blau/oranger Postenschacher

Wer sich die Mühe macht, ein bisschen zu recherchieren (ein Hoch den Suchmaschinen), wird draufkommen, wie unverschämt die “Antiprivilegien-Antikorruptionspartei”Blau/Orange Postenschacher betrieben hat.
Heftig unterstüzt von der VP wurden hemmungslos Parteigänger versorgt, und z.B. die sehr wichtige Zukunfts-und Innovationsgesellschaft “Seibersdorf” völlig eingebläut.

Die folgende Liste ist sicher nicht vollständig, angesichts des Posten-Ringelspiels nicht unbedingt überall tagesaktuell;
sie soll nur einen Einblick geben, wie ungeheuerlich sich diese Herrschaften an öffentlichen Ämtern bedient haben.

Verkehrsministerium, ÖBB, Asfinag, Austrocontrol

Sozialministerium, Hauptverband

Seibersdorf

aktuelle Ergänzung:
danke für die vielen mails, die ich jetzt bekomme, wo sonst noch eingebläut wurde.
hier nur ein Fall, den ich rasch ergänze, weil dieser Tage die Entscheidung fallen soll:
Bei der (nunmehr zur ÖBB gehörenden) Postbus Gmbh wurde auf Betreiben von BM Gorbach dessen guter persönlicher Bekannter Michael Gassauer, bis dahin im Telekombereich tätig und aus dem Militär kommend, als in Nahverkehrsfragen jedenfalls unbeleckter zweiter Geschäftsführer installiert. Erste große Leistung: Exekutieren der Öffnung der Postbus-Tankstellen für Dritte auf Zuruf seines Mentors Gorbach, der diese populistische, für das Unternehmen aber teure Maßnahme zugunsten der Postbus-Konkurrenz PKW dringend in den (dennoch erfolglosen) BZÖ-Landtagswahlkämpfen 2005 benötigte. Extrem hohe Spesenrechnungen Gassauers haben mittlerweile sogar die interne Revision des ÖBB-Konzerns auf den Plan gerufen. Zugleich gibt es Beziehungen zwischen Gassauer und seiner Familie und einem großen Bushersteller, der potenzieller Groß-Lieferant des Unternehmens Postbus ist. Dennoch wollen BZÖ&Co beim Postbus-Aufsichtsrat im September eine massive Aufwertung von Gassauer durchdrücken –

Zitate und Reaktionen zur “Einbläuung” von involvierten Zeitzeugen

Zitat Niki Lauda (ÖBB Kurzzeit Aufsichtsrat)
„Bevor es überhaupt Hearings oder Diskussionen über einzelnen Personen gab, sind Namenslisten überbracht worden, die offenbar in Auftrag von Helmut Kukucka und Hurbert Gorbach erstellt wurden“

Böhler-Uddeholm Chef Claus Raidl drohte gar mit Rückzug als Seibersdorf- Gesellschafter: „Seibersdorf darf keine personsl- und parteipolitische Zweigstelle des Infrastrukturministeriums sein“.

Siemens Generaldirektor Albert Hochleitner hat aus Protest sein Amt als Aufsichtsratspräsident der ARC zurückgelegt, weil BM Reichhold erfahrene Geschäftsführer durch FPÖ nahe Manager ersetzen liess

26 Replies to “blau/oranger Postenschacher”

  1. wenn das auf die aussagen von herrn hojac bezogen ist, stellt sich die frage ob jemand das sommergespräch gestern überhaupt ernst genommen hat. schwach war es von beiden gesprächspartnern.

  2. Eine schöne Liste. Jetzt müsste sich nur noch irgendjemand mal die Frage stellen, worans denn liegen könnte, dass es den Grünen nie gelungen ist, in dieser (äusserst stimmenträchtigen) Frage “Freunderlwirtschaft” die Themenführerschaft zu erlangen. Dabei sinds doch die Grünen, die als Einzige mit Recht darauf verweisen könnten, hier sauber zu sein. Wirds also diesmal ein ernsthaftes Wahlkampfthema, oder wirds wieder genau dieser scheinheiligen blau/orangen Truppe überlassen? Wenn ich mir die grünen Wahlplakate ansehe, kenne ich die Antwort eigentlich bereits.

