Suedafrika (8)

Jetzt kommen die letzten Tage.
Am Sonntag gehts zurück nach Wien.
Unglaublich, mit welchem Tempo die drei Unis bauen; wie Kindergärten und skill-center wachsen.

Jetzt sind auch Astrid und Walter von der Uni Innsbruck eingetroffen, um ihr Projekt, einen Kindergarten im Rahmen einer bestehen Schule, vorzubereiten.

Hier arbeiten wir mit einer sehr interessanten NGO zusammen, adopt a school

Gegründet von einem sehr berühmten Südafrikaner, Cyril Ramaphosa
war sehr stolz, ihn kennenzulernen und ihm sarch vorzustellen.
Er war seitens des ANC Hauptverhandler vor den ersten Wahlen, dann Generalsekretär des ANC.
Als er dann parteiintern gegen den heutigen Präsidenten Mbeki unterlag, stieg er aus der Politik aus, und gründete ein Unternehmen, die shanduka-group

Heute zählt er zu den reichsten und einflussreichsten Südafrikanern.
Nicht wenige meinen, er hätte gute Chancen, der Nachfolger von Mbeki zu werden, wenn er wollte.

Einen beträchtlichen Teil seiner Gewinne steckt er in Initiativen, wie eben jede von adopt a school. Immer wieder fasziniert mich hier, wie sehr man sich hier über den Stellenwert von Bildung bewusst ist.
Adopt a school sucht Partner, um benachteiligte Schulen zu unterstützen. Und die Uni Innsbruck wir in Zusammenarbeit mit shanduka diesen Kindergarten bauen.
Angenehm, dass shanduka uns alle Behördenwege abnehmen und die Zusammenarbeit mit der lokalen Community organisieren wird.
Mitte/Ende August ist hier Baubeginn.
Die genauen Planungsschritte beginnen nächste Woche in einem etwas anderen Klima in Innsbruck.
Bin schon sehr gespannt.

Südafrika- Bilder und ein heftiger Widerspruch

Fangen wir mit dem Widerspruch an:
dieter schreibt, es wär doch viel schlauer, die Kosten der Flüge einzusparen, und zur Beschäftigung der Arbeitslosen zu verwenden.
Zwei heftige Einwände dazu:
Sparen wir also Kerosin und Benzin usw und sparen wir uns auch ERASMUS-
Austauschprogramme und Exkursionen generell?
Denn was ist dieses Projekt v.a.: Ein Lernen, Kennenlernen, eine glaub ich hervorrangende Ausbildung angehender Artchitektur-studierender einmal den eigenen Entwurf bauen zu dürfen, müssen.
Nocheinmal: Build together learn together ist unser Motto. Und gelernt wird auf beiden Seiten.
Hier u.a. darüber, wie gebaut cwerden kann, dass es im Sommer kühl und im Winter doch angenehm warm ist- ohne Heizung und Kühlung. Und bittschön: Warum sollte ein Student sein ohnehin knappes Geld dann ausgerechnet nach Afrika schicken. Fazit: Es würde einfach nix passieren.
Zweites Argument:
In den letzten Jahrzehnten wurden im Rahmen staatlicher Entwicklungshilfe enorme Summen in diese Länder geschickt (dass an Zinszahlungen ein Vielfaches zurückgeflossen ist , ist ebenfals traurige Tatsache). Die Bilanz dieser “Entwicklungshilfe” oder wie immer man sie politisch korrekt nennt, ist sehr bescheiden. Vieles ist in korrupten Struktutren abgezweigt worden, viele Projekte sind äusserst zweifelhaft, und verfielen bald nach Errichtung.

Natürlich ist v.a. eine andere Weltwirtschaftspolitik gefordert, um gerechtere Lebenschancen zu ermöglichen. Aber daran beissen sich grad ein bisschen mächtigere Institutionen die Zähne aus, als ein Wiener Kommunalpolitiker und ein paar Dutzend Architekturstudent/innen

Hier wird kein Geld irgendjemand in die Hand gedrückt.

