Was ist so schlimm an der Gesamtschule?

Teacher ist AHS Lehrer, offenbar häufiger Besucher meines blogs und Kritiker der Gesamtschule (siehe sein letzter Kommentar)
Ist vielleicht fruchtbar, eine niveauvolle Diskussion zu führen.

1. Die von Ihnen zitierte Studie ist mir auch aufgefallen.
Hier kann ich mich (wahrscheinlich wie Sie) nur über viele Eltern wundern und sie heftig kritisieren. Wer einem 7 oder 8 Jährigen den eigenen Fernseher ins Kinderzimmer stellt, überfordert ein Kind total.
Wie soll es alleine z.b. einen Zugang zum Buch finden, wenn per Knopfdruck jedwede Sendung abrufbar ist?
(Es geht mir nicht um das Fernsehgerät an sich – im Wohnzimmer – sondern um jenes im eigenen Kinderzimmer)
Kein Wunder, dass diese Kinder schlechtere Leistungen bringen.
2. Aber: Das ist für mich kein Argument, bereits 10 Jährige in “begabt” heisst “Matura” heisst “gesellschaftliche Position” und vice versa zu trennen, sondern so wie überall (!!) in Europa, mit Ausnahme Deutschlands und Österreichs diese Trennung erst vor der Oberstufe vorzunehmen.
3. In einer gemeinsamen Schule der 10-15 jährigen zu lernen , heisst auch nicht, dass alle alles gemeinsam machen müssen. Auch hier kann und soll bereits je nach Begabungen,Interessen aber auch Fördernotwendigkeiten differenziert werden.
Dazu braucht man auch speziell ausgebildete Personen, auch Sozialarbeiter/innen , die gerade diesen Förderunterricht organisieren sollen.
Das kann, da haben Sie recht, der klassische AHS Lehrer nicht alles anbieten.
4. Diese gemeinsame Schule bietet v.a. die Chance, dass jene, die vom Elternhaus (“bildungsferne Schicht” oder nennen wir es beim Namen “Unterschicht”) benachteiligt sind, auch andere Milieus kennenlernen, sich andere Freunde suchen und “aufsteigen” können.
5. Wenn Finnland, das, wie ich hier in Grafiken gezeigt habe, deutlich bessere Gesamtergebnisse bringt UND gerechter ist, mit einer gemeinsamen Schule (samt innerer Differenzierung” zm PISA Sieger wird, dann versteh ich nicht, wieso sich so viele AHS-Leher dagegen sträuben.
6.Die Angst, dann mit Hauptschullehrern auf eine Stufe gestellt zu werden, die weniger verdienen, verstehe ich dann, wenn damit Gehaltskürzungen verbunden wären. Das ist, wenn es nach uns geht aber nicht der Fall, und angesichts der Macht der Lehrergewerkschaft auch nicht zu erwarten.

Jane Jacobs gestorben

Bei uns kennen sie nur wenige.
Leider.
Denn ihre Bücher und Forschungen über Städte und Urbanität waren bahnbrechend und bringen auch heute noch Klarheit in diese wunderbaren, wilden, unberechenbaren menschlichen Artefakte, Städte genannt.
Sie hat schon in den 60er Jahren den Begriff “Diversity” als zentrale Eigenschaft des Urbanen eingeführt.
Ihr bekanntestes Werk “death and life of great american cities” bleibt einer meiner zentralen Buchtips (sie das vierte Bild in der obersten Reihe)
Jetzt ist Jane Jacobs 89 jährig verstorben.
Ihre Bücher und Gedanken bleiben.
Hier ihr website
und hier noch eine ausführliche Biographie.

deswegen muss eine grundlegende Schulreform her

Neben der Energiewende ist eine grundlegende Reform des Schulwesens mein zweites Herzensanliegen (wenn so ein unpolitischer Begriff erlaubt ist)

Respekt statt Demütigung, heisst es in einem lesenswerten Interview
hier

insbesondere geht es darin um Hauptschulen, und was man machen kann, um die Aufstiegschancen derer zu verbessern, die vom Elternhaus benachteiligt sind.
Ja und im Kern geht es darum, warum die Trennung mit zehn so grundfalsch ist.

