was muss noch passieren?

Die Bilder aus dem Süden der USA lassen niemand unberührt.
Die Bilder der Zerstörung aus Tirol und Vorarlberg sind noch in Erinnerung.
Und wie weiter?
Wir wissen, dass diese Häufung von “Naturkatastrophen” mit dem Treibhauseffekt zu tun hat, der v.a. durch das Verbrennen von Öl, Gas un Kohle angeheizt wird.
Die renommierte IEA (international energy agency) zeigt wie`s weitergeht.

Wenn nicht ein grundlegender Politikwandel Richtung Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger einsetzt (v.a. in reichen Ländern wie Österreich, die sowohl die Technologien, als auch das Kapital haben, solches umzusetzen), wächst der CO2 Ausstoss weiter, und die Naturkatastrophen werden immer mehr und mehr.
Oder?
V.a. dadurch, dass jetzt Länder wie China oder Indien zu ein wenig Wohlstand kommen , und deswegen dort der Energiebedarf kräftig wächst.
Wie sehr unser “industrialisierter” Energiehunger KEIN Modell für die Welt sein kann zeigt sich hier:

Was also muss noch passieren, damit sich etwas ändert.
Um mich zu wiederholen: Wär nicht ein Wahlkampf in einer angeblichen “Umweltmusterstadt” wie Wien ein hervorragender Anlass, über konkrete Projekte dieser Energiewende zu diskutieren.
Hier soll es wenigstens versucht werden.
PS: Im Juli letzen Jahres gab es auch verheerende Überschwemmungen. Hunderte Tote und Millionen (!) Obdachlose waren die Folge.
Es war aber “nur” in Bangladesh.
Deswegen hats die Weltöffentlichkeit kaum interessiert.

Nicht die „Ausländer“, sondern Gehrer&Co ruinieren die Unis

Jetzt denkt Gehrer in der Presse über Uni-Ausländerquoten nach und versucht einmal mehr vom Hauptproblem der österreichischen Unis abzulenken.
Folgendes muss man sich immer vor Augen halten:
Diese Regierung hat seit 1999 die Ausgaben für die Hochschulen gekürzt und deswegen ist das Hochschulbudget (in Prozent des BIP) im Zeitraum von 1999 bis 2002 von 1,22% auf 1,02% zurückgegangen. Schlag nach bei Orwell: Wer Krieg führt, nennt sich Friedensministerium. Wer die Wissensgesellschaft fördern will, schwafelt von der „Weltklasseuni“ und kürzt bei den Hochschulen.

Zur Graphik: Österreich ist bei der Akademikerquote im europäischen Vergleich Vorletzter.
Quelle: europe_in_the_creative_age_2004 (pdf)

Weiter mit Zahlen, denn sie rauben den Atem, v.a. den Universitäten, und sie sind das Problem, und nicht die „Ausländerflut“.
Im OECD Schnitt wird 1,6% des BIP für Hochschulen ausgegeben, bei uns deutlich weniger (siehe oben).
Im OECD Schnitt treten 45% eines Jahrgangs ein Studium an, im Land des PISA-Siegers Finnland gar 71%, bei uns bloss 30%.
Im OECD Schnitt liegt die Akademikerquote bei 23%, hierzulande bei 14%, und wir zählen damit klar zu den Schlusslichtern.
Die Lösung kann daher nur lauten:
Investitionen in Bildungseinrichtungen (die Infrastruktur des 21. Jhdts) müssen Vorrang vor der Infrastruktur des 19. und 20 Jhdts (Strassen, Kanäle) haben.
Die Unis brauchen viel, aber v.a. eines: deutlich mehr Geld.
Und Österreich brauch nicht weniger sondern mehr Studierende.
Aus dem In- wie aus dem Ausland.
Dass junge Menschen nicht nur in ihrer „Heimat“ studieren, sondern auch „ins Ausland“ gehen, ist zu fördern, nicht zu begrenzen.
Das Erasmus-Programm ist eines der erfolgreichsten Initiativen der EU, und ist weiter zu auszubauen.
Österreich ist kein armes Land, leistet sich Abfangjäger, eines der dichtesten Autobahnnetze der Welt und in vielen Bereichen neun parallele Verwaltungen.
Wer bei Unis und Schulen spart, ruiniert unsere Zukunft.