    1. Ha! Ist ja sehr spannend, wie sie bei diesem Thema plötzlich alle aus ihren Löchern kriechen. Da heissts jetzt ordentlich nachstossen. Bei den Gsichtern kommts auf ein paar Narben mehr wirklich nicht mehr an!

    2. Das liegt aber einzig daran das die Grünen nochn ie in der Regierung waren. Falls die Grünen (gott bewahre) es tatsächlich mal schaffen, würden sie wohl genauso verfahren wie jede andere Partei.

    3. is ja auch so, dass chorherr im bund keine rolle spielt. warum sollen denn seine themen dort eine rolle sipielen? di haben eben eine meterdicke personaldecke und können auf cc leicht verzichten.

  3. Kein Ausschließungsgrund! Nun im Ernst. Burschenschafter-Vergangenheit kann doch kein Ausschließungsgrund für Postenvergabe sein. Dann müßten konsequenterweise auch alle CV’er und ehemals Junge Falken abberufen werden.

    1. Ernst? Ist heute 50 Jahre alt… … ich weiss. Schon mal an die grosse Mehrheit all jener gedacht, die sich in keiner dieser Organisationen das Hirn matsch reden lassen möchte? Das Problem ist eben wirklich nicht, dass es kein “Ausschliessungsgrund” sein darf, sondern dass es in politiknahen Bereichen Voraussetzung ist, bei irgendeiner Partie mitzumarschieren.

      Und dann kommen halt viele matschgeredete Hirne an entscheidende Posten… klassische “negative Auslese”.

    2. Wieso nicht! Jugendliche Pfadfinder mit schlagenden Verbindungen zu vergleichen ist ein Witz!

      Für mich haben Gründungsmitglieder von verbotenen Parteien (Organisationen),
      kein Recht auf einen öffentlich besetzten Posten. Wer jemals der nationalen Gesinnungs-
      gemeinschaft angehörte oder deren Thesen vertritt hat an einer öffentlichen
      Führungsposition nichts verloren.

    3. an Fritz H.: Schlagende Verbindungen mit verbotenen Organisationen gleichzusetzen ist aber
      gleichfalls ein Witz! Und warum darf man einer “nationalen Gesinnungsmeinschaft” nicht
      angehören? Soviel Demokratieverständnis sollte doch noch erhalten bleiben, auch wenn
      es die jetzige Regierung nicht gerade vorlebt (vgl. Wahlbehördenentscheidung).

  4. Warum nur Blau/Orange? Seit mindestens 35 Jahren machen ROT oder SCHWARZ oder ROT/SCHWARZ genau das Gleiche, und haben dadurch Hunderte (wenn nicht sogar Tausende) unfähige Parteibuchfreunderln in hohe Positionen der Wirtschaft verfrachtet.
    Von einem ‘glaubwürdigen’ Politiker würde ich eine Liste der 1000 größten Firmen des Landes erwarten, mit allen Parteibuchzugehörigkeiten der jeweiligen Manager.
    So bleibt nur der Nachgeschmack auf billige Wahlpropaganda.

    mfg Peter Einberger

    PS: Bei der nächsten NR-Wahl wähle ich sicher nicht BLAU oderORANGE, aber ganz bestimmt auch nicht GRÜN.

    1. Du hast vollkommen recht.
      Leider sind alle Parteien und alle Politiker gleich.
      Aber leider geht es ohne Parteien und Politiker nicht.

    2. @macho blödsinn, dass “alle politiker gleich” sind, genauso wenig wie alle menschen gleich sind, oder? die mühe, die besseren rauszufinden, musst Du dir schon machen!

    3. weder blau, noch orange schon gar nicht grün. bleiben also: entweder rot+schwarz, die laut ihren worten “seit 35 Jahren das gleiche machen”. und der egomanische krone-saubermann hpm, der sein ganzes leben lang keine einzige person finden konnte, die länger als ein paar monate sinnvoll mit ihm zusammenarbeiten konnte? oder wie wärs mit der kpö? viel spass beim wählen!