Es wird unglaublich (und bewundernswert) viel, organisiert und hart gearbeitet sehr viel gelernt und ausserdem haben in ca 3 Wochen dann ein paar Hundert Kinder ihren Tagesaufenthalt nicht in einem Blechshack sondern in einem viel kindergerechteren Umfeld.

Nein: “Bleib ma z` haus” ist keine Alternative.

Und hier ein paar Fotos, die zeigen sollen, was in ca 2 Wochen schon passiert ist.

Bilder FH Kuchl

Bilder TU Graz

Bilder TU Wien

The Oil Puzzle – 16./17. März

kurz zu etwas anderem…

… eine doppelte Ehre:
Einerseits auf einer internationalen Konferenz wie dieser (neben speakern wie
dem Gen. Sek der OPEC Mohammed S Barkindo, Matthias Horx und vielen weiteren interessanten Experten und Persönlichkeiten) ) eingeladen zu sein, um über die Zukunft der Ölmärkte zu diskutieren. Mit einem sehr spannenden, interdisziplinären Ansatz.

Andererseits ehrt es mein Blog, dass die Veranstalter mich explizit gebeten haben, diese Konferenz auch hier anzukündigen.
Was ich natürlich gerne mache.

Alle Informationen über Inhalte, Teilnehmer und Kosten im Attachment.
1985-2025-Das-l-Puzzle-_-Folder_deutsch (pdf)

suedafrika (6)

Die “Leidenschaft” Stadtplanung lässt mich auch hier in Johannesburg nicht los. Und ich “leide” im wahrsten individuellen Sinne darunter.
Denn:
Nie MUSS ich so viele Stunden im Auto verbringen wie hier. In den knapp 2 Wochen bereits mehr als 2000 Kilometer. It`s stupid city-planning:
Johannesburg – die Stadt, der Großraum:
Sehr junge Geschichte, erste Entwicklungen Mitte des 19 Jahrhunderts als hier Gold gefunden wurde. Ich glaub, Josi ist die einzige Metropole der Welt, die weder am Meer noch an einem Fluss liegt. Heute hat der Großraum ca. 8-10 Mio Einwohner, mit einer absurden Entwicklung. Alle Fans von Mega Shopping Centers und Stadtautobahnen können hier studieren wozu das führt.

Da ist einmal das “alte” Stadtzentrum, Hochhäuser, in der Apartheidzeit eben US-amerikanische City. Dann freie Wahlen, Kriminalität und das Zentrum wurde “afrikanisch”, viele Weiße meinen zurecht gefährlich.

Darum entstand ca 20 km im Norden mit Sandton ein zweites Stadtzentrum (wir kennen es u.a. vom earth summit) Dazwischen ein riesiger grüner Teppich von Villen und Gärten. Hier leben hinter hohen Mauern, Elektrozaun, “armed response Schildern” die Weißen. Auf den Strassen gehen nur jene Schwarze, die hier als Gärtner Haushaltshilfe etc. arbeiten.
Und dann die Townships. Im Süden, ca 20 km vom alten Stadtzentrum entfernt liegt Soweto, dort allein leben zwischen 3 und 4 mio Menschen.
Geplant in den 50ern des letzten Jhdts, um “die Schwarzen aus der Stadt rauszubringen” gibts bis heute dort kaum Arbeitsplätze. Jene die Jobs haben pendeln in die Zentren.
Einziges öffentliches Verkehrsmittel: Toyota Kleinbusse, Minitaxis, statt mit 3 Reihen wie bei uns mit 5 Reihen ausgestattet, dann 4 auf jeder Bank macht 19-20 Personen.
Technischer Zustand: jenseits.
Und das heißt: SA ist nicht nur das Land mit einer der höchsten Kriminalitätsraten der Welt, sondern auch mit der höchsten Todesraten auf den Strassen. Denn wenn so ein Bus schleudert, umkippt, rammt oder gerammt wird (und sie
fahren wie verrückt) sind auf einen Schlag ein Dutzend Tote und mehr zu beklagen. Sonst kaum öffentlicher Verkehr.
Einkaufen?
Ausschließlich in riesigen Einkaufszentren.
“Strassen” für Flanierer, wie wir sie als DIE urbane Realität kennen gibts kaum. Will ich also Einkaufen, und sei es eine Kleinigkeit: Ab ins Auto.
Und dann Stau Stau Stau.
Immer ärger.
Den der Wohlstand verbreitet sich, langsam aber stetig, und hier gehts ohne Auto nicht (oder sagen wir sehr sehr schwer).
Und die Fehler der Vergengenheit werden fortgesetzt:
Die “gated communities” für die well offs, weitere townships ohne Arbeitsmöglichkeiten, ohne Zentrenbildung, ohne Freiflächen fressen sich zu Tausenden ins Land.
Jetzt wird EINE U-Bahn vom Flughafen in die Zentren gebaut. Um teures Geld. Das kann nicht funktionieren.