Die Umwelt braucht keinen Umweltschutz

Katrina & New Orleans oder das “1000 jährige” Hochwasser in Vorarlberg.
Gleichzeitig beginnt der Wiener Wahlkampf.
Scheinbar hat dieser nichts mit den Naturereignissen zu tun.
Es ist mir unbegreiflich, wie die Politik das Wesentliche ignoriert.
Das Wesentliche:
Der Treibhauseffekt ist längst im Gange, das ist unstrittig.
Es wird wärmer, Ursache ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Verbrennen fossiler Energie (allgemein: unser “industrialisierter” Lebensstil)
Dabei ist es “bloss” ein Viertel der Menschheit, die derart viel Öl, Kohle oder GHas verbrennt.
Rund 2 Mrd Menschen haben überhaupt keinen Zugang dazu, weil sie so arm sind.
Und die anderen 75% wollen genau das, was wir haben: Eiskasten, Licht, Auto.
Deswegen, wenn nicht ein grundsätzlicher Wandel einsetzt, wird der Verbrauch an Öl und Kohle weiter wachsen.
China und indien, (die der derzeit pro Kopf einen Bruchteil von uns verbrauchen) zeigen unsere Zukunft.
Das heisst: Es wird noch viel viel wärmer, wenn wir nicht ganz anders agieren.
Und wer nur ein bisschen nachdenkt wird erkennen: Die “Naturkatastrophen” werden dann weiter zunehmen.
Warum?
In aller Kürze:
1.)Wärmere Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf (die Regenmengen nehmen zu)
2.)Je wärmer die Luft, desto höher im Sommer die Schneefallgrenz. Was früher einige Tage als Schnee in den Alpen gespeichert liegen blieb, kommt jetzt und morgen noch mehr als Sturzflut sofort ins Tal.
Mit allen Konsequenzen.
All das wissen wir.
Und was so absurd ist, weil kaum Relevantes sich ändert: Es gibt die Alternativen.
Und die heissen eben nicht auf Wohlstand verzichten, sondern mittels neuer Technologien den Verbrauch an fossiler Energie drastisch reduzieren und auf erneuerbare, solare Energie umsteigen.
Beides kann man “wählen”.
z.B. Die “Passivhaustechnologie”, Häuser, die nicht Energie verbrauchen, sondern Energie erzeugen.
Hier kann man sich die vielen Beispiele in Österreich anschaun
Dafür, und für die vielen vielen anderen Alternativen müsste die Politik den Weg bereiten, darum streiten, öffentlichkeit schaffen und Lobbies in Schranken weisen.
Aber weder in den Medien, wo wir uns bloss an den Zerstörungen weiden, noch in der Spitzenpolitik ist das ein zentrales Thema.
Der “Natur” als solches ist ein Hurrikan ebenso egal, wie ein total verändertes Klima.
“Die Natur” hat über die Jahrmillionen ganz anderes bereits erlebt.
Und sich angepasst bzw verändert.
“Der Natur” ist es egal ob Alpentäler bewohnbar sind.
Die Frage ist, wie WIR leben wollen.
Und so, wie wir Verkehr und Wohlstand in Europa/Nordamerika organisieren, kann es kein Weltmodell sein.
Dieser Umbau, der technisch und wirtschaftlich möglich ist, soll Nr 1 Priorität haben.
Sonst?
Siehe UDSSR 1985

Kommentar von Christopher Widauer

Christoph Chorherr gehört zu den wenigen Menschen, die zuhören können: Und zwar so intensiv, dass er damit seine Gesprächspartner immer wieder sehr verunsichert, auch ohne Fragen zu stellen—er lässt sie einfach reden, und hört genau zu. Das bedeutet aber keineswegs, dass er sofort Meinungen übernimmt. Er hat starke Grundsätze, besonders in den Kernbereichen seiner politischen Aktivität, wie ich sie kennen gelernt habe: Stadtplanung und Architektur, Verkehr, Bildung, Entwicklungspolitik—und vor allem einen klaren Blick darauf, wie eng verflochten diese Ebenen der Gesellschaft miteinander sind. Dass es eben keinen Sinn hat, über Architektur nachzudenken ohne über Verkehrspolitik, über die Belebung der Stadt zu sprechen ohne über die Bildung, über städtische Raumordnung ohne über Sozial– und Immigrationspolitik.

Deshalb vertraue ich auch seinem „Manifest“. Es ist sicher wichtig, junge, kreative Menschen in die Stadt zu holen, ihnen gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Chorherr hat recht—die Stadt gewinnt mit solchen Menschen, sie wird lebendiger, und das kommt uns allen zugute.

Und dennoch glaube ich, dass wir auf einige andere Fragen zuerst Antworten finden müssen, auch kommunalpolitische, gerade in Wien.