  5. und erst die abzocke und nicht zu vergessen die gerechtigkeitspartei mit der einkommensgrenze für abgeordnete und dem sozialfonds, von dem wir nie wieder was gehört haben, außer dass neulich der b’soffene NAZI-buchstabierer gaugg von der fpö jetzt für seinen rücktritt vom zugeschanzten hauptverbandsposten 352.000 euro bekommt, und dort vorher schon nebst seinem 10.000-euro-salär 80.000 euro an “beraterhonoraren” agezockt hat.

  6. Internet sei dank Die Liste ist sehr interessant. Aber es zeigt dass das Internet das politische Geschehen transparenter machen kann.

    Hoffentlich wird der neuen Regierung, egal welche Farben sie repräsentieren möge auch so auf die Finger gesehen.

    Wobei die Qualifikation und nicht das Parteibuch für oder gegen eine Besetzung ausschlaggebend sein sollte.

    In der dieser langen “orange-blauen” Liste wird es doch auch gute und qualifizierte Personen geben oder nicht?

    LG aus Hamburg

  7. “Die Wahrheit… … kommt irgendwann ans Licht. Eure Lügen die brauchen wir hier nicht.”

    Könnte man auch auf manche Postings von heute beziehen, ist aber eine Textzeile aus Hazehs erstem Werk im Rahmen seiner soeben begonnenen Rapper-Karriere. Wer Blau-Orange noch ernst nehmen kann, der folge zwecks Heilung diesem Link, wer nicht, der folge ihm ebenfalls und entscheide selbst obs zum Lachen oder zum Weinen ist. Fest steht: Die Rattenfänger sterben nicht aus, ihre Methoden auch nicht. Ton aufdrehen:

    http://wirgebendentonan.fpoe.at/HC_Strache-Oesterreich_zuerst.mp3

    cc verzeihe mir den backlink für die fpoe-homepage…

    Beste Grüsse.

    1. die da?! Der Rap vom WC Strache klingt nach “die da” von Fanta4…. mit ein bissl was von Banküberfall von der EAV…
      Der Text ist halt Scheisse.
      Grüße
      mid

  8. http://www.KLIMAWANDEL.com Aufgrund der vielen Kommentare zu “blau/oranger Postenschacher” denke ich,
    daß der Christoph wieder einmal den Nagel sehr stark auf den Kopf getroffen hat.
    Wer hat da den Leuten immer was erzählt vom bösen Postenschacher ?
    Wer war das noch ? Ich kann mich gar nicht mehr erinnern. Komisch.
    Also die orangen Bezis könnens wohl nicht gewesen sein…

  9. http://www.KLIMAWANDEL.com Die Conclusio: Schaffts das Internet ab. Dann kann Euch sowas nicht mehr passieren.
    Oder warum eigentlich nicht gleich die “Austro Abcash” gründen ? Die könnte dann
    der Einfachheit halber ausschließlich aus lauter Vorständen bestehen und als
    Unternehmensziel ordentlich abcashen haben. Richtig zulangen. Ordentlich abcashen.
    So richtig. Damit die Braven und Anständigen auch einmal zu was kommen…

  10. Ein Gesetz müsste her, das folgendes beinhaltet:

    Politiker dürfen die Posten von öffentlich bediensteter nicht besetzen, sondern sie müssen öffentlich ausgeschrieben werden, und der Nationalrat als auch der Bundesrat müssen mit ihrer Mehrheit den bestmöglichst qualifiziertesten Jobsuchenden aussuchen. ex-Minster sind aber von deren Jobs ausgeschlossen, außer sie waren die letzten 4 Jahre nicht Minister.

  11. Interessant das mache Postings hier unter die Zensur fallen. Schämen sie sich nicht Herr Chorherr? Sollten Sie aber!
    Ihre Argumentation zu diesem Thema baut sich lediglich auf Lügen, Halbwahrheiten und bösartige Unterstellungen auf.
    Was sie hier betreiben ist eine wahre Hetze auf Menschen die bemüht ihrer Arbeit nachgehen, im Gegensatz zu Menschen – die im großteils im Linken Spektrum der Republik angesiedelt sind – die auf Kosten anderer, obendrein vielleicht auch noch eingekifft, den schönen lieben Tag verstreichen lassen.

    Sie sind eine Schande für die Demokratie!

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