Die Einsicht, dass eine gemischte Struktur angestrebt werden sollte stößt auf Unverständnis.
Sosehr ich Südafrika, die Vitalität, die Musik von Josi und seine Menschen
liebe: So führt man (oder sich?) eine Stadt in ein enorm teures Chaos. Und wenn hier die Benzinpreise (peak-oil, politische Gründe) explodieren bricht das Leben zusammen.
Es lebe das dichte, diverse europäische Stadtmodell und der “Kampf” gegen jene, die es mit Autobahnen und Mega-Strukturen ruinieren wollen.

suedafrika (5)

Regen in einer Heftigkeit, wie wir ihn kaum kennen.
Am Wochenende hats reihenweise Shacks weggespült.
Da die Townships kaum über Kanalsysteme, schon gar nicht für Regenwasser verfügen, sind in Minutenschnelle Grundstücke und Strassen toatal überflutet.
Die walz-Jugendlichen haben eine wahrlich anstrengende Woche hinter sich.

Zu zweit unterrichten sie Klassen mit 30-40 Jugendlichen.
Vorbereiten – Interesse für den Stoff wecken – sich sprachlich behaupten – einmal
wirklich pünktlich sein müssen – etc.
Dann um 15.00, wenn die Schule zu Ende ist, gehts mit je einem Lehrer “nach Hause”.
Kaum eigener Platz, ungewohntes Essen, der/die einzige Weisse und doch immer wieder das Gefühl, willkommen zu sein, viele Gespräche über Religion , die auch im Alltag gegenwärtig ist, kurz ein ziemlich anderes Leben.

Ortswechsel:
Das Grundstück von Montic, eine public school, in einer eher ländlichen Umgebung.
Die 28 Student/innen der Fachhochschule Kuchl sind eingetroffen.
Und sofort wird das Grundstück für das skill center abgesteckt.

Kaum zu glauben, dass hier in gut 5 Wochen ein Gebäude fertig errichtet sein wird, in dem Kochen, “woodwork”, nähen, schweissen etc. erlernt werden kann.

Skills- Basisfähigkeiten, diese sind hier besonders notwendig.
Kaum angestammte Kleinunternehmen, keine Lehrlingsausbildung, es ermangelt an jenen “breiten Schultern”, auf denen bei uns in Österreich Wohlstand und Chancen ruhen, die Strukturen, das Wissen, das in den letzen Jahrhunderten bei uns aufgebaut wurde.

Dann stellen die Student/innen ihr Projekt Elternvertretern vor

Wie multikulturell das Land ist, sieht man an der Vertreterin der lokalen Regierung (zuständig für Schulen)
Sie ist Inderin – sichtbar Muslime, hochkompetent und sehr interessiert, an weiteren Projekten.

Ich werde sie noch diese Woche treffen und mir eine Kleinschule anschauen, in der 95 Kinder in Containern untergebracht sind, da ein letztes Unwetter die “bestehenden Gebäude” weggerissen hat.