Wir haben eine sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit in Wien: Und das sind nicht nur junge „Kreative“, sondern ganz normale junge Menschen—was machen wir mit denen? Unter ihnen sind viele, deren Eltern, zunehmend Großeltern erst nach
Wien gekommen sind, aus Bosnien, der Türkei, Polen, Taiwan und vielen anderen Ländern. Welche ernstzunehmende Angebote des miteinander und füreinander Lebens gibt es in Wien für sie?

Noch bewegen wir uns alle sicher in Wien, auch kritische Geister auf allen Seiten. Wie lange noch? Manch eine europäische Stadt ist böse erwacht aus ihrem Schlummer. Auf welche Werte wollen wir unsere Gesellschaft bauen?
Solange wir einer intellektuell abgehalfterten Kirche diese Brache überlassen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn auf der gegenüberliegenden Seite islamische Geistliche beginnen, ihre Werte auszusäen. Wo stehen die Grünen—auf der Seite
einer säkularen Bürgergesellschaft? Oder heiraten sie doch zu gerne kirchlich?

Solange wir ausgezehrte Gewerkschaften und eine Sozialdemokratie, die sich selbst aufgegeben hat, bestimmen lassen, was gerecht ist, dürfen wir uns nicht wundern, wenn ein Herr Haider mit der X–ten Gurkentruppe in dieses Vakuum
posaunt: „Wir sind die erste Bewegung, die gegen Globalisierung und Kapitalismus auftritt.“ Was heißt Gerechtigkeit im Grünen Sinn?

Gerecht zwischen alt und jung, gerecht zwischen Erwerbsarbeiter und Arbeitslosem, zwischen arm und reich? Zwischen alteingesessener Wiener Anwaltstochter und Immigrantin in zweiter Generation, die akzentfrei deutsch spricht, die Schule und ihr Jusstudium mit Auszeichnung und in Rekordtempo absolviert hat und dennoch etwa in der städtischen Verwaltung chancenlos bleibt? Zwischen alteingesessenem Wiener Hausmeisterssohn mit Gemeindewohnung, Job bei der Stadt und Schrebergarten in dritter Generation und einem jungen Türken mit österreichischer Staatsbürgerschaft, der aus Perspektivlosigkeit auf der Triester Straße Autorennen fährt und in eine Anti–Integrationscommunity abkippt, vor deren Inhalten und Rücksichtslosigkeit selbst seinem Vater graut, der—anders als sein Sohn—regelmäßig in die Moschee geht? Diese Fragen stellen sich wohlgemerkt eben auch auf der kommunalen Ebene, und die Grünen Antworten darauf zeigen meist wenig Tiefgang und Einigkeit.

Wie soll es mit Wien weitergehen? Ja, ich teile Christoph Chorherrs Ziel, dass die Stadt lebendiger, frischer, beweglicher, risikofreudiger werden muss. Aber ohne Unterbau, ohne starkes Fundament an Überzeugungen, die immer den
Ausgleich, die gerechte Verteilung von Chancen und Mitteln im Auge hat, birgt die Verfolgung solcher Ziele große Gefahren.

Die eine Horrorvision zeigt eine Stadt aus leeren Straßenzügen, statt Geschäften, Werkstätten, Gassenbüros, Cafés und Beisln nur mehr Garageneinfahrten, Systemgastronomie und Outlets von großen Konzernen, die Menschen wohnen in Ghettos nach Religion, Hautfarbe und abgestuft nach Einkommen, die Viertel untereinander abgeschlossen, die reichen Quartiere mit
kontrollierten Eingängen, ihrem eigenen Sicherheitsdienst, ihrer eigenen Gesundheitsversorgung.

Aber nicht viel besser erscheint mir die Idee, in ganzen Vierteln nur mehr „junge Kreative“ zu treffen, die—meistens gut verdienend und aus jedenfalls wirtschaftlich besseren Verhältnissen stammend—Urbanität schon wollen, aber nur die angenehmen Seiten davon: Eine sterile, schicke Stadt ohne soiale Gegensätze, eine homogene neue Biederkeit, eine Art Hamburg ohne Hafen, München ohne Hofbräuhaus, Berlin ohne Osten, blutleeres Design.

Natürlich wollen wir alle eher die angenehmen Seiten! Aber Politik muss eben immer dafür sorgen, dass Solidarität und gerechte Verteilung der Chancen und Ressourcen nicht aus dem Blick geraten. Bei den Grünen habe ich manchmal Angst, dass vor lauter ideologie– und politikfreiem, haltungslosem Aktionismus diese Hauptaufgabe von Politik außer Acht gerät.

