollen Sie darauf hinweisen, dass Ihr Stromverbrauch seit dem letzten Jahr um über 10% angestiegen ist.

Alle reden derzeit vom Kyoto-Ziel. Wir sind sicher, dass auch Sie ihr persönliches Kyoto, die Reduktion ihres Stromverbrauchs um 13%, erreichen können (siehe unten). So nebenbei: damit leisten Sie nicht nur ihren Beitrag gegen den Klimawandel, sondern sparen sich ca. 33,- Euro. Aus bisherigen Erfahrungen wissen wir, dass der Stromverbrauch durch einfache Maßnahmen um mindestens 15% verringert werden kann. Energieeffiziente Haushalts-geräte, energiesparend Kochen, die Verwendung von Energiesparlampen oder der Verzicht auf den Stromverbrauch durch den Standby Betrieb sind nur einige Beispiele, in denen viel Potential liegt. Sie helfen damit, die CO2-Emissionen zu reduzieren, damit zum Klimaschutz beizutragen und zugleich Ihre Kosten zu reduzieren.

Wir haben uns erlaubt, Ihnen anbei eine Liste mit Tipps zur Reduktion des Stromverbrauchs beizulegen. Unsere Effizienzberater stehen Ihnen unter der kostenfrei erreichbaren Telefonnummer 08002468246 gerne für Fragen zur Verfügung.

Gerne stellen wir Ihnen – kostenfrei – ein Strommessgerät zur Verfügung, mit dem Sie selber einfach Ihren Stromverbrauch messen können. Entdecken Sie die Stromfresser in Ihrem Haushalt und sagen Sie ihnen den Kampf an. Sie werden sehen: schon im kommenden Jahr werden sich Ihr Stromverbrauch und Ihre Kosten erheblich reduziert haben.

Eine gute Berechnungsgrundlage für Ihr Stromsparpotential bietet Ihnen übrigens diese Website
Wir hoffen, Ihnen damit geholfen zu haben und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Ihre Wien Energie