Fast alle haben Schule als Ort des Scheiterns oder der Demütigung erfahren…

Wir versammeln in diesen Schulen all jene, die sozial, kulturell, leistungsmäßig am schlechtesten gestellt sind. Deren Benachteiligung beginnt schon vor der Schule. Einem Akademikerkind wird in den sechs Jahren vor Schuleintritt etwa 1700 Stunden vorgelesen. Wissen Sie, wie viele Vorlesestunden ein Kind am anderen Ende der Sozialskala genießt?

ZEIT: Sagen Sie es.

Lehberger: Gerade einmal 30 Stunden. Statt solche Startunterschiede abzumildern, verschärft unser gegliedertes Schulsystem diese noch. Überspitzt formuliert, fragen wir nach der vierten Klasse: Wer von euch ist arm ? Wer kann schlecht Deutsch? Wer hat miese Noten? Wer ist mal sitzen geblieben? Alle, die sich melden, stecken wir in eine Klasse. Damit schaffen auch wir in der Schule eine Parallelgesellschaft – etwas, was wir Ausländern immer vorwerfen.

ZEIT: Inwiefern?

Lehberger: Wir halten die Kinder systematisch davon ab, Freundschaften mit Deutschen zu schließen. So lernen sie keine anderen Lebenskonzepte oder sozialen Schichten kennen und haben damit auch weniger Gelegenheit, ihre deutsche Sprachfertigkeit zu entwickeln. Von Pisa wissen wir, dass in städtischen Hauptschulen die Zusammensetzung der Schülerschaft so problematisch ist, dass es der Schule nicht einmal gelingt, die vorhandenen Leistungspotenziale ihrer Schüler auszuschöpfen.

Deswegen muss Schluss sein mit der Trennung bereits mit zehn.
Eine gemeinsame Schule mit innerer Differenzierung muss kommen.

Wientalradweg-es geht voran

Gar nicht so selten machts wirklich Spass in der Kommunalpolitik zu sein.
Der Wientalradweg kommt voran.
Die Leiter der beiden mit der Umsetzung betrauten Abteilungen (MA45 Wasser-bzw MA 28 Brückenbau) luden zu einer “Begehung”.
Lob möcht ich den beiden Leitern (ich lass frecherweise die Titel weg) Winter (Brückenbau, im Bild mit der gelben Jacke) und Redl (Wasserbau – im Bild mit Haube) aussprechen, die mit Engagement und enormen Fachwissen die Sache vorantreiben.

bei der Begehung auch dabei : der Radwege-koordinator Franz Blaha, mit dem die Anschluss-stellen besprochen werden.

Eine besonders schöne Strecke ist jene zwischen Kennedybrücke und Schönbrunn.

Jetzt wird von den beiden Abteilungen eine Ausschreibung vorbereitet, um jenes interdisziplinäte Team zu suchen, das die Machbarkeit und die Kosten genau untersucht.

Der klare Willen es umzusetzen, war bei der Begehung spürbar.

Und ausserdem hab ich wieder etwas Neues über Wien gelernt:
Unter der (stadtauswärts gerichteten) Stasse bei der Kennedybrücke ist eine grosszügige Unterführung gebaut.
Da haben wir die Nase hineingesteckt.


Ob wirs für den Wientalradweg brauchen ist noch nicht klar.

Stronach Stadion – weitere Fortsetzung

Immer spannender wird es, wenn man rund um das angebliche Austria Stadion in Rotneusiedl recherchiert.