Würde ich Christoph Chorherr nicht kennen, fände ich in seinem Manifest zu wenig davon. Aus vielen Gesprächen und seiner politischen Arbeit bisher aber weiß ich, dass es auf einer guten Basis steht. Seinen Vorzugsstimmen–Wahlkampf unterstütze ich von ganzem Herzen, weil ich mir für Wien wünsche, dass dieser fähige Kopf mit Kompetenz, Verstand, Erfahrung und Öffentlichkeitswirksamkeit als treibende Kraft der Grünen weiter eine wichtige Rolle spielt. Er hat das Herz am rechten Fleck und garantiert Anstand und eine faire politische Auseinandersetzung: Ich gebe gern zu, dass ich so altmodisch bin, mir auch das zu wünschen!

Christopher Widauer ist Gründer und Leiter des Kabinetttheater.

Bildhinweis: christopher widauer mit seinem onkel. foto: matthias cremer

wunderbare Rede von Steve Jobs

diese Rede von tausenden Stanford Student/innen ist berührend und klug
(und in aller gebotenen Bescheidenheit: Meine Thesen 6 und 8 sind hier beispielhaft begründet)
gefunden samt audio (anhören!!)und video file hier

deutsche Übersetzung hier

c.c.

‘You’ve got to find what you love,’
von Steve Jobs

I am honored to be with you today at your commencement from one of the
finest universities in the world. I never graduated from college. Truth
be told, this is the closest I’ve ever gotten to a college graduation.
Today I want to tell you three stories from my life. That’s it. No big
deal. Just three stories.

The first story is about connecting the dots.

I dropped out of Reed College after the first 6 months, but then stayed
around as a drop-in for another 18 months or so before I really quit. So
why did I drop out?

It started before I was born. My biological mother was a young, unwed
college graduate student, and she decided to put me up for adoption. She
felt very strongly that I should be adopted by college graduates, so
everything was all set for me to be adopted at birth by a lawyer and his
wife. Except that when I popped out they decided at the last minute that
they really wanted a girl. So my parents, who were on a waiting list,
got a call in the middle of the night asking: “We have an unexpected
baby boy; do you want him?” They said: “Of course.” My biological mother
later found out that my mother had never graduated from college and that
my father had never graduated from high school. She refused to sign the
final adoption papers. She only relented a few months later when my
parents promised that I would someday go to college.

And 17 years later I did go to college. But I naively chose a college
that was almost as expensive as Stanford, and all of my working-class
parents’ savings were being spent on my college tuition. After six
months, I couldn’t see the value in it. I had no idea what I wanted to
do with my life and no idea how college was going to help me figure it
out. And here I was spending all of the money my parents had saved their
entire life. So I decided to drop out and trust that it would all work
out OK. It was pretty scary at the time, but looking back it was one of
the best decisions I ever made. The minute I dropped out I could stop
taking the required classes that didn’t interest me, and begin dropping
in on the ones that looked interesting.

It wasn’t all romantic. I didn’t have a dorm room, so I slept on the
floor in friends’ rooms, I returned coke bottles for the 5¢ deposits to
buy food with, and I would walk the 7 miles across town every Sunday
night to get one good meal a week at the Hare Krishna temple. I loved
it. And much of what I stumbled into by following my curiosity and
intuition turned out to be priceless later on. Let me give you one
example:

Reed College at that time offered perhaps the best calligraphy
instruction in the country. Throughout the campus every poster, every
label on every drawer, was beautifully hand calligraphed. Because I had
dropped out and didn’t have to take the normal classes, I decided to
take a calligraphy class to learn how to do this. I learned about serif
and san serif typefaces, about varying the amount of space between
different letter combinations, about what makes great typography great.
It was beautiful, historical, artistically subtle in a way that science
can’t capture, and I found it fascinating.

None of this had even a hope of any practical application in my life.
But ten years later, when we were designing the first Macintosh
computer, it all came back to me. And we designed it all into the Mac.
It was the first computer with beautiful typography. If I had never
dropped in on that single course in college, the Mac would have never
had multiple typefaces or proportionally spaced fonts. And since Windows
just copied the Mac, its likely that no personal computer would have
them. If I had never dropped out, I would have never dropped in on this
calligraphy class, and personal computers might not have the wonderful
typography that they do. Of course it was impossible to connect the dots
looking forward when I was in college. But it was very, very clear
looking backwards ten years later.