Falls wir dort auch eine Unterkunft für österreichische Student/innen finden, könnte das einspannenes nächsten Projekt werden. Der Bau einer ganzen Schule. Bilder und ein Bericht darüber folgt in den nächsten Tagen.

suedafrika (4)

Möchte heute angesichts dessen, was hier ca 50 (ab Montag 70) österreichische Student/innen leisten, über Universitäten, und ihr ungeheures Potential schreiben.
Sie arbeiten hier mit einer Kraft, Ausdauer und listiger Phantasie (denn klarerweise funktioniert ganz vieles nicht oder anders als gedacht), die mehr als beeindruckt.
In 5 Wochen wird jeweils ein Kindergarten fertiggestellt.
Die Autos – notwendig für den Transport von Personen und Material, die Baustelle ist 60 km vom gesponserten Schlafort entfernt sind der helle Wahnsinn.

Um Kosten zu sparen sind sie vom hiesigen rent a wreck gemietet.
Keines hat weniger als 300 000 km drauf, etlich mehr als 400 000.
Dauernd gibts Probleme, dann rückt zu jeder Tages und Nachtstunde Salomon aus, der jede Panne beherrscht.
Und wie: Jüngst war eine Batterie hinüber.
Bei laufendem Motor wechselt er Batterien.

Es kommt das Wochenende: Da aber die Holzlieferungen zu spät dran sind, muss durchgearbeitet wertden. Muss sag nicht ich (ich misch mich überhaupt nicht ein), sondern sie wollen das, sie wollen fertig werden.
Es ist enorm anstrengend, aber macht Freude, alle lernen so viel:sich organisieren, mit den Unbillen des Wetters (Hochsommer mit extremer
Sonneneinstrahlung, dann wieder sehr viel Regen) Lieferschwierigkeiten, Preissteigerungen, budgetlimits, der Lokalpolitik usw. fertig zu werden.

Was Schwarze und Weisse kaum glauben, sie bekommen nichts bezahlt, im Gegenteil, die Flüge zahlen sie aus der eigenen Tasche.


TU Wien in Orangefarm


TU Graz in Weilersfarm

Ein konkretes Ziel, das Übertragen von Verantwortung, das setzt so viel Energie frei. Die Lust, etwas zu UNTERNEHMEN.
Das ist jener erweiteter”Unternehmensbegriff”, der für mich ein Schlüsselbegriff auch von Bildungspolitik ist.
Stellen wir uns einmal kurz vor, was Universitäten könnten (nicht nur in Afrika, auch bei uns), wenn man sie ernst nähme, derartige Initiativen ernst breit fördern und ihnen auch Öffentlichkeit gäbe.
Da ist so viel möglich:
Just do it!

suedafrika (3)

Heute Besuch einer weitern Township Schule, um das Projekt der Uni Innsbruck vorzubereiten.
Es wird höchst wahrscheinlich ein weiterer Kindergarten.
Beim Rundgang durch die Schule – 860 Schüler/innen, nur 20(!) Lehrer/innen – zieht es mir das Herz zusammen, obwohl es nichts Neues ist; aber es lässt mich immer wieder zweifelnd zurück, wenn ich es sehe:
In manche Schulklassen 47 Kinder und mehr.
Viele, das sieht man, werden nach den 7 Jahren Grundschule kaum rechnen können, in diesem Umfeld ist Unterricht so schwierig.
Viele Eltern Analphabeten, viele Kinder Aids-Waise, sie leben allein.
Andere wiederum kommen nicht zur Schule, sie müssen ihre todkranken Eltern pflegen.
Und die meisten Eltern: arbeitslos.
“All of them drink so much” erzählt mir der Direktor.
“We have to solve problems, they have at home.”
Wieder wird mir bewusst, wie zentral Bildung ist. Bei uns in Österreich, hier in Südafrika, überall.
Aber unter diesen Rahmenbedingungen ist es extrem schwierig.