Und schön auch, nicht nur im ORF zitiert zu werden, eine grosse Geschichte im standard zu finden, sondern ein weblog zu haben, wo Platz ist, die Dinge darzustellen.
In Wirklichkeit versuchen hier Private im Dunstrkreis der Austria Unsummen mit Grundstücken und einem Mega Einkazufszentrum zu verdienen, indem man den Steuerzahler dazu bringt, einen Acker im Süden Wiens (der aber 2/3 der Fläche des 7. Bezirkes hat) um ca 300 Mio Euro mit U-Bahn, winer Autobahn etc. aufzuschliessen.

Die Details dazu:

Das Verkehrsdebakel

Derzeit ist das neue Stadion verkehrsmäßig total abgeschnitten – Verbesserungen benötigen Großinvestitionen, die lange Vorlaufzeiten haben und auch sehr teuer sind. Für die Anfahrt mit Bus und Auto sind derzeit eine Überquerung der Donauländebahn, die nach Bau einer weiteren Bahnbrücke noch öfter geschlossen sein wird, notwendig. Derzeit gibt es weder eine U-Bahn noch eine Straßenbahn dort. Für die U-Bahn ist weder ist die Finanzierung mit dem Bund geklärt, noch liegen Detailplanungen vor. Betriebsbeginn: Frühestens 2014/15. Auch die Planungen/ Finanzierungen/Umweltverträglichkeitsprüfung etc. für die „Hanson-Spange (Verbindung A23 S1)sind in weiter Ferne.

Was laut Stadtentwicklungsplan notwendig wäre:

Es gibt im STEP 12 Entwicklungsgebiete, und eine „Entwicklungsoption“, eben Rothneusiedl.

Und im STEP wird auch gewarnt:

Es besteht – ausgelöst durch den Infrastrukturausbau – die latente Gefahr der Versiegelung von landwirtschaftlich genutzten Flächen, sowie von Bodenspekulation im Bereich der Landwirtschaft.

Dort ist aber auch klar festgehalten, was passieren muss, um dieses Gebiet zu „erschließen“:
Erstellung eines für den gesamten Bereich gültigen und wirksamen Masterplanes als Grundvoraussetzung für eine stadtverträgliche Umsetzung der Entwicklungsvorstellungen
Maßnahmen
Aufbau einer Organisationsstruktur zur Umsetzung der raumplanerischen Zielsetzungen
Verknüpfung übergeordneter Grünraumkonzepte auf Wiener Gebiet (Wienerberg, Heuberggstätten, Rothneusiedl) mit jenen auf niederösterreichischem Gebiet
und Verlängerung der U1 und damit verbunden die notwendige Errichtung von Wohneinheiten (Errichtung einer Park and Ride-Anlage sowie Verknüpfung U1-S1)
Die Errichtung der Spange von S1 zu A23 ist unbedingt erforderlich, unabhängig von jeder (baulichen) Entwicklung in diesem Gebiet

Die öffentlichen Kosten dieser Erschließung sind gewaltig:

Straßenanbindung („Hanson Spange), U-Bahn, Straßen, Wasser, Kanal, Energie etc. werden mindestens 300 Mio Euro an Steuergeldern kosten.

Die Bedrohung der Nahversorgung

Am 17. November 2005 schreibt News (das in diesem Fall sicher sehr gut informiert ist, da der damalige Chefredakteur von news, Peter Pelinka Vizepräsident der Austria ist: „Gigantisch ist auf alle Fälle, was auf rund 230.000 Quadratmetern entstehen soll: ein Stadion für die Austria mit 31.000 Sitzplätzen, dazu ein kleines Stadion für die Amateure. Weiters Österreichs größtes Shoppingcenter, ein Freizeitpark mit einem 18-Loch-Golfplatz und ein hypermodernes Rehazentrum. Bauvolumen: 1,8 Milliarden Euro.“

Damit würde die gesamte Nahversorgung in Favoriten und Meidling ebenso massiv geschädigt werden, wie die Einkaufszone Favoritenstraße. Das ist der Tod der Nahversorgung in Favoriten und Meidling.

Völlig ungesicherte Austria Zukunft

16. April: Mehrere Medien präsentieren einen Geheimvertrag zwischen Generalmanager Anton Polster, Herbert Prohaska, dem Anwalt Skender Fani, Austria-Manager Markus Kraetschmer, Polster-Nachfolger als Generalmanager und dem Bauunternehmer Michael Wall (geb. 1966). Austria-Manager Kraetschmer sagt in dem Zusammenhang zum Kurier: „Prohaska hätte Präsident werden sollen, Polster Generalmanager. Und Wall baut das Stadion…“

18. April: Der Standard präsentiert Protokolle von Treffens von Austria-Beteiligten wie u.a. Robert Leither (Sponsorkonsulent der Austria) und Anton Polster (damals Generalmanager der Austria). Die Protokolle wurden unter anderem in der Magna-Europa-Zentrale aufgezeichnet. Darin heißt es unter anderem, dass es ein “Grundteam“ zur Neuorganisation der Austria gebe. Darunter gebe auch einen Baumeister namens Wall, der „als Bauunternehmer beste Kontakte ins Rathaus, insbesondere zur MA 21“ handle. Die Austria-Kuratoren Robert Nowikowski und Martin Schlaff werden als „mögliche Liegenschaftskäufer“ in Rothneusiedl bezeichnet.

19. April: Laut Austria-Präsident Peter Langer seien Nowikowski und Schlaf „keineswegs aktuelle Bewerber“. Doch so Langer weiter: „Wir streben ausschließlich eine Zusammenarbeit mit Stronach an. Sollte das wider Erwarten schief gehen, wären wir schlechte Kaufleute, würden wir andere Optionen auschließen.“

Tatsache ist, dass derzeit die wirtschaftliche Zukunft der Austria völlig unklar ist.

Ein kleines Who is Who

Ing. Ferdinand Hager ist Geschäftsführer der Logistik und Businesspark Rothneusiedl (LBR). Derzeit verhandelt nach Informationen der Grünen Ing. Ferdinand Hager ebenso wie die MA69 mit den Grundstücksbesitzern. Nur: Ferdinand Hager ist gleichzeitig auch „Kooptierter Berater des Verwaltungsrates der Austria Wien“, hier aber als Geschäftsführer der SET-Bauprojektierungs-Gesellschaft m.b.H. Auf der Homepage der SET heißt es unter anderem: Neben diversen Liegenschaften, die sich in unserem Eigentum befinden, verfügen wir durch unsere langjährige Tätigkeit in der Projektentwicklung und den damit verbundenen guten Kontakten zu vielen Gemeinden (z.B.: Stadt Wien), Planungsbüros und Leasinggesellschaften über ein breit gefächertes Angebot an Grundstücken und auch Bestandsobjekten.

Ich frag mich:Für wen arbeiten Austria–Berater nun tatsächlich, für die Austria oder für sich? Verhandelt der Austria-Berater Hager mit sich selbst oder mit dem Kuratoriumsmitglied Häupl?

Mit Robert Nowikowski ist laut aktueller Homepage der Austria Wien Robert Nowikowsky gemeint. Er ist Kuratoriumsmitglied bei der Austria. Nowikowsky ist Geschäftsführer des Firmenimperiums Jurimex. In der Schweiz heißt die Jurimex neuerdings Centrex Energy & Gas AG.Laut Presse vom 7.1.2006 ist die Centrex Energy & Co AG unter anderem an der GWH Gas- und Warenhandelsgesellschaft beteiligt. Laut Presse steht hinter der Centrex Energy & Co AG die Gazprom von Wladmir Putin. Laut Format vom 7.10. 2005 wird eine von Nowikowskys „Büroadresse domizilierte Firma von israelischen Behörden verdächtig, in eine Bestechungsaffäre rund um Israel Premierminister Ariel Sharon verwickelt zu sein.“ Laut Jerusalem-Post vom 16. September 2005 seien die inkriminierten Gelder laut Sharon für ein Farm-Projekt geplant gewesen. Einer der involvierten Firmen, hieße Getex und wäre auf den Karibischen Inseln registriert und hätte ein Büro im gleichen Gebäude wie die Jurimex, die wiederum auch im Eigentum von Martin Schlaff wäre. 1997 hat Nowikwosky Firmen-Imperium gemeinsam mit der BAWAG ein Büro- und Geschäftshaus namens Europlex in Warschau errichtet. Laut Oberösterreichischen Nachrichten vom 12.1.2005 hat Nowikowsky auch gute Kontakte zum weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, der erst vor kurzem wegen seiner autoritären Staatsführung Einreiseverbot in EU-Staaten erhalten hat.