Again, you can’t connect the dots looking forward; you can only connect
them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow
connect in your future. You have to trust in something — your gut,
destiny, life, karma, whatever. This approach has never let me down, and
it has made all the difference in my life.

My second story is about love and loss.

I was lucky — I found what I loved to do early in life. Woz and I
started Apple in my parents garage when I was 20. We worked hard, and in
10 years Apple had grown from just the two of us in a garage into a $2
billion company with over 4000 employees. We had just released our
finest creation — the Macintosh — a year earlier, and I had just turned
30. And then I got fired. How can you get fired from a company you
started? Well, as Apple grew we hired someone who I thought was very
talented to run the company with me, and for the first year or so things
went well. But then our visions of the future began to diverge and
eventually we had a falling out. When we did, our Board of Directors
sided with him. So at 30 I was out. And very publicly out. What had been
the focus of my entire adult life was gone, and it was devastating.

I really didn’t know what to do for a few months. I felt that I had let
the previous generation of entrepreneurs down – that I had dropped the
baton as it was being passed to me. I met with David Packard and Bob
Noyce and tried to apologize for screwing up so badly. I was a very
public failure, and I even thought about running away from the valley.
But something slowly began to dawn on me — I still loved what I did. The
turn of events at Apple had not changed that one bit. I had been
rejected, but I was still in love. And so I decided to start over.

I didn’t see it then, but it turned out that getting fired from Apple
was the best thing that could have ever happened to me. The heaviness of
being successful was replaced by the lightness of being a beginner
again, less sure about everything. It freed me to enter one of the most
creative periods of my life.

During the next five years, I started a company named NeXT, another
company named Pixar, and fell in love with an amazing woman who would
become my wife. Pixar went on to create the worlds first computer
animated feature film, Toy Story, and is now the most successful
animation studio in the world. In a remarkable turn of events, Apple
bought NeXT, I retuned to Apple, and the technology we developed at NeXT
is at the heart of Apple’s current renaissance. And Laurene and I have a
wonderful family together.

I’m pretty sure none of this would have happened if I hadn’t been fired
from Apple. It was awful tasting medicine, but I guess the patient
needed it. Sometimes life hits you in the head with a brick. Don’t lose
faith. I’m convinced that the only thing that kept me going was that I
loved what I did. You’ve got to find what you love. And that is as true
for your work as it is for your lovers. Your work is going to fill a
large part of your life, and the only way to be truly satisfied is to do
what you believe is great work. And the only way to do great work is to
love what you do. If you haven’t found it yet, keep looking. Don’t
settle. As with all matters of the heart, you’ll know when you find it.
And, like any great relationship, it just gets better and better as the
years roll on. So keep looking until you find it. Don’t settle.

My third story is about death.

When I was 17, I read a quote that went something like: “If you live
each day as if it was your last, someday you’ll most certainly be
right.” It made an impression on me, and since then, for the past 33
years, I have looked in the mirror every morning and asked myself: “If
today were the last day of my life, would I want to do what I am about
to do today?” And whenever the answer has been “No” for too many days in
a row, I know I need to change something.

Remembering that I’ll be dead soon is the most important tool I’ve ever
encountered to help me make the big choices in life. Because almost
everything — all external expectations, all pride, all fear of
embarrassment or failure – these things just fall away in the face of
death, leaving only what is truly important. Remembering that you are
going to die is the best way I know to avoid the trap of thinking you
have something to lose. You are already naked. There is no reason not to
follow your heart.

About a year ago I was diagnosed with cancer. I had a scan at 7:30 in
the morning, and it clearly showed a tumor on my pancreas. I didn’t even
know what a pancreas was. The doctors told me this was almost certainly
a type of cancer that is incurable, and that I should expect to live no
longer than three to six months. My doctor advised me to go home and get
my affairs in order, which is doctor’s code for prepare to die. It means
to try to tell your kids everything you thought you’d have the next 10
years to tell them in just a few months. It means to make sure
everything is buttoned up so that it will be as easy as possible for
your family. It means to say your goodbyes.

I lived with that diagnosis all day. Later that evening I had a biopsy,
where they stuck an endoscope down my throat, through my stomach and
into my intestines, put a needle into my pancreas and got a few cells
from the tumor. I was sedated, but my wife, who was there, told me that
when they viewed the cells under a microscope the doctors started crying
because it turned out to be a very rare form of pancreatic cancer that
is curable with surgery. I had the surgery and I’m fine now.