Weilersfarm, wo die Grazer bauen ist so ein Township; ganz wenige haben Strom, kein Kanal, kein Fliesswasser; wer hier geboren ist, kommt ganz schwer heraus.
Nur Qualifikationen sind eine Chance.
Aber, das was auch “Reichtum” ausmacht, Chancen eröffnet, das sind Kontakte.
Die hat hier niemand

Bei den Grazern sieht man den Bau geradezu wachsen

Auch die Wiener haben begonnen; Orangefarm – dort sind die Rahmenbedingungen ein
bisschen besser. Ein Bagger ist bestellt, er sucht den Kanalanschluss, der dort, wo er laut Kanal sein sollte aber nicht zu finden ist

Zum Abschluss zwei Klischees
weil sie einem gerade hier so stark begegnen

typisch Buben

typisch Mädchen

Südafrika (2)

Draussen Sommerregen.
Auch hier sind die Ausschreitungen wegen der Mohamed Karikaturen Thema in den Zeitungen .
Hab grad folgende Meldung im Radio gehört: “Vertreter der südafrikanischen Muslime verurteilen das Anzünden von Botschaften”

Jetzt sind auch die Student/innen der TU Wien angekommen.
Die Vorhut hat gestern Lindiwe den Plan ihres
Kindergartens erklärt. Ihren Blick, eine Mischung aus Unglauben, Dankbarkeit und Glück werd ich nie vergessen.

Auch die Jugendlichen der walz sind eingetroffen. Sie werden drei Wochen am Masibambane College beim Unterricht helfen, im township bei Lehrern wohnen, und einen Einblick, ein Gefühl bekommen, dass es auch andere Wirklichkeiten als ihr Leben in Wien gibt.

Die hiesigen Kinder heissen sie stürmisch willkommen, sie kennen “Weisse” kaum aus der Nähe. 90% aller weissen Südafrikaner hat noch nie ein Township betreten.
Die Apartheitvergangenheit wirkt nach:
Eine Mischung aus Angst vor Gewalt, Unverständnis und schlechtem Gewissen, sowie kolportierte Horrorgeschichten und keinerlei Freundschaften in dieses Milieu hinein verhindern das.

Alle Projekte und Facts zur NGO sarch gibts hier (www.sarch.at)

Südafrika (1)

Vorweg (kleines) Lob an McDonalds in Johannesburg.
Während sonst Wlan Anschlüsse 10 Euro pro 30 min kosten, gibts der gratis.
Sonst mag ich dieses Etablissement ja nicht besonders.

Hier ist Hochsommer, und als erste sind bereits 22 Grazer von der TU
hier und arbeiten heftig an ihrem Kindergarten

Mehr infos zu diesem Projekt hier (www.weilersfarm.net)
Hier bin ich immer hin und her gerissen zwischen Euphorie und Bestürzung
über derartige gesellschaftliche Unterschiede.
Euphorisch, wenn ich Südafrika mit Israel/Palästina vergleiche.
Hier leben nach einem mörderischen Apartheidregime nicht nur Weisse und Schwarze
unter einer gemeinsam gewählten Regierung weitgehend friedlich zusammen, es ist
ein multikulturelles Land par excellence.
Allein 11 offizielle Landessprachen, auf der Strasse neben schwarz und weiss
viele Inder, Muslime, Christen (das Land ist extrem gläubig) usf.
Behäbig und mühsam, aber es geht hier sichtbar weiter: Immer mehr Menschen haben
Haus und Strom, ein sehr grosser Teil des Staatbudgets geht in Bildung.
Aber:
Quantitativ gibts genügend Schulen, aber in Klassen mit 50, 60 Kindern und mehr
sagt zurecht ein head-master: “We organize schooling, we can´t organize education”
Auch der Bildungsstand vieler Lehrer/innen ist gelinde gesagt bescheiden.
Aber es geht sichtbar bergauf.
Immer wieder für uns Europäer schockierend: Auf engstem Raum ein Nebeneinader von enormem Reichtum (Villen, Autos) und breitester Armut. In Weilersfarm, wo die Grazer bauen: Hier fährt täglich der Wasserwagen herein,
weils noch immer keinen Wasseranschluss gibt.
Und die Arbeitslosigkeit in den townships ist enorm hoch, das Leben in den
shacks unmenschlich.
Hier im township ist jede/r 3 zwischen 15 und 40 HIV infiziert.
Das ist wohl eines der wirklichen düsteren Kapitel der sonst durchaus
anständigen Bilanz der ANC Regierung.