Mit Martin Schlaf ist der Geschäftsmann Martin Schlaff und ehemalige Austria-Kurator gemeint. Schlaff steht laut Jerusalem Post vom 16. September 2005 ebenfalls unter Verdacht in eine Bestechungsaffäre rund um Sharon verwickelt zu sein. Die Jerusalem Post bringt diese mit der Beteiligung von Schlaff an dem Casino in Jericho in Zusammenhang. Schlaff sollte darauf gehofft haben, dass durch die Spende das Casino, dass wegen der Nahost-Krise zugesperrt war, wieder aufgesperrt werde. Laut Jerusalem Post vom 16. Oktober 2005 hat die BAWAG mindestens 10 Prozent am Jericho-Casino.

Der Bauunternehmer Michael Wall , Unterzeichner des „Geheimprotokolls“, geb. 1967, der laut nun veröffentlichten Protokollen für einen Teil der Austria das Stadion bauen sollte, ist nur mit einer Firma im Firmenbuch zu finden, mit der Wall GmbH, (FN 169505). Mit Beschluss des Gerichts vom 8.3.2006 (5 S 42/06w) wurde der Konkurs über die Firma eröffnet.

Das Kosten-Debakel

Geäußerte Kostenschätzungen lassen heftige Zweifel an der Seriosität des Projektes aufkommen:
Im ORF Radio schätzen Betreiber die Kosten des Stadions 20 Millionen Euro , die von Frank Stronach getragen werden.
Der ehemalige Magna Sprecher und derzeitiger Austria Vizepräsident Andreas Rudas sprach jedoch von 100 Mio.
Vergleichbare Stadien wie das in Klagenfurt kosten rund 60 Millionen Euro.

Angesichts der Tatsache dass Stronachs Racino in Niederösterreich jährlich mehr als 9 Mio Verlust produziert, muss man schon sehr naiv sein, zu glauben, dass Stronach ohne finanzielle Zusagen ganz allein ein Stadion baut.

Das Ganze ist höchst dubios. Um Frank Stronach zu überreden, weiter die Austria zu unterstützen, verlangt dieser ein Stadion als Vorleistung. Dafür mussen Hunderte Millionen an öffentlichen Geldern investiert werden. Bisher alles im Hinterzimmer. Weil daran so viel unklar , ja dubios ist, wollen wir eine öffentliche Debatte im Gemeinderat. Deswegen wird es auf unseren Antrag im Gemeinderat am Montag eine aktuelle Stunde geben.
Die kann man sich übrigens dann im Internet anschaun.
Spannend das Ganze.