This was the closest I’ve been to facing death, and I hope its the
closest I get for a few more decades. Having lived through it, I can now
say this to you with a bit more certainty than when death was a useful
but purely intellectual concept:

No one wants to die. Even people who want to go to heaven don’t want to
die to get there. And yet death is the destination we all share. No one
has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very
likely the single best invention of Life. It is Life’s change agent. It
clears out the old to make way for the new. Right now the new is you,
but someday not too long from now, you will gradually become the old and
be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.

Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life.
Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other
people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out
your own inner voice. And most important, have the courage to follow
your heart and intuition. They somehow already know what you truly want
to become. Everything else is secondary.

When I was young, there was an amazing publication called The Whole
Earth Catalog, which was one of the bibles of my generation. It was
created by a fellow named Stewart Brand not far from here in Menlo Park,
and he brought it to life with his poetic touch. This was in the late
1960’s, before personal computers and desktop publishing, so it was all
made with typewriters, scissors, and polaroid cameras. It was sort of
like Google in paperback form, 35 years before Google came along: it was
idealistic, and overflowing with neat tools and great notions.

Stewart and his team put out several issues of The Whole Earth Catalog,
and then when it had run its course, they put out a final issue. It was
the mid-1970s, and I was your age. On the back cover of their final
issue was a photograph of an early morning country road, the kind you
might find yourself hitchhiking on if you were so adventurous. Beneath
it were the words: “Stay Hungry. Stay Foolish.” It was their farewell
message as they signed off. Stay Hungry. Stay Foolish. And I have always
wished that for myself. And now, as you graduate to begin anew, I wish
that for you.

Stay Hungry. Stay Foolish.

Thank you all very much.

Beim Auto setzt das Hirn aus (2)

Wer die Maut-Debatte der letzen Tage verfolgt, bzw. die heutigen (Samstags-) Zeitungen durchblättert, muss an der politischen Kultur des Landes verzweifeln.
Denn es geht nicht um irgendwelche Argumente sondern nur um Hysterie.
(Fast) jeder Parteivorsitzende distanziert sich von Mautüberlegungen derart heftig, als wäre solches schlimmer als Vogelgrippe und BSE zusammen;
gleichzeitig werden “die anderen” beschuldigt, Pläne dazu längst in der Lade zu haben.
Besonders absurd der Vorwurf des Bundeskanzlers an das Verkehrsministerium: Dieses hätte, “was für ein Skandal!”, gar eine Studie anfertigen lassen. Als ob Nachdenken als solches schon verwerflich wäre.
In vielen Ländern ist eine PKW Maut längst eine Selbstverständlichkeit:
In Italien, Frankreich, Spanien, Kroatien und in vielen anderen Ländern.
Statt “Skandal”, Beschuldigungen und Hysteriegehabe, wäre es – auch in Wahlkampfzeiten – durchaus nützlich, ein paar Gedanken abzuwägen.
Versuchen wir`s:
1.) Ist es sinnvoll, eine “allgemeine” Autobahnmaut einzuheben?
Offensichtliche Konsequenz, wir sehen ihn bei der LKW-Maut, der Verdrängungseffekt.
Überlegenswert wären Modelle und Technologien, welche eine derartige “Bepreisung” auch auf bestimmten Routen, die nicht Autobahnen sind, vorzunehmen.
2.) Ein fixer Satz oder ein flexibel?
Hier muss ganz nüchtern die Frage gestellt werden, was im Vordergrund steht: Einnahmen (was kein “Skandal” ist, auch für Brot zahlen wir Mehrwertsteuer) oder Verkehrslenkung, oder beides.
Warum nicht ein flexibles System nach dem Prinzip: Wo (räumlich oder zeitlich) mit Stau zu rechen ist (z.B. an den wenigen bekannten “Stauwochenenden) vor dem Tauerntunnel, oder an Einkaufssamstagen an den Stadtgrenzen deutlich hohe Mautsätze.Konsequenz: Stau, den keiner wollen kann, wir vermieden oder zumindest reduziert.
Dieses System hätte einen Riesenvorteil: Die enormen sozialen und ökologischen Kosten, die Einkaufszentrenn auf der Grünen Wiese (zu Lasten der innerstädtischen Nahversorgung)erzeugen, werden dann von den Autofahrern mitfinanziert.
3.) Wer soll das Geld bekommen?
Das ist eine ganz wichtige Frage. Einmal mehr zeigt uns die Schweiz, was klug ist. Deren LKW-Maut finanziert zum grössten Teil den Ausbau der Bahn. Im Unterschied zu Österreich: Hier geht 100% in den Strassenbau. Dabei hat Österreich – entgegen ÖAMTC Propaganda – längst die grösste Autobahndichte Europas (gemessen in Kilometer/Einwohner)
Es gäbe also zurecht vieles zu diskutieren. Bevor dann die klügste Massnahme umgesetzt wird.
Aber, siehe oben: Beim Auto setzt in Österreich leider das Hirn aus.

24XGrundsätzliches-Antworten 1.Teil

danke für die vielen vielen mails, verlinkungen auf Euren weblogs, Unterstützungen, Ideen etc.
Werde in den nächsten Tagen versuchen möglichst alles zu beantworten.
Und weil mir meine 24 Thesen ziemlich wichtig sind hier Antworten auf “Masta”
sicherheitshalber noch mal reinkopiert:

Masta:ad 1.-4.) Geschwafel über zuviel Geschwafel im Wahlkampf?

cc:Glaub ich nicht, sondern nur die klare Festlegung, was für mich Wahlkampf nicht sein soll, sondern ein Bekenntnis und Aufforderung zur Debatte über relevante Fragen, die ich in der Folge benenne.

M:5.-7.) am unterentwickelten Innovationsgeist der Wiener sind wohl nicht so sehr die Politiker oder die Wirtschaftstreibenden schuld, als vielmehr die Mentalität der Wiener; selbst der Bürgermeister strotzt ja nicht gerade vor Dynamik und Risikobereitschaft

cc:Will hier jetzt gar nicht über den Bürgermeister polemisieren
Ja, um eine ziemliche “kulturänderung” der Mentalität in Wien geht es.
Zu verstehen (und für die Politik zu unterstützen, und nicht zu behindern) wie wichtig innovative unternehmerische Köpfe sind, die “wertschöpfend” unterwegs sind.

M:8.) Es stimmt nicht, dass immer alles ausprobiert werden muss! Der evolutionäre Entwicklungsprozess nach der Methode
Versuch / Irrtum gilt seit der Entstehung des Menschenaffen als überholt; das Rad muss nicht ständig
neu erfunden werden; intelligente Technologien scheitern nicht; ein Scheitern soll man nicht bedauern,
das ist aber keine Rechtfertigung für ein Scheitern.
cc: Das wär jetzt eine längere Debatte, bin aber nicht ganz Ihrer Meinung:Ich glaube, dass sehr vieles ausprobiert werden muss (an Produkten, Ideen, Initiativen) und oft nicht sicher ist, ob “es” gelingt. Vieles muss scheitern, das ist unvermeindlich. Keine Fehler macht nur der, der nichts ausprobiert. In diesem Sinn können wir viel von den US- Amerikanern lernen.

M:11.) nicht StudentInnen, sondern AbsolventInnen sollten angelockt werden (siehe Bsp. USA).
cc:Die USA haben (früher) beides gemacht.Wir sollten auch beides versuchen.

M:13.) Phrasenalarm!!
cc: Wieso Alarm?

M:14.) “sinnloser Tunnel durch die Lobau”, “Garagen-Subventionen”: klingt nach Polemik.
cc:Wieso Polemik?
Die Lobauautobahn soll gebaut werden, ist verkehrlich sinnlos, städtebaulich kontraprodultiv (verstärkt Zersiedelung-schaut Euch den Süden Wiens an) und kostet Unsummen, die woanders fehlen.
Ähnlich geförderte “Volksgaragen”.Diese mögen da oder dort sinnvoll sein, aber warum aus kommunalen Finanzen subventionieren.
Wer den technischen Zustand vieler Kindergärten oder Volksschulen kennt. Die zu sanieren wäre weitaus wichtiger!

m:16.) sinnvoller als planlose “Diversität” wäre zielgerichtete Konzentration auf wenige Nischenbereiche.
cc: Ich halte Diversität in der Tat für einen Schlüsselbegiff lebendiger Urbanität:
Vielfalt von Menschen, Anschauungen, Moden, Sprachen, Vielfalt von Nutzungen in einem Stadtteil (statt NUR Büro oder Wohnen) all das macht Stadt.
Und nicht planlose Diversität, sondern “linked diversity”: dort wo unterschiedliches aufeinandertrifft, entsteht Neues.
halte das für sehr wichtig.
Wenn Zeit ist, möchte ich in den nächsten Tagen ausführlich drüber schreiben.