unser halber Gasbedarf wächst auf den Feldern

der Ölpreis steigt und steigt.
Und immer klarer wird – auch ökonomisch, dass es rationale Alternativen gibt.
Die Börsenentwicklung von Wind und Solaraktien sind ein wichtiges Indiz (zeigt sich doch auf der Börse, was “geglaubt” wird)
Beispiele:
Q-Cells: Aktienwert stieg von Okt 2005 bis heute von 40 auf 85 Euro
oder
Vestos (Wind) von April 05 (Aktienwert 80) bis heute(158)
in der Öffentlichkeit noch immer unterschätzt wird Biogas:
Hier ist v.a. die landwirtschaftliche Forschung gefragt, wie mittels intelligenter Fruchtfolge (z.B. Getreide-Stroh plus Pflanzen die Im Getreidefeld wachsen) auf landwirtschaftlich genutzen Flächen ZUSÄTZLICH Biomasse für die Gaserzeugug (samt Einspeisung ins Gasnetzt) gewonnen wird.
Angesichts der Unsummen, die die EU in die “Verwertung” agrarischer Überschüsse steckt (und damit viele Entwicklungsländer schädigt) tun sich in diesem Bereich grosse Alternativen auf.
Der Landwirt wird zum Energiewirt.
Schön, dass hier in Östereich viel Know how gebündelt wird.
Experten beweisen, wie gross das Potential ist.
Details zum Biogaspotential : hier

Rothneusiedl (Fortsetzung)

zu virtuelli :

der Vorteil eines blogs ist dass man Titel, Gewichtung etc. selbst macht
(was keine Distanzierung vom presse artikel ist).

Worums mir geht:
Verlängerung der u1 z.B. bis zur Per Albin Hanson Siedlung ist das eine.
Die ander Frage ist, ob “am Acker” in Rothneusiedel eine zusätzliche starke Stadterweiterung (Stadion,Einkaufszentren, Gewerbe, Bürotürme a la Wienerberg, Wohnungen, Schulen, etc.) stattfinden soll.
Dort gibts derzeit nichteinmal eine Strassenbahn.

Wie man 2010 dort ein Stadion eröffnen will, wo alle, die aus der Stadt kommen entweder mit dem Autobus(!) oder mit dem eigenen Auto vor dem Eisenbahnschranken der Donauländebahn (die immer stärker befahren wird, da eine zusätzliche Eisenbahnbrücke über die Donau dazukommt)
das mögen Stronach Polster oder Häupl einmal vorrechnen.

Massive Stadtentwicklung in Rothneusiedl halte ich nicht für klug, da wir besser erschlossene innerstädtische Flächen haben (z.B. rund um den zukünftigen Zentralbahnhof).
Je peripherer eine Stadtentwicklung, desto stärker wird das Auto benützt.
Und wenn ich im standard lese, dass jener Bauunternehmer, der Teil von Polsters “Partie” ist, “beste Verhältnisse zur MA21” hat (diese ist für Flächenwidmungen zuständig), dann seh ich schon den nächsten Untersuchungsausschuss “Widmungsskandal” auf uns zukommen

Tut Lernen weh?

Das ist eines der grössten Rätsel unserer Zeit: Warum tut die Menschheit, warum tun wir so wenig gegen den Klimawandel, dessen menschengemachte Ursache inzwischen unbestritten ist? Unbestritten sind auch seine Konsequenzen: Zunahme von Stürmen, Überflutungen und anderen Naturkatastrophen, Steigen des Meeresspiegels, das Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen wird, Ausbreiten der Wüsten.
Und trotzdem tut „die Menschheit“ fast nichts. Vielleicht müssen wir erstmals lernen, „Menschheit“ zu werden, uns so zu fühlen?
Und sicher kann das Problem nicht global, also irgendwo, sondern nur lokal gelöst werden. Dort wo wir wohnen, leben, heizen und uns bewegen.
Beispiele, dass es anders geht, dass „die Lösung“ möglich ist und sogar wirtschaftliche Chancen bringt, kann man gerade in Österreich finden, leider bloss als lobenswerte Ausnahme.
Zum Beispiel in Linz: Vorher, ein typischer 60er Jahre Wohnbau, schlechte Wohnqualität und grosser Energieverbrauch (Treibhausgase!).
Jetzt wurde dieser Bau vorbildlich saniert. Es gelang durch den Einsatz moderner Technologien eine Energieersparnis von mehr als 90% und die Bewohner profitieren doppelt: durch ein kluges Lüftungssystem (keine Klimaanlage) ist die Luftqualität in der Wohnungen fühl- und messbar besser und die Energierechnung ist deutlich geschrumpft.
Hier zeigt sich, dass „Klimaschutz“ und soziale Ziele Hand in Hand gehen können.
Den gesamten österreichischen Baubestand nach diesen Passivhaus-Kriterien zu sanieren wäre eine der grossen Aufgaben für die neue Bundesregierung. Ein reiches Land wie Österreich muss es vorzeigen: Fossile Energienutzung wird durch moderne solare Techniken ersetzt. Statt Wertschöpfung zu Putin (Gas) oder Saudiarabien (Öl) zu exportieren, profitieren heimische Sanierungsunternehmen.
Und es wird ein wirksamer Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase geleistet.
Das beschriebene Wohnhaus in Linz ist nur eines, welches den Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit 2006 bekommen hat, eine lobenswerte Initiative des Umweltministeriums. Gewerbebauten, Schulen und Gemeindezentren wurden ebenso ausgezeichnet . Völlig unverständlich ist jedoch, dass derartige Initiativen noch immer die rare Ausnahme darstellen.
Und im Bereich des Bürobaues geht der Trend in eine völlig andere verrückte Richtung: In diesen unintelligent geplanten Glasbauten kommt es zu extremen Überhitzungen, stromfressende Klimaanlagen werden „notwendig“. Offensichtlich tut Lernen sehr weh.

Für wie vergesslich halten uns Stronach und Häupl?

Für wie vergesslich und blöd wird man eigentlich gehalten?

Nach einem “Geheimgespräch” zwischen Häupl und Stronach überlegt sich angeblich der Magna Chef doch, die Austria weiter zu unterstützen.
Soweit, so sein Kaffee.
Aber so liest man weiter, diese Unterstützung hänge vom Bau eines Stadions in Rothneusiedl ab, und dieses wurde dabei “fixiert”, Eröffnungsbeginn solle bereits 2010 sein.

Da erinnere ich mich doch glatt an eine sehr klare offizielle Erklärung von Häupl im Gemeinderat, wo er klar feststellte: Stadion nur, wenn die U-Bahn dort ist.
Und da diese weder finanziert (da muss auch der Bund zu 50% mitzahlen)noch detailgeplant ist, kann diese frühestens 2014/15 fertig sein.
Wenn überhaupt.

Also was jetzt?

Interessant auch die politische Kultur in Wien, wie relevante Stadtplanungsfragen diskutiert werden:
Im ORF Sport wird vom Austria Manager bekanntgegeben, was “unter Männern” vereinbart wurde.
Was brauchen wir einen lästigen, gewählten Gemeinderat, einen Planungsausschuss.

Und von wegen, Magna wird das bezahlen.
Nie!
Stronachs Racino ist ein wirtschafticher Megaflop.
Allein im letzten Jahr wurden dort 9,6 mio Euro Verlust gebaut.
Das Ganze soll sich über ein Megaeinkaufszentrum finanzieren.

Da werd ich klarerweise dranbleiben.

Die Kosten des Krieges

Regierungen können ab einer gewissen Grössenordnung für die absurdesten Vorhaben Geld in Unmengen ausgeben, da sich unter zig Milliarden ohnehin kaum jemand etwas vorstellen kann.
Das ist ein gutes Beispiel, die astronomischen Beträge, die bisher der Irakkrieg gekostet hat “spürbar” zu machen.

Wieviele Kindergärten hätte man damit bauen können, was hätte dieses Geld im Kampf gegen Hunger oder AIDS gebracht?
Hier zeigt sich zweierlei:

1.) Allein ein Bruchteil des US Rüstungsbudgets könnte weltweit humanitär eingesetzt,Unglaubliches bewirken oder “zu Hause in den US” spielend jede Energiewende finanzieren.

2.)Es zeigt sich aber auch, wie unheimlich stark die amerikanische Volkswirtschaft ist, die derartige Ausgaben verkraftet.