M:17.) Wertschätzung/Förderung von Musik ökonomisch wichtiger als jede Autobahn – eine gewagte These, mit Verlaub!
cc: Gewagt vielleicht, aber ich glaube, es stimmt. Schau Dir z.B. das auch kulturell boomende Dublin an, oder Rotterdam oder Barcelona.. Interessante Köpfe lieben Städte mit einer vitalen Musikszene.

M:19.) völlige Ausrichtung auf solare Energie ist, was Wien betrifft, leider eine Illusion
cc. Solar heisst auch z.b. Biomasse: Warum mittelfristig in Wien nicht alle kalorischen Kraftwerke auf Holz umstellen, oder Passivhäuser bauen, die mit Solar am Dach Energie erzeugen, statt sie zu verbrauchen?

M20.) da sind aber zig Millionen Inder/Chinesen vom Land eingerechnet, denen es hundsmiserabel geht!
cc. Ja, aber fast alle von ihnen wollen “unseren”c Wohlstand: Einen Eiskasten, Licht, Heizung im Winter, Transport.
Und recht haben sie.
Ausserdem ist speziell China erfolgreich dabei; der Energiuebedarf dieser 1,2 Mrd Menschen wächst jährlich um mehr als 10%.
Das istz wahrscheinlich DIE Herausforderung einer umweltorientierten Stadt, ein technologisches Wohlstandsmodedll zu entwickeln, das mit der Hälfte des derzeitigen Energiebedarfs auskommt und diesen erneuerbar-solar deckt.
soweit “in Kürze”
c.c.

Beim Benzinpreis setzt das Hirn aus

Titel des heutigen news: Der Benzinskandal.
Auch viele andere Medien sind voll davon.
Ja, es ist lästig&ärgerlich, für ein Gut mehr zahlen zu müssen.

ABER:
Warum titel niemand: DER MIETSKANDAL!
Denn wenn es einen gibt, dann einen bei der Explosion der Mietpreise in Österreich.
Denn Mieten sind in den letzen Jahren deutlich stärker gestiegen, als Energie im allgemeinen bzw Benzin im besonderen.
Ca 2 Minunten recherchieren im internet und man findet die Daten.
z.b. hier auf der WIFO datenbank
Steigende Benzinkosten kann man zumindest dämpfen (sparsamer fahren, Dachträger runter, und v.a. die eine oder andere Fahrt unterlassen, dort wos geht, auch Öffis oder Rad umsteigen. Und auch wenn viele aufschreihen. Fast jede/r hat hier zumindest manchmal Möglichkeiten.

Ganz anders bei Mieten.
Wohnen ist ein Grundbedürfnis.
Sparen in diesem Bereich hiesse, sich eine andere (schlechtere-kleinere) Wohnung zu suchen, und nicht einmal das geht, denn für Neuverträge zahlt man heute meist mehr als für bestehende.
Aber beim Gaspedal setzt, gegen jede Vernunft das Hirn aus.

Österreich – weit hinten

Am Mittwoch setzen sich die Alpbacher Reformgespräche mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung, der europäischen Wirtschaft und dem sog. “Lissabon Prozess” auseinander.Ich habe die Ehre, dabei mit Gusenbauer, Leitl, dem
Präsidenten des Gewerkschaftsbundes und anderen zu disdkutieren.
EIne gute Gelegenheit, einige Graphiken aus Richard Floridas und Irene Tinaglis Studie “Europe in the Creative Age” aus 2004 europe_in_the_creative_age_2004 (pdf) heranzuziehen.

Die folgenden beiden Beispiele zeigen: Österreich hinkt nach, was den Ausbau DER wichtigsten ökonomischen Sparte, der”Creative class”, betrifft.

Wir haben zuwenige Studierende, zuwenig Menschen, die in diesem Bereich
arbeiten, zuwenig Patente, zuwenig Forschung, kurz: zu wenig von allem, was eine “creative economy” braucht.
Und diese Grafiken zeigen auch: Es sind kaum die grossen Länder, die
hervorragend dastehen, sondern Länder in der Größe Österreichs, die dominieren: Schweden, Finnland, oder der Aufholer Irland.


Und was hier für ganze Länder beschrieben ist, trifft v.a. auch Wien zu.
Nur, wenn in diesen Bereich des “Wissens” investiert wird und die drei Ts (talent, technology, tolerance) ernstgenommen werden, dann hat die Politik ihre
Aufgabe erfüllt.

Weitere Informationen zu Richard Florida finden sie auf der creative